Homajon-pathische Medizin im Kabarett

„Depression im Kabarett – super Thema, oder?“ Homajon Sefat ist zurück auf der Bühne! In seinem neuen Programm „Romantik“ verarbeitet der Kabarettist (auch) seine psychische Erkrankung. „Reiß dich zam! sagt man immer zum Depressiven. Man würde es nie zum Leprakranken sagen.“ Sefat gräbt in der Familiengeschichte („Ich bin halb Perser, ich musste mir die Rosinen aus den Rosinen picken.“), erzählt vom „hässlichen“ Klosterneuburg und vom Malen nach Zahlen („Ich bin kreativ, aber kenne meine Grenzen.“). Das Publikum hilft ihm gegen die Einsamkeit. „Es freut mich, dass Sie noch da sind. Ich wollte in der Pause gehen. Aber wohin?“

Homajon „Seefahrt“ geht unter, spricht mit Meerestieren und Pamela Anderson, und taucht mit überraschenden Pointen wieder auf. Nebenbei spielt auch Romantik eine Rolle. („Die Hochzeit ist der erste Schritt zur Scheidung.“) In der Epoche der Romantik lag die Lebenserwartung zwischen 25 und 40 Jahren. Deshalb habe es damals kein Kabarett gegeben. „Es fehlte das Publikum.“ Fazit: Ein Sefat, der ist lustig. Er weiß, was in Zeiten wie diesen wirklich hilft: „Homajon-pathische Medizin!“

Homajon Sefat bei der Premiere in der Kulisse Wien: „Heutzutage darf man ja nichts mehr sagen. Aber ich darf das sagen! Zwei meiner besten Freunde sind Rassisten!“

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Wien hat eine Pinguinfabrik

Sabine Berchtold betreibt eine Pinguinfabrik in Wien. Seit 35 Jahren stellt die Künstlerin in der Berggasse Pinguine aus Keramik her: „Nachdem sie nicht alleine leben können, müssen es viele sein.“ Rund 5.000 Pinguine haben die Fabrik schon verlassen.

Sabine Berchtold liebt Pinguine.
Handgefertigte Keramik-Pinguine zum Sammeln.

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Arnulf Rainers Kreuze im Stephansdom

Avantgardekünstler Arnulf Rainer war gegen diese Ausstellung. Trotzdem können im Stephansdom noch bis 7. Juni unter dem Titel „Das Kreuz – das Zeichen das bleibt“ 77 Kreuze des im Dezember verstorbenen Malers kostenlos, teilweise jedoch nur aus der Ferne, betrachtet werden. Sie stammen aus der Sammlung von Werner Trenker, der schreibt: „Die Ausstellung macht sichtbar, dass christliche Werte kein Relikt vergangener Zeiten sind.“

70 Kaltnadelradierungen in Kreuzform und 7 Werke in Kreuzform auf Holz sind ausgestellt.

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Barbie trifft auf Jelinek

Was geschieht, wenn man den Barbie-Kinofilm mit feministischen Texten von Elfriede Jelinek mischt? Regisseurin Sophie Resch und das bernhard.ensemble zeigen das Ergebnis im neuen Mashup „Was geschah, nachdem Babsie ihren Ken…“. Ein ironisches Puppenstück im Wiener OFF Theater!

„Babsie“ als feministische Influencerin im 7. Bezirk („Babsie Land“).

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Graffiti-Särge für Wien

Die Bestattung Wien bietet ab sofort Holzsärge und Urnen mit Graffiti an. Gestaltet werden sie ganz individuell vom international tätigen Muralist und Künstler Skribl. Er freut sich über die neuen Aufträge und sagt: „In Lateinamerika und Afrika werden oft Särge bemalt.“

Skribl sprüht Graffiti-Schriftzüge, aber auch Tiere, Skelette und Totenschädel.

