Homajon-pathische Medizin im Kabarett

„Depression im Kabarett – super Thema, oder?“ Homajon Sefat ist zurück auf der Bühne! In seinem neuen Programm „Romantik“ verarbeitet der Kabarettist (auch) seine psychische Erkrankung. „Reiß dich zam! sagt man immer zum Depressiven. Man würde es nie zum Leprakranken sagen.“ Sefat gräbt in der Familiengeschichte („Ich bin halb Perser, ich musste mir die Rosinen aus den Rosinen picken.“), erzählt vom „hässlichen“ Klosterneuburg und vom Malen nach Zahlen („Ich bin kreativ, aber kenne meine Grenzen.“). Das Publikum hilft ihm gegen die Einsamkeit. „Es freut mich, dass Sie noch da sind. Ich wollte in der Pause gehen. Aber wohin?“

Homajon „Seefahrt“ geht unter, spricht mit Meerestieren und Pamela Anderson, und taucht mit überraschenden Pointen wieder auf. Nebenbei spielt auch Romantik eine Rolle. („Die Hochzeit ist der erste Schritt zur Scheidung.“) In der Epoche der Romantik lag die Lebenserwartung zwischen 25 und 40 Jahren. Deshalb habe es damals kein Kabarett gegeben. „Es fehlte das Publikum.“ Fazit: Ein Sefat, der ist lustig. Er weiß, was in Zeiten wie diesen wirklich hilft: „Homajon-pathische Medizin!“

Homajon Sefat bei der Premiere in der Kulisse Wien: „Heutzutage darf man ja nichts mehr sagen. Aber ich darf das sagen! Zwei meiner besten Freunde sind Rassisten!“

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Wien hat eine Pinguinfabrik

Sabine Berchtold betreibt eine Pinguinfabrik in Wien. Seit 35 Jahren stellt die Künstlerin in der Berggasse Pinguine aus Keramik her: „Nachdem sie nicht alleine leben können, müssen es viele sein.“ Rund 5.000 Pinguine haben die Fabrik schon verlassen.

Sabine Berchtold liebt Pinguine.
Handgefertigte Keramik-Pinguine zum Sammeln.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Graffiti-Särge für Wien

Die Bestattung Wien bietet ab sofort Holzsärge und Urnen mit Graffiti an. Gestaltet werden sie ganz individuell vom international tätigen Muralist und Künstler Skribl. Er freut sich über die neuen Aufträge und sagt: „In Lateinamerika und Afrika werden oft Särge bemalt.“

Skribl sprüht Graffiti-Schriftzüge, aber auch Tiere, Skelette und Totenschädel.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Stockenreitner bricht ins Dunkel

Kabarettist David Stockenreitner ist jetzt auch Schauspieler. Er hat sich ein „zweites Standbein“ aufgebaut. „Jesus hat ja auch Tischler gelernt. Für den Fall, dass die Sohn-Gottes-Nummer nicht zieht.“ Ein Rollenangebot für die „Licht ins Dunkel“-Werbung habe er aber abgelehnt. „Da bin ich nicht behindert genug.“ Er würde zu wenig Mitleid erzeugen. „Geht er halt komisch. Na und? Kommt er halt aus Kärnten. Na und?“

„Ist da jemand?“ – „Ja, schleich dich!“ David Stockenreitner mit „Bricht ins Dunkel“ im Kabarett Niedermair

In seinem neuen Solokabarett „Bricht ins Dunkel“ (Regie: Magda Leeb) spielt Stockenreitner erneut mit seiner Behinderung – und setzt sich für eine bessere Protestkultur in Österreich ein. „Schilderbasteln und Dosenbier saufen genügt nicht.“ Er hätte da Ideen – wie „Erbrechen und Verwirrung stiften“.Und er macht sich Gedanken über das Leben sowie (die eigene) Männlichkeit. „Selbstbefriedigung ist Stoßlüften fürs Hirn.“ Es genüge außerdem völlig, wie eine Tschickstummel im Klo zu sein: „Alle scheißen auf dich, aber du gehst trotzdem nicht unter.“ Fazit: David Stockenreitner – eine Lichtgestalt des schwarzen Humors!

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

„Stermann singt“ im Kabarett

„20 Spritzer bis Amstetten“ nennt Dirk Stermann sein zweites Soloprogramm. Der 60-jährige Kabarettist steigt darin mit toter Katze am Rücken in den Regionalzug, erzählt Witze und singt über Niederösterreich. Eigentlich hätte das Programm „Stermann singt“ heißen sollen, seine Agentur hat aber „Stermann sinkt“ aufs Plakat geschrieben.

„Warum erzähl ich Ihnen das eigentlich?“ Dirk Stermann verspricht bei der Premiere im Rabenhof Theater, „dass der Abend lustiger ist, als wenn man auf einen Zug wartet, der zu spät kommt.“

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Michaela Obertscheider gewinnt Kleinkunstkartoffel

„Ich bin sehr überrascht! Es war so ein toller Abend“, sagte Michaela Obertscheider. Die Kabarettistin und Kreativttainerin hat am Samstag die 19. Ennser Kleinkunstkartoffel gewonnen. „Die Konkurrenz war so unterhaltsam, das Publikum wunderbar!“ Die gesamte Show – mit Moderator Clemens Maria Schreiner, Showact Elli Bauer und den Teilnehmenden Suse Lichtenberger, Jonas Bonas, Amar, Andreas Wutze und den Gebrüdern Zamarotti ist am 5. März um 23 Uhr auf ORF III zu sehen!

Siegerin Michaela Obertscheider

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Molden lässt Döbling untergehen

Ernst Molden hat ein Singspiel mit zwölf Liedern über Döbling geschrieben – den Bezirk seiner Kindheit. Es geht natürlich um Wein, die Kirche, das Erben, Powidl, aber auch um ein Gespenst und den Untergang des Nobelbezirks. „Döbling Burning“ ist eine gruselige Abrechnung – und feierte gerade Premiere im Rabenhof Theater.

Mystisch und lustig: Ursula Strauss und Gerald Votava im Beichtstuhl.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Einmalige Hits beim Ösivision

„Good evening Europe! Gute Nacht Österreich!“ Grazia Patricia moderierte den ersten „Ösivision Song Contest“ im Vindobona. Das Publikum gab österreichische Themen vor, der „Salon Spontan“ improvisierte dazu neun Lieder. Magda Leeb gewann mit „Du bist wie ein Fenster“ – einem Lied über eine Begegnung im Wiener Riesenrad. Ein einmaliges Vergnügen! (Denn ein improvisierter Hit lässt sich kaum wiederholen.)

Das „Salon Spontan“-Ensemble mit Grazia Patricia im Vindobona

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Bären in der Jägerstraße

In der Brigittenau in Wien befinden sich Bären – lustigerweise gerade in der Jägerstraße! Es sind Skulpturen (Natur- und Kunststeinplastiken), die im Auftrag der Stadt von Gertrude Fronius und Matthias Hietz Anfang der 60er-Jahren geschaffen worden sind.

Sitzender Eisbär von Gertrude Fronius
Bär mit Jungem von Matthias Hietz

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Höhepunkte beim Kabarettpreis

„Ich lege den Österreichischen Kabarettpreis zurück“, sagte Hauptpreisträger Berni Wagner bei der Verleihung im Wiener Globe nach einem lustigen Texthänger. Weil das Publikum lachend applaudierte, ergänzte er schnell: „Ich nehme ihn doch an!“ Über den Förderpreis freute sich „Der Kuseng“, für „Angenehm“ bekam Antonia Stabinger den Programmpreis. Ebenso ein Höhepunkt der Show: Moderator Clemens Maria Schreiner hob singend ab – in Vorfreude auf den Eurovision Song Contest. ORF 1 überträgt die Gala am 19. Dezember.

Berni Wagner hat die Jury u.a. mit seinem fünften Programm „Monster“ überzeugt.
Das Kabarett Simpl hat nach 113 Jahren „zum ersten Mal einen Preis gewonnen“: Matthias Mamedof, Ariana Schirasi-Fard, Katharina Dorian, Julian Loidl, Joachim Brandl, Michael Niavarani, Jenny Frankl und Bernhard Murg.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.