Die besten Pressefotos des Jahres

Die Wiener Fotogalerie Westlicht zeigt bis 22. November erneut die wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie. Zu sehen sind 150 prämierte Arbeiten, die das Weltgeschehen dokumentieren. Es sind unverfälschte Fotos über Kriege, Konflike, Machtmissbrauch, Klimawandel, aber auch Gemeinschaft und Hoffnung.

Das World Press Photo des Jahres 2026 heißt „Separated by ICE“ von Carol Guzy
(c) Carol Guzy, ZUMA Press, iWitness, for Miami Herald.

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Opernhaus als Bilderrahmen

Die Wiener Staatsoper hat gemeinsam mit „Museum in Progress“ den neuen „Eisernen Vorhang“ präsentiert. Erstmals stammt er von einem nicht mehr lebenden Künstler – Herbert Brandl. Ein abstraktes Bild, inspiriert vom Wasser und Weltall. Kunst, die zum Perspektivenwechsel einlädt. Ein Vorhang, der nicht trennt, sondern neue Wege eröffnet. Brandl soll gesagt haben: „Malerei ist Ewigkeit, die zu schnell vergeht.“

Das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper begleitete den Festakt.

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Protest gegen Otto-Muehl-Ausstellung

Vor der Eröffnung der Austellung „Otto Muehl: Kunst am Abgrund“ gab es laute Proteste vor dem privaten Wiener Aktionismus Museum. Eine Gruppe mit Transparenten und Trillerpfeifen bezeichneten das WAM als „Tätermuseum“. Man würde hier einem verurteilten Sexualstraftäter eine Bühne bieten, Geschäfte machen und Opfer retraumatisieren. WAM-Geschäftsführer Klaus Albrecht Schröder versuchte dagegen zu argumentieren: Ziel sei es nicht, einen Straftäter reinzuwaschen, sondern Kunst zeigen, die „vielleicht ernsteste Antwort auf den Zivilisationsbbruch des zweiten Weltkriegs.“

Vor der Pressekonferenz wurde plötzlich lautstark vor dem Museum protestiert.
Klaus Albrecht Schröder versuchte vor Journalisten die Muehl-Ausstellung zu verteidigen.

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Opernhits bei Opern Air

Die Wiener Staatsoper hat die neue Saison erneut spektakulär mit einem „Opern Air“ im Burggarten eingeläutet. Bei bestem Wetter sangen Klassik-Stars mehr oder weniger bekannte Arien für tausende Fans – und Fernsehkameras. Asmik Grigorian brillierte etwa bei „Habanera“ (Carmen), Juan Diego Flórez bei „Ah! Mes amis“ (Die Regimentstochter) und Piotr Beczala bei „Nessun Dorma“ (Turandot). Und tatsächlich – niemand hat geschlafen!

Ein weiterer Höhepunkt: Asmik Grigorian und Piotr Beczala singen das Duett „Vogliatemi bene“ aus „Madama Butterfly“.

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Die Couch als Feind der Live-Musik?

Neben dem Westbahnhof steht aktuell ein stacheliges Sofa mit einer Botschaft: Die „unbequeme Couch“ möchte dazu animieren, wieder mehr Live-Konzerte zu besuchen – anstatt auf der Couch abzuhängen. Aber liegt es wirklich an der Bequemlichkeit der Menschen – oder nicht doch (auch) an teuren Ticketpreisen?

Popmusikerin Sophie Royer gab über der „Uncomfy Couch“ ein Gratiskonzert.

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Dresden Dolls zurück in der Arena

Nach 21 Jahren sind The Dresden Dolls in die Arena Wien zurückgekehrt – mit ihrem alten neu aufgenommen Album „Yes, Virginia (Tailor’s Version)“. Das Open-Air war gut besucht. Das Duo aus Boston hat in Österreich treue, textsichere Fans („My Alcoholic Friends“…). Sängerin Amanda Palmer erzählte, dass sie Wien erstmals im Sommer 1996 mit ihrer Mama besuchte. Ein Typ zeigte ihr gleich mal den „Friedhof der Namenlosen“ – und die Arena. Zur legendären Punk-Location sagte sie: „This is the best fucking place in the world.“

Agnes Verano (Voract) mit Amanda Palmer und Brian Viglione (The Dresden Dolls)

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Denkmal gegen Femizide

Vor fünf Jahren tötete ein Mann seine Ex-Freundin in einer Trafik in Wien. Am ehemaligen Tatort in der Nussdorfer Straße 4 befindet sich nun ein Ausstellungsraum. Künstlerin Julia Bugram erinnert dort aktuell mit einer Installation – bestehend aus Zeichnungen und Tonaufnahmen – an die vielen getöteten Frauen in Österreich.

„Sie war(en) da“ von Julia Bugram im Kunst schafft Raum.

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„Vier Jahreszeiten“ im Klimt-Stil

„The four Seasons“ heißt das neue Mural des mexikanischen Street-Art-Künstlers Farid Rueda in der Geblergasse 68. Dafür sind vier echte Musen Model gestanden. Rueda hat sich beim Malen auch von Jugendstilmaler Gustav Klimt und Plakatkünstler Alfons Mucha inspirieren lassen.

Hier fehlt der „Herbst“ noch. Inzwischen ist das Mural fertig.
(Bereits übermalte) Schildkröte von Rueda beim Kunstbogen (U6 Gumpendorfer Straße).

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„Müll-Kunst“ am Graben

Am Graben ist aktuell eine Skulptur von Bildhauerin Claudia Märzendorfer zu sehen. Ihr Werk „A Chicken Can’t Lay a Duck Egg“ zeigt unter anderem Flaschen, Kanister und Säcke. Ein Mahnmal, denn Plastik brauche „450 Jahre, um zu immer noch umweltbelastendem Mikroplastik zu zerfallen.“

„Eingefrorener“ Plastikmüll am Graben. Ein Projekt von KÖR – Kunst im öffentlichen Raum.

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Koko Cappelles erste Soloshow

Rapperin Koko Cappelle hat auf der Kultursommer-Bühne im Waldmüllerpark ihre erste Soloshow gespielt – mit dem Titel „Koko Motiv“. „Meine Musik steht vor allem dafür, die Dualität in sich selbst zu würdigen“, so die Sängerin. „Man kann hart oder sanft sein, glücklich oder traurig. Man kann sein und fühlen, was immer man will. Es geht darum, all das anzunehmen und voller Liebe durchs Leben zu gehen. Lass zu, dass der Schmerz dich zu kreativen Dingen antreibt, die Veränderungen bewirken.“ Berührend: Koko Capelle stellte mit Notizbuch in der Hand ganz neue, persönliche Lieder vor. Ihre Familie schaute per Videocall zu.

Koko begeisterte mit ihrer Stimme und Performance ihre Fans – und auch die Kinder im Park.

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