Klospruch beim Kabarettpreis

Im Wiener Globe ist der Österreichische Kabarettpreis verliehen worden. Über Auszeichnungen freuten sich unter anderem Severin Groebner, David Scheid, Chrissi Buchmasser, Robert Steiner und Rolf Rüdiger (Stefan Gaugusch). „The Kabarettist“ David Scheid appellierte in seiner Dankesrede, besser miteinander und der Welt umzugehen: „Man soll die Toilette so verlassen, wie man sie selbst vorfinden möchte. (…) Drop Jokes, not Bombs. Peace!“

Kabarett-Branchentreffen im Globe beim „Österreichischen Kabarettpreis 2026“

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.

„Jö schau“: Gedenktafel für Danzer

Liedermacher Georg Danzer wuchs in Wien am Gaudenzdorfer Gürtel 47 auf. Nun wurde an dieser Adresse eine Gedenkplatte enthüllt. Für seinen langjährigen Manager Blacky Schwarz ist der neue Erinnerungsort wichtig: „Ich bin mir fast sicher, dass meine Enkerl mit dem Namen Georg Danzer relativ wenig anfangen können.“

Georg Danzer schrieb auch ein Lied über den „Gaudenzdorfer Gürtel 47“.

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„Trainspotting-Autor“ im Gartenbaukino

Zum 30-jährigen Filmjubiläum besuchte „Trainspotting“-Autor Irvine Welsh das Gartenbaukino. Warum er diese Drogengeschichte geschrieben hat? „Ich wolle eine jüngere Version von mir selbst verstehen, die mir ein Rätsel geworden ist.“

Welsh las aus „Trainspotting“ und aus seinem Fortsetzungsroman „Men in Love“.

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Cid Rim bringt das mumok zum Klingen

Das Museum als Instrument: Der Wiener Percussionist Cid Rim trommelte bei der Langen Nacht der Museen auf die Lava-Basalt-Fassade des mumok: „Es ist eine irrsinnig interessante Wand, weil jeder Stein anders klingt.“

Um den Klang der Schläge zu verstärken, hatte Cid Rim Mikrofone an den Händen.

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„Gentle Monster“: Mehr Prävention als Ziel

Wenige Tage nach dem „Fall Gunkl“ und vier Jahre nach dem „Fall Teichtmeister“ feierte Marie Kreutzers neuer Film „Gentle Monster“ Premiere im Wiener Gartenbaukino – mit dem Thema Pädokriminalität: „Der Ursprung war ein Zeitungsartikel in der deutschen Zeitung ‚Die Zeit‘ im Jahr 2020 über einen großen pädokriminellen Ring in Deutschland. Und dieser Artikel hat mit bewusst gemacht, dass ich mit Sicherheit nicht nur Opfer, sondern auch Täter von sexualisierter Gewalt gegen Kinder kenne“, so Kreutzer.

Täter würden laut der Regisseurin zu viel Raum bekommen, dabei gehe es um die Opfer: „Wir können so viel mehr in der Prävention machen. Wenn es um einen prominenten Fall geht wie jetzt, dann reden wir wieder über Strafen. Letztlich wäre aber wichtiger, dass wir alles tun, um solche Fälle zu verhindern oder zumindest zu minimieren.“

Laurence Rupp, Marie Kreutzer und Jella Haase bei der Wien-Premiere

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Otto-Wagner-Pavillons als Gastrostände

Der Zirkus Roncalli feiert 50-jähriges Jubiläum und hat dafür den Wiener Rathausplatz nostalgisch „roncallisiert“. Neben den Zelten stehen ein Salonwagen aus dem Jahr 1923, eine Voigt-Orgel, ein Retro-Riesenrad – und Gastrostände, die wie Otto-Wagner-Pavillons aussehen.

Die Gastrostände des Circus-Theater Roncalli am Rathausplatz

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Die Schöne und der Mist

Zufall oder ein Streich? Im September feiert das Disney-Musical „Die Schöne und das Biest“ Premiere im Wiener Raimund Theater. Gleichzeitig wirbt die MA 48 auf Mistkübeln mit dem Spruch: „Heute: Die Schöne und der Mist“.

Musicalwerbung vs. Mistkübelspruch

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Die besten Pressefotos des Jahres

Die Wiener Fotogalerie Westlicht zeigt bis 22. November erneut die wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie. Zu sehen sind 150 prämierte Arbeiten, die das Weltgeschehen dokumentieren. Es sind unverfälschte Fotos über Kriege, Konflike, Machtmissbrauch, Klimawandel, aber auch Gemeinschaft und Hoffnung.

Das World Press Photo des Jahres 2026 heißt „Separated by ICE“ von Carol Guzy
(c) Carol Guzy, ZUMA Press, iWitness, for Miami Herald.

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Opernhaus als Bilderrahmen

Die Wiener Staatsoper hat gemeinsam mit „Museum in Progress“ den neuen „Eisernen Vorhang“ präsentiert. Erstmals stammt er von einem nicht mehr lebenden Künstler – Herbert Brandl. Ein abstraktes Bild, inspiriert vom Wasser und Weltall. Kunst, die zum Perspektivenwechsel einlädt. Ein Vorhang, der nicht trennt, sondern neue Wege eröffnet. Brandl soll gesagt haben: „Malerei ist Ewigkeit, die zu schnell vergeht.“

Das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper begleitete den Festakt.

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Protest gegen Otto-Muehl-Ausstellung

Vor der Eröffnung der Austellung „Otto Muehl: Kunst am Abgrund“ gab es laute Proteste vor dem privaten Wiener Aktionismus Museum. Eine Gruppe mit Transparenten und Trillerpfeifen bezeichneten das WAM als „Tätermuseum“. Man würde hier einem verurteilten Sexualstraftäter eine Bühne bieten, Geschäfte machen und Opfer retraumatisieren. WAM-Geschäftsführer Klaus Albrecht Schröder versuchte dagegen zu argumentieren: Ziel sei es nicht, einen Straftäter reinzuwaschen, sondern Kunst zeigen, die „vielleicht ernsteste Antwort auf den Zivilisationsbbruch des zweiten Weltkriegs.“

Vor der Pressekonferenz wurde plötzlich lautstark vor dem Museum protestiert.
Klaus Albrecht Schröder versuchte vor Journalisten die Muehl-Ausstellung zu verteidigen.

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