Tanz auf der Orgel

Sie sind das Traumpaar der österreichischen Orgelszene – Maria Grillenberger (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) und Marco Paolacci (Stiftskapellmeister in Zwettl). Am Sonntag gaben die beiden ein vierhändiges Orgelkonzert der Extraklasse im Linzer Mariendom. Am Programm standen Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Max Reger und Jean Langlais. Absoluter Höhepunkt: Das Orchesterstück Danse Macabre von Camille Saint-Saens – gespielt auf der Orgel. Ein Erlebnis!

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Kardinal auf der Life-Ball-Bühne

Was war das für ein Moment, als Kardinal Christoph Schönborn am Freitag plötzlich auf der Bühne des Red Ribbon Celebration Concert im Burgtheater stand. Es war der Abend, an dem auch die Lange Nacht der Kirchen stattfand. Der Kardinal nahm sich dennoch Zeit, mit roter Schleife eine Rede für den Life Ball zu halten. Er sprach davon, Vorurteile abzubauen, dass es um Menschen geht und darüber, wie wertvoll das Gespräch ist. Ein starkes Signal. Doch auch sonst hatte das Konzert viel zu bieten: Der Auftritt von Anna Netrebko,  das Barockorchester Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck, aber auch das Duett „That’s What Friends Are For“ von Dionne Warwick und Cheyenne Elliott. Einziger Wehrmutstropfen: Die zwar emotionale, aber leider unvorbereitete und viel zu lange Dankesrede von Life-Ball-Chef Gery Keszler. Ansonsten jedoch ein Top-Konzert, eine Aneinanderreihung von Highlights.

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Top: Das Bühnenbild und die Visuals der Videokünstler Opium Effect

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Gesteuerte Puppen und Drohnen

Es ist natürlich beeindruckend, wenn Dronen mit Suchscheinwerfern über den Köpfen tausender Fans schweben, wenn Kanonen Luftschlangen in die Menge schießen, wenn mit Konfetti gefüllte und leicht zerplatzende XXL-Luftballone durch die Massen wandern, wenn eine drehende 360-Grad-Bühne inklusive 60 Meter Steg mithilfe von durchsichtigen Leinwandnetzen mit riesigen Visuals bespielt werden kann – aber dabei bleibt es ja nicht: Muse überzeugen mit einer musikalisch perfekten, durchchoreografierten Show. Konzerte, wie jenes am Montag in der Wiener Stadthalle, sind eine Aneinanderreihung von Höhepunkten und Überraschungen. Absolutes Highlight: Wenn bei „The Handler“ mit Visuals dargestellte Hände die Musiker an Fäden wie Puppen tanzen lassen.

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Muse spielen musikalisch wie technisch in der ersten Liga.

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Ostern: Konzert statt Kirche

Mit einem der größten Werke der Musikgeschichte, der h-Moll-Messe von Bach, lässt es sich ideal auf Ostern einstimmen: Am Wochenende war das Werk im Wiener Konzerthaus zu hören. Ein Traum etwa das Solo des ersten Konzertmeisters der Wiener Symphoniker, Anton Sorokow – einer der wenigen Orchestermusiker, die während des Konzerts lächelten. Unglaublich gut auch die Solistinnen Camilla Tilling (Sopran) und Wiebke Lehmkuhl (Alt) – letztere besonders beim Agnus Dei. Ein Highlight zum Schluss: Dona nobis pacem. Fazit: Ein „Osterklang“-Konzert mit vielen Höhepunkten. Auch unserem Bundespräsidenten Heinz Fischer und seiner Gattin Margit hats sichtlich gefallen.

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h-moll-Messe mit den Wiener Symphonikern, der Wiener Singakademie, mit Philippe Jordan uvm.

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Proben mit dem Meister

Bevor es für das Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) drei Wochen lang auf Asien-Tournee geht, proben die Musiker mit Cornelius Meister noch intensiv im ORF RadioKulturhaus. Am Programm stehen Werke von Mozart und die Symphonie Nr. 1 in c-Moll von Johannes Brahms. Fazit: Ein Erlebnis! Perfekt zum Abschalten und Genießen nach der Arbeit. Tipp: Auf Facebook werden die Musiker regelmäßig von der Reise und den Konzerten in Bangkok, Osaka etc. berichten.

