Neue Murals in Döbling

Das Wiener Street-Art-Festival Calle Libre macht heuer mit dem Motto „In Equality“ auf Randgruppen aufmerksam. Im Mai sind dafür fünf neue Wandbilder in Döbling entstanden. Große Kunst!

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.

Ottifanten in die Albertina

„In Kunstgalerien wird zu wenig gelacht“, sagt Komiker Otto Waalkes. Zum 250. Geburtstag der Albertina parodiert, ergänzt und kommentiert der deutsche Komiker humorvoll die Sammlung des Museums. Mit zwölf neuen, technisch beeindruckenden Werken, die oft seinen „Ottifanten“ beinhalten. Die Kunstintervention „Otto meets Albertina“ ist in den Prunksälen zu sehen.

Bei Kleidung „denselben Geschmack“: Otto Waalkes und Albertina-Direktor Ralph Gleis
Bildnis einer Dame mit Cape und Hut von Gustav Klimt und Otto Waalkes

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Tanz im Regen mit „Deine Freunde“

Die „coolste Kinderband der Welt“ hat am verregneten Sonntagabend in der ausverkauften Arena Wien gespielt. „Deine Freunde“ nehmen ihr kleines und großes Publikum ernst: Choreografien, Pyroeffekte und Lieder, die allen Spaß machen! Sogar den Securities! Von „Tanz auf dem Vulkan“, „Schokolade“, „Häschen hüpf“ bis zum Elternwunsch „Der Wasserhahn tropft“. Genial!

Unglaubliche Stimmung trotz Regens beim Arena Open-Air in Wien

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Bracos „gebender Blick“ bei den Festwochen

Die Wiener Festwochen feiern heuer 75. Jahre. Zu diesem Anlass wurde auch Braco eingeladen. Der Kroate ist für seinen „gebenden Blick“ bekannt und wird von manchen als „Wunderheiler“ bezeichnet. Bei der Festivaleröffnung am Heldenplatz starrte er 75 Sekunden lang schweigend das Publikum an. Eine Sekunde für jedes Festwochen-Jahr. Intendant Milo Rau argumentierte: „Im Grunde spiegelt er uns selber wieder.“

Braco kam und schaute.

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Das Kind

Vor mehr als 20 Jahren habe ich in den Schulferien als Praktikant in der Kinderklinik Linz gearbeitet. Meine Erlebnisse auf der Kardiologie-Station habe ich in einem Text verarbeitet. „Das Kind“ ist später sogar beim Literaturwettbewerb „Sprichcode“ ausgezeichnet und in einem Sammelband veröffentlicht worden. Nachdem dieser längst vergiffen ist, möchte ich den Text hier wieder zugänglich machen.

Florian Kobler

Das Kind

Seit vier Wochen bin ich hier.
Das ist mein letzter Tag.
Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und
habe alles gesehen,
was eine Intensivstation zu bieten hat.
Draußen ist es heiß.
Auf Zimmer 5 liegt das Kind.
Es schwitzt.
Aber nicht weil es draußen heiß ist.

Heute sind die Eltern und der Bruder auch da.
Ich freue mich.
Normalerweise besuchen sie ihr zweites Kind kaum.
Warum sollten sie auch?
Sie haben ja ein auch ein gesundes Kind.
Und überhaupt auch andere Probleme.
Auch die Oma ist heute da.
Sie weint.
Ich verlasse das Zimmer und lasse die Familie allein.
Die Ärzte unterhalten sich über das Kind.
Es ist keine zwei Jahre alt.
Gibt es eine Überlebenschance?
Wie geht es dem Kind heute?
Dem Kind geht es heute etwas besser.
Es spürt, dass jemand da ist.
Und? Wird es überleben?
Nein.
Nein, dieses Kind wird nicht überleben.
Es wäre auch kein schönes Leben.

Das Kind ist schon lange hier.
Es war schon da, als ich zu arbeiten begonnen hatte.
Ich hatte keine Ahnung.
Das Kind wird sterben.
Vielleicht heute, vielleicht morgen.
Vielleicht aber auch erst in drei Wochen.
Wir wissen es nicht.
Die Medizin ist am Ende.
Die Ärzte versuchen, dem Kind den Tod so angenehm wie möglich zu machen.
Ich bin am Ende.
Der Monitor piepst.
Das Kind auf Zimmer 5 schreit.
Natürlich schreit es.
Es hat ja Schmerzen.
Kann man denn keine Schmerzmittel verabreichen?
Nein, es hat heute schon dreimal eines bekommen.
Mehr geht nicht.
Die Schwester hat eine gute Idee.
Sie legt den gesunden Zwillingsbruder mit ins Bett.
Er hat keinen Herzfehler.
Er hat auch zwei entwickelte Hände und Füße.
Und eine Niere reicht auch zum Überleben.

Es funktioniert.
Es beruhigt sich.
Die Sauerstoffsättigung steigt auf 40 Prozent an.
Ein Wunder.

Man kann auch ohne Medizin viel erreichen.
Manchmal reicht es, einfach da zu sein.

Im Keller, dort wo die Leichen untersucht werden, lese ich ein Gedicht.
Es sind die letzen Worte eines sterbenden Menschen.
Er schreibt, wir sollen nicht trauern.
Wir sollen weitermachen wie zuvor.
Wir sollen lachen, spielen, Freude am Leben haben.
Aber wir sollen ihn nicht vergessen.
Denn erst dann wäre er wirklich gestorben.
Solange wir an ihm denken, ist er weiterhin bei uns.

Die Familie ist weg.
Ich gehe auf Zimmer 5.
Der Monitor piepst.
Ich schalte den Alarm einfach ab.
Eigentlich darf ich das nicht.
Aber die Schwester hätte auch nicht mehr machen können.
Nachdem ich die Kabel entfernt habe, wechsle ich dem Kind das durchgeschwitzte Gewand.
Dann wickle ich es in Tücher und halte es ganz nahe an meinem Körper.
Ich spüre die schwere Atmung des Kindes.
Ich sehe das Kind jetzt zum letzten Mal in dieser Welt.
Mir wird kalt.
Das Kind beruhigt sich.
Vielleicht spürt es meine Trauer?
Das Gewand ist wieder durchgeschwitzt.
Nach einigen Minuten lege ich das leicht schlafende Kind ins Bett, stecke die Kabel wieder an und befestige den Schlauch für die Sauerstoffsättigung.
Es gibt nichts mehr zu tun.
Ich ziehe die Spieluhr auf und verabschiede mich bei dem Kind.
Das Kind hustet.
Ein letztes Mal drehe ich mich um und gehe dann ins Schwesternzimmer.

Ich teile ihnen den Alarm mit
und verabschiede mich.
Das war es dann also.
Der Nachtdienst kommt.
Ich gehe zum Spind, ziehe mich um und gebe den Schlüssel ab.
In einer Woche beginnt die Schule wieder.

Das Kind wird sterben.
Die Ärzte wissen das.
Die Eltern wissen das.
Alle wissen das.
Vielleicht sogar das Kind.

Ein letztes Mal blicke ich zurück.
Dann drehe ich dem Tod den Rücken zu und spaziere hinaus in die Sonne.


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Ein Muslim, ein Christ und ein Jude gehen ins Museum

Der israelische Künstler Eran Shakine zeigt im Jüdischen Museum Wien seine Ausstellung „A Muslim, a Christian and a Jew“. Der Titel klingt nach einem Witz und erzeugt entsprechend Aufmerksamkeit. Shakine geht es in seinen Anti-Karikaturen allerdings um Gemeinsamkeiten und Toleranz.

Künstler Eran Shakine, Direktorin Barbara Staudinger und Kurator Hannes Sulzenbacher vor einem Bild, auf dem ein Muslim, ein Christ und ein Jude gemeinsam Riesenrad fahren.

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Song Contest am Mistkübel

Österreichs Song-Contest-Siederlieder „Merci Cherie“ (Udo Jürgens, 1966), „Rise like a Phoenix“ (Conchita Wurst, 2014) und „Wasted Love“ (JJ, 2025) zieren aktuell Wiener Mistkübel. Dafür gibts 12 Punkte!

Die MA 48 ist bekannt für kreative Mistkübelsprüche.

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Betonporsche parkt vor Museum

Vor dem Eingang der „Heidi Horten Collection“ in Wien parkt aktuell ein 16,4 Tonnen schwerer „Betonporsche“. Es ist eine Skulptur des Vorarlberger Künstlers Gottfried Bechtold aus dem Jahr 2006 – und ein Abbild eines Porsche 911.

Porsche als Parkbank: Die Skulptur steht am Direktionsparkplatz.

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Weiterkommen mit inklusivem Theater

Schauspieltalente mit Behinderung und Studierende der MUK Privatuniversität haben gemeinsam das Stück „Transit“ im Kasino am Schwarzenbergplatz aufgeführt. Es ist die Abschlusspräsentation des Burgtheater-Ausbildungsprogramms „Jetzt!“. Inklusives Theater, das Freude macht!

„Transit“ spielt auf einem Bahnhof und handelt vom Warten und Weiterkommen.

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ESC-Drohnenshow über Schloss Schönbrunn

Die „Queen of Austria“ (Conchita Wurst) trohnte Montagnacht über Schloss Schönbrunn. Eine kurze Show mit 3.000 Drohnen stimmte auf den Eurovision Song Contest in Wien ein – mit leuchtenden Bildern von Österreichs Siegeracts. Zu sehen waren Udo Jürgens Klavier, Conchita Wurst samt Phoenix-Flügel und JJs Papierschiff. Spektakulär!

Conchita Wurst gewann den ESC 2014 in Kopenhagen mit „Rise Like a Phoenix“
Johannes Pietsch (JJ) gewann den ESC 2025 in Basel mit „Wasted Love“
Die Firma Cyberdrone zauberte Logos und Bilder über Schönbrunn.

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