„Blutgräfin“ auf Wien-Besuch

In Ulrike Ottingers neuem Kinofilm „Die Blutgräfin“ spielt Wien die Hauptrolle. Zu Musik wie „Wiener Blut“ und „Rise Like a Phoenix“ klappern Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr Wiens schaurige Sehenswürdigkeiten ab. Schön zum Anschauen!

Premiere bei der Viennale im Gartenbaukino: Tom Neuwirth, Thomas Schubert, Isabelle Huppert, Ulrike Ottinger, Birgit Minichmayr

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.

„Trainspotting-Autor“ im Gartenbaukino

Zum 30-jährigen Filmjubiläum besuchte „Trainspotting“-Autor Irvine Welsh das Gartenbaukino. Warum er diese Drogengeschichte geschrieben hat? „Ich wolle eine jüngere Version von mir selbst verstehen, die mir ein Rätsel geworden ist.“

Welsh las aus „Trainspotting“ und aus seinem Fortsetzungsroman „Men in Love“.

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„Gentle Monster“: Mehr Prävention als Ziel

Wenige Tage nach dem „Fall Gunkl“ und vier Jahre nach dem „Fall Teichtmeister“ feierte Marie Kreutzers neuer Film „Gentle Monster“ Premiere im Wiener Gartenbaukino – mit dem Thema Pädokriminalität: „Der Ursprung war ein Zeitungsartikel in der deutschen Zeitung ‚Die Zeit‘ im Jahr 2020 über einen großen pädokriminellen Ring in Deutschland. Und dieser Artikel hat mit bewusst gemacht, dass ich mit Sicherheit nicht nur Opfer, sondern auch Täter von sexualisierter Gewalt gegen Kinder kenne“, so Kreutzer.

Täter würden laut der Regisseurin zu viel Raum bekommen, dabei gehe es um die Opfer: „Wir können so viel mehr in der Prävention machen. Wenn es um einen prominenten Fall geht wie jetzt, dann reden wir wieder über Strafen. Letztlich wäre aber wichtiger, dass wir alles tun, um solche Fälle zu verhindern oder zumindest zu minimieren.“

Laurence Rupp, Marie Kreutzer und Jella Haase bei der Wien-Premiere

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Das alte, neue Bellaria Kino

Das Bellaria Kino in Wien ist 115 Jahre alt – und trotzdem neu: Nach jahrelanger Sanierung hat es mit dem isländischen Film „The Love That Remains“ wiedereröffnet. Betreiber Michael und Sophie Stejskal setzen künftig auf Arthouse-Filme und zeitlose Klassiker.

Am 16. April wurde das Bellaria Kino wiedereröffnet
Die Bella Bella Kinobar mit Blümchentapete
Der Kinosaal: langer Schlurf, tiefe Decke, helle Notausgangschilder, 116 gemütliche Sessel.

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Zeitreise im Gartenbaukino

Das Gartenbaukino in Wien hat mit einer „Gala wie damals“ seine Eröffnung vor 65 Jahren nachgespielt. Zu sehen waren alte Tickets, analoge Fotoapparate, weiße Arbeitsmäntel, eine Mode- und Wochenschau, der Film „Spartacus“ von Kubrik auf 70mm und Stargast „Kirk Douglas“. Die Liebe zum Detail machte die Jubiläumsgala zu einem besonderen Abend.

Vorführer Johann Lurf legt „Spartacus“ ein. Vor dem Film gibt es noch eine Modeschau!

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Gery Seidl: Kabarett wird Kinofilm

In Österreich sind schon mehrere Kabarettprogramme mit Starbesetzung in Kinofilme verwandelt worden. So auch bei „Aufputzt is“ von und mit Gery Seidl. Die neue Weihnachtskomödie über einen gestressten Bauleiter, der zu Weihnachten zwischen Job und Familie von einer Katastrophe in die nächste stürzt, hat gestern Premiere gefeiert.

Johannes Silberschneider, Marlene Morreis, Gery Seidl und Thomas Mraz

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Willem Dafoe bei der Viennale

Hollywood-Star Willem Dafoe (Spider-Man, Poor Things…) war am Wochenende bei der Viennale im Gartenbaukino, um seinen neuen Film „The Souffleur“ zu bewerben. Darin spielt er einen Hotelmanager im Wiener Intercontinental.

Imona Mirrakhimova, Willem Dafoe, Lilly Lindner und Gaston Solnicki

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Großes Kreisky-Kino im Filmcasino

Im Wiener Filmcasino läuft die Wochenschau – mit Bildern der Sozialistischen Arbeiterjugend. Was ist da los? Es wird ein Kinofilm über den Politiker Bruno Kreisky gedreht! „Es ist ein Film über seine jungen Jahre, worüber die wenigsten etwas wissen. Weil es eine Zeit ist, die in Österreich wenig aufgearbeitet wurde – der Austrofaschismus“, sagt Hauptdarsteller Nils Arztmann. Zu sehen dann im Frühjahr 2026.

Maya Unger spielt Bruno Kreiskys Jugendliebe Adele Holzer

Tipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

5 Fakten über alte Kinos in Wien

In Wien gab es einst 200 Kinos gleichzeitig. Sie waren kulturelle Nahversorger und zeitweise auch „Überlebensmittel“ für die Bevölkerung, sagt Ernst Kieninger, der Leiter des Filmarchiv Austria. Aktuell lässt das Archiv alle Kinos, die es in der Stadt je gegeben hat, in vier Bildbänden dokumentieren. Zwei Bücher sind bereits erschienen. Ein paar Fakten:

  1. Die Wiener Kinos haben ihren Ursprung im ersten Bezirk. Bei der Kärtner Straße fanden 1896 die ersten Filmvorführungen von Vertretern der Gebrüder Lumière statt.
  2. Die Prater-Silhouette war bis 1945 von zwei großen Kinos geprägt. Links und rechts neben dem Riesenrad befanden sich das Lustspielkino und das Kristallkino.
  3. Nach dem Zweiten Weltkrieg nützten viele Menschen das Kino, um dem tristen Alltag zu entfliehen, aber auch als Wärmestube.
  4. Das erste Wiener Freiluftkino gab es bereits 1927 – im sogenannten Fliegerkino im neunten Bezirk. Hier wurden Filme im Garten des Palais Clam-Gallas gezeigt.
  5. Das ehemalige Roßauer Kino hatte ein Eck im Kinosaal. Wer hinten saß, konnte nicht die ganze Leinwand sehen. Die Gäste haben sich wohl anders vergnügt.
Im Metro Kino Kulturhaus sind alle noch bestehenden Wiener Kinos als Gipsmodelle ausgestellt.

Deixfiguren: „Wir sind halt so“

Deixfigur hat es als Begriff in unsere Sprache und sogar in den Duden geschafft. „Ich glaube, wir Österreicher müssen damit leben, dass wir alle keine Deixfiguren sein wollen, sie aber wahrscheinlich sind“, so Gregor Seberg bei der Wien-Premiere des neuen Deix-Animationsfilms Rotzbub im Gartenbaukino. „Ich glaube überhaupt, dass weniger das Optische der Deixfiguren ausschlagkräftig ist, sondern was dahintersteckt. Wir sind halt so.“ Für den beliebten Schauspieler waren die Karikaturen von Manfred Deix so etwas wie ärztliche Befunde. „Und das Gesamtoeuvre von Deix ist sozusagen das Krankheitsbild, das wir Österreicher leider aufweisen.“

Prominente Stimmen im Deix-Film: Erwin Steinhauer, Matthias Freistätter, Gregor Seberg