Opernhaus als Bilderrahmen

Die Wiener Staatsoper hat gemeinsam mit „Museum in Progress“ den neuen „Eisernen Vorhang“ präsentiert. Erstmals stammt er von einem nicht mehr lebenden Künstler – Herbert Brandl. Ein abstraktes Bild, inspiriert vom Wasser und Weltall. Kunst, die zum Perspektivenwechsel einlädt. Ein Vorhang, der nicht trennt, sondern neue Wege eröffnet. Brandl soll gesagt haben: „Malerei ist Ewigkeit, die zu schnell vergeht.“

Das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper begleitete den Festakt.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.

Protest gegen Otto-Muehl-Ausstellung

Vor der Eröffnung der Austellung „Otto Muehl: Kunst am Abgrund“ gab es laute Proteste vor dem privaten Wiener Aktionismus Museum. Eine Gruppe mit Transparenten und Trillerpfeifen bezeichneten das WAM als „Tätermuseum“. Man würde hier einem verurteilten Sexualstraftäter eine Bühne bieten, Geschäfte machen und Opfer retraumatisieren. WAM-Geschäftsführer Klaus Albrecht Schröder versuchte dagegen zu argumentieren: Ziel sei es nicht, einen Straftäter reinzuwaschen, sondern Kunst zeigen, die „vielleicht ernsteste Antwort auf den Zivilisationsbbruch des zweiten Weltkriegs.“

Vor der Pressekonferenz wurde plötzlich lautstark vor dem Museum protestiert.
Klaus Albrecht Schröder versuchte vor Journalisten die Muehl-Ausstellung zu verteidigen.

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Denkmal gegen Femizide

Vor fünf Jahren tötete ein Mann seine Ex-Freundin in einer Trafik in Wien. Am ehemaligen Tatort in der Nussdorfer Straße 4 befindet sich nun ein Ausstellungsraum. Künstlerin Julia Bugram erinnert dort aktuell mit einer Installation – bestehend aus Zeichnungen und Tonaufnahmen – an die vielen getöteten Frauen in Österreich.

„Sie war(en) da“ von Julia Bugram im Kunst schafft Raum.

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„Vier Jahreszeiten“ im Klimt-Stil

„The four Seasons“ heißt das neue Mural des mexikanischen Street-Art-Künstlers Farid Rueda in der Geblergasse 68. Dafür sind vier echte Musen Model gestanden. Rueda hat sich beim Malen auch von Jugendstilmaler Gustav Klimt und Plakatkünstler Alfons Mucha inspirieren lassen.

Hier fehlt der „Herbst“ noch. Inzwischen ist das Mural fertig.
(Bereits übermalte) Schildkröte von Rueda beim Kunstbogen (U6 Gumpendorfer Straße).

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„Müll-Kunst“ am Graben

Am Graben ist aktuell eine Skulptur von Bildhauerin Claudia Märzendorfer zu sehen. Ihr Werk „A Chicken Can’t Lay a Duck Egg“ zeigt unter anderem Flaschen, Kanister und Säcke. Ein Mahnmal, denn Plastik brauche „450 Jahre, um zu immer noch umweltbelastendem Mikroplastik zu zerfallen.“

„Eingefrorener“ Plastikmüll am Graben. Ein Projekt von KÖR – Kunst im öffentlichen Raum.

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Sehenswürdigkeiten zum Begreifen

Um Wiens Wahrzeichen auch „begreifen“ zu können, haben Stephansdom, MuseumsQuartier, Schloss Schönbrunn und jetzt neu auch die Secession „taktile Modelle“. Letzteres wurde gemeinsam mit dem Blindenverband Wien entwickelt. Die Bronzemodelle sollen Orientierung geben und helfen, Architektur und Dimensionen zu verstehen.

Schloss Schönbrunn
MuseumsQuartier
Secession

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Rezept auf dem Ringturm

Die 18. Verhüllung des Wiener Ringturms stammt vom moldauischen Künstler Pavel Braila und macht Appetit! Das riesige Kunstwerk zeigt, wie man Schritt für Schritt eine Weinblattroulade (Sarmale) zubereitet.

„Your Happiness is in Your Own Hands“ von Pavel Braila

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Graffiti-Urnen als neuer Trend?

Nach bunten Graffiti-Särgen setzt die Bestattung Wien jetzt auch auf Graffiti-Urnen. Sie werden von Street-Art-Künstlern individuell – und auch auf Kundenwunsch – gestaltet.

Manuela Hageneder bei der Graffiti-Urnen-Challenge der Bestattung Wien

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Golif malt jetzt Gebirge

Golif ist durch seine „Character“ international bekannt geworden. Diese gibt es inzwischen nicht nur auf Hauswänden, Betonflächen und auf Leinwand zu sehen, sondern auch als (Holz)-Skulpturen. In seiner neuesten Ausstellung präsentiert der Tiroler Künstler jetzt auch Gebirge im Golif-Style!

Golif zeigt aktuell 40 neue Werke in der Mariahilfer Straße 40 in Wien

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Musik auf dem Tablett serviert

Der „Eiserne Vorhang“ der Wiener Staatsoper für die Saison 2025/26 zeigt Holzstücke und Tabletts von Märkten. Der ghanische Künstler El Anatsui möchte damit dem Opernpublikum westafrikanische Rhythmen näherbringen.

XOHANAMI („Emp­fangt un­ser Lied“): Eiserner Vorhang von El Anatsui

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