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Probe am 2. Februar im großen Sendesaal

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Joshua Radin: Winter in Wien

Sein Song Winter ist durch die Krankenhaus-Serie „Scrubs“ weltberühmt worden. Am Samstag spielte Joshua Radin diesen live bei seinem ausverkauften Konzert im Chaya Fuera. Gemeinsam mit zwei Musikern stand der US-amerikanische Songwriter mit seinem Hut nicht nur auf der Bühne, sondern auch mitten im Publikum. Neben Hits wie Brand New Day, I Missed You und Closer probierte er auch neue Songs wie High And Low aus. Am Ende des Konzertes versprach Radin, ab jetzt öfters in Wien aufzutreten.

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Radin hatte viel Spaß bei seinem erst zweiten Auftritt in Wien

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Von Putin und kleinen Menschen

Randy Newman ist alt geworden. Dennoch begeisterte der 71-Jährige beim gestrigen Konzert in Wien. Das lag zum einen an seinen Hits wie “You’ve Got A Friend”, „I Love To See You Smile”, “My Life Is Good”,  “You Can Leave Your Hat On”, „I’m Dead (But I Don’t Know It)“ oder auch „Feels Like Home“. Was dabei die Stimme nicht mehr schaffte, übernahm das Klavier. Viele Lacher erntete Newman mit Anekdoten zwischendurch. Er bezeichnete etwa seinen Song „Short People” als  „die schlechtestmögliche Art von Hit, die man habe kann.“ Denn nun hasse ihn ein „winziges Segment der Bevölkerung.“ Sein Lied „I Miss You“ schrieb und widmete er seiner ersten Frau, während er bereits mit der zweiten vermählt war. Newman präsentierte auch Neues – etwa den „Putin„-Song.

Randy Newman im MuseumsQuartier (Halle E) in Wien

Randy Newman im MuseumsQuartier (Halle E) in Wien

Buchtipp: „Pater Martin 2“ von Florian Kobler – rund 80 neue Anekdoten und Abenteuer des beliebten Franziskanermönchs. Mit humorvollen Comics von Georg Atteneder.

Im Bann der Mafia-Musik

Wenn die Trompete den weltberühmten Godfather Waltz von Nino Rota spielt, ist Gänsehaut garantiert. Generell ist die Musik von Francis Ford Coppolas Meisterwerk „Der Pate“ (1972) ein Erlebnis. Noch intensiver kann man den Film mit Liveorchester erleben. Gestern Abend spielte etwa das Tschechische Nationale Symphonieorchester (CNSO) mit Dirigent Justin Freer die Musik zum Film in der Wiener Stadthalle. Fazit: Karten um 80 Euro sind eine Menge Geld, die Bildqualität ist nicht gerade atemberaubend, die Akustik in der Stadthalle auch nicht. Aber das Orchester spielte hervorragend und die Gelegenheit, diese Filmmusik live zu hören (und zu sehen) ist ein einmaliger Genuss. Top!

"The Godfather live" in der Wiener Stadthalle

„The Godfather live“ in der Wiener Stadthalle

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Posaunisten mit Poesie

Wer Kirchensteuer zahlt, sollte am Sonntag auch in die Kirche gehen. Zum Beispiel zu einem Konzert. Eine Gelegenheit ergab sich gestern in St. Valentin: Trombone Attraction spielte die Premiere ihrer neuen Show „Mensch“. Die vier Posaunisten – zwei davon fixe Orchestermusiker der Wiener Volksoper – setzten dabei eher auf E- als auf U-Musik und versuchten das mit einer humorvoll-poetisch-durchchoreografierten Moderation auszugleichen. Fazit: Über Humor lässt sich streiten, über Qualität nicht. Trombone Attraction schaffen traumhaft-schöne Klänge und spielen Arrangements mit Überraschungen. Am meisten Freude bereiten sie mit Klassikern – etwa von Joe Zawinul.

Der Karliklub St. Valentin lud zum Kirchenkonzert mit

Der Karliklub lud zum Kirchenkonzert mit „Trombone Attraction“

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Galaabend für Harry Sokal

Harry Sokal zählt zu den wichtigsten Saxophonisten Europas, arbeitete im Laufe seiner Karriere mit einer Vielzahl internationaler Größen, etwa Art Blakey, Dave Holland oder Joe Zawinul, zusammen und war Gründungsmitglied des Vienna Art Orchestras“. Anlässlich seines 60. Geburtstags und 40-jährigen Bühnenjubiläums wird ihm am 16. Jänner ein Gala-Abend mit mehreren Bands, DJs und Tänzern im Wiener Gasometer gewidmet. Karten sind noch erhältlich. Hörprobe.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.