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Stockenreitner bricht ins Dunkel

Kabarettist David Stockenreitner ist jetzt auch Schauspieler. Er hat sich ein „zweites Standbein“ aufgebaut. „Jesus hat ja auch Tischler gelernt. Für den Fall, dass die Sohn-Gottes-Nummer nicht zieht.“ Ein Rollenangebot für die „Licht ins Dunkel“-Werbung habe er aber abgelehnt. „Da bin ich nicht behindert genug.“ Er würde zu wenig Mitleid erzeugen. „Geht er halt komisch. Na und? Kommt er halt aus Kärnten. Na und?“

„Ist da jemand?“ – „Ja, schleich dich!“ David Stockenreitner mit „Bricht ins Dunkel“ im Kabarett Niedermair

In seinem neuen Solokabarett „Bricht ins Dunkel“ (Regie: Magda Leeb) spielt Stockenreitner erneut mit seiner Behinderung – und setzt sich für eine bessere Protestkultur in Österreich ein. „Schilderbasteln und Dosenbier saufen genügt nicht.“ Er hätte da Ideen – wie „Erbrechen und Verwirrung stiften“.Und er macht sich Gedanken über das Leben sowie (die eigene) Männlichkeit. „Selbstbefriedigung ist Stoßlüften fürs Hirn.“ Es genüge außerdem völlig, wie eine Tschickstummel im Klo zu sein: „Alle scheißen auf dich, aber du gehst trotzdem nicht unter.“ Fazit: David Stockenreitner – eine Lichtgestalt des schwarzen Humors!

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Altmann und Tanzer im Dialog

Jeremias Altmann und Andreas Tanzer arbeiten seit Jahren zusammen – und haben schon gemeinsam im Kunsthistorischen Museum und Künstlerhaus Wien ausgestellt. Jetzt zeigten die beiden Künstler unter dem Titel „Overlap“ gemeinsam ihre Werke in der Nobilegasse 58. Ein Dialog zwischen Altmanns rekonstruierten Kinderzeichnungen und Tanzers Maskenfiguren.

Künstlerfreunde: Jeremias Altmann und Andreas Tanzer

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„Stermann singt“ im Kabarett

„20 Spritzer bis Amstetten“ nennt Dirk Stermann sein zweites Soloprogramm. Der 60-jährige Kabarettist steigt darin mit toter Katze am Rücken in den Regionalzug, erzählt Witze und singt über Niederösterreich. Eigentlich hätte das Programm „Stermann singt“ heißen sollen, seine Agentur hat aber „Stermann sinkt“ aufs Plakat geschrieben.

„Warum erzähl ich Ihnen das eigentlich?“ Dirk Stermann verspricht bei der Premiere im Rabenhof Theater, „dass der Abend lustiger ist, als wenn man auf einen Zug wartet, der zu spät kommt.“

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„Nackter Wahnsinn“ im Gloria Theater

„Tür zu, Tür auf“: Das Gloria Theater in Floridsdorf hat nach zwei Jahren der Ungewissheit und des Umbaus wieder eröffnet. Die neue künstlerische Direktorin Claudia Rohnefeld wählte als erstes Stück passend Michael Frayns Komödie „Der nackte Wahnsinn“.

Premiere im Gloria Theater mit großartigem Ensemble: Xina Ziegler, Steffi Paschke, Pia Strauss, Peter Faerber, Christoph Fälbl, Géza Terner, Daniela Lehner, Andreas Steppan und Georg Hasenzagl

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Nenda und der Krampus

Die Tiroler Rapperin Nenda hat heuer den FM4-Award bei den Amadeus Austrian Music Awards gewonnen. Im Titelsong ihres Debütalbums „KRRRA“ legt sie sich mit dem Krampus an. Warum? Das hat sie vor der Preisverleihung in der Wiener Marx Halle erzählt: „Krampus ist eine sehr schöne Tradition, die ist aber sehr männlich. Es gibt ein paar Krampusvereine, wo Frauen noch immer nicht mitmachen dürfen. Und ich glaub, als Tirolerin und Frau hab ich auch das Recht, mir einen Krampus zu krallen, und mir das Kostüm anzuziehen.“

Nenda trägt „Krampus“ bei den Amadeus Austrian Music Awards.

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