Koko Cappelles erste Soloshow

Rapperin Koko Cappelle hat auf der Kultursommer-Bühne im Waldmüllerpark ihre erste Soloshow gespielt – mit dem Titel „Koko Motiv“. „Meine Musik steht vor allem dafür, die Dualität in sich selbst zu würdigen“, so die Sängerin. „Man kann hart oder sanft sein, glücklich oder traurig. Man kann sein und fühlen, was immer man will. Es geht darum, all das anzunehmen und voller Liebe durchs Leben zu gehen. Lass zu, dass der Schmerz dich zu kreativen Dingen antreibt, die Veränderungen bewirken.“ Berührend: Koko Capelle stellte mit Notizbuch in der Hand ganz neue, persönliche Lieder vor. Ihre Familie schaute per Videocall zu.

Koko begeisterte mit ihrer Stimme und Performance ihre Fans – und auch die Kinder im Park.

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Russische Rakete als Musikinstrument

Das ukrainische Kollektiv Opera Aperta spielte auf Resten einer russischen Hurrikane-Rakete ein Wiegenlied – bei der Programmpräsentation der Wiener Festwochen am Badeschiff. Heuer widmet sich das Festival unter dem Titel „Republic of Gods“ den Themen Religionen, Kunst und Krieg.

Musik ist Revolution – wenn eine Rakete zum Chello wird.

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Bilderbuch sind auch eine Jazzband

An Bilderbuch merkt man, wie die Zeit vergeht. Die ehemalige Schülerband aus Oberösterreich – die anfangs Kindermärchen wie den „Suppenkasper“ vertonte – feierte in der Wiener Stadthalle ihr 20-jähriges Jubiläum. Natürlich mit Hits wie „Maschin“ und „Bungalow“. Weit spannender war allerdings die Liveversion von „Aber Airbags“ – gefühlt zehn Minuten lang, mit Gitarrensolo und Rhythmuswechsel. Genial! Fazit: Bilderbuch sind in Wahrheit eine Jazzband!

Maurice Ernst: „Irgendwann hab ich hier Rihanna gesehen. Heute bin ich Rihanna – Vienna!“

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Amadeus: Sodl gewinnt FM4-Award

Zum 25. Mal wurden die Amadeus Austrian Music Awards vergeben! Zum ersten Mal nicht im Wiener Volkstheater, sondern in der riesigen Marx-Halle. Den Lebenswerk-Preis bekamen die Seer („Wir sind jetzt Legenden!“), den FM4-Award erhielt die 21-jährige Sängerin Sodl. Bei der Show performte sie ihr Lied „I am a Woman“ und sagte dazu: „Ich habe darin die Unsichtbarkeit verarbeitet, die man als Frau oft spürt. Und ich hab mir gewünscht, dass man ein bisschen ernster genommen wird.“

ESC-Starter JJ und die AAMA-Preisträger Sodl, Rian und Oska.

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Jam Sessions im Zwe

Neben dem Porgy & Bess und dem Jazzland gibt es in Wien noch einen weiteren spannenden Jazz-Club – das Zwe in der Floßgasse 4. Ein kleines Kellerlokal mit täglichen Konzerten. Bei der Jam Session am Mittwoch war das Lokal gesteckt voll. Unglaublich, wie viele Menschen im musikalischen Untergrund Platz haben – und sich wohlfühlen!

Livemusik aus nächster Nähe – mit Thomas Kugi, Oliver Kent, Uli Langthaler und Dusan Novakovic.

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Glanzwürmer bei Wien Modern

50 Uraufführungen stehen heuer bei „Wien Modern“ auf dem Programm, dem Festival für neue Musik. Als Sujet sind Glanzwürmer zu sehen, die einen Knäuel bilden. „Es geht um das Gemeinsame“, erklärt Festivalleiter Bernhard Günther. Insgesamt bespielt das Festival heuer 28 Orte – vom Palmenhaus, Musikverein, Konzerthaus, Secession bis zur Ruprechtskirche – und verspricht neue Klangerfahrungen. Bernhard Günther dazu: „Meine Oma hat immer gesagt: Man wird alte wie eine Kuh, aber lernt immer dazu.“

Bernhard Günther im Brahms-Saal des Wiener Musikverein

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Wie klingt die Weltmusikhauptstadt heute?

Wien bezeichnet sich gerne als Weltmusikhauptstadt – und verweist auf Mozart, Beethoven und Strauss. Mag sein, aber wie klingt Wien heute? Was passiert aktuell in den Probekellern und Studios der Stadt? Antworten versucht die neue ORF-Serie Musiksommer zu liefern. Dabei werden 40 aktuell spannende Künstlerinnen und Künstler in dreiminütigen Fernsehbeiträgen vorgestellt. Insgesamt also rund 120 Minuten Musik „made in Vienna“! Vom Gemüseorchester bis zur Punkband Leftovers, von der Drum-and-Bass-DJ Youphoria bis zum Klassik-Superstar Maria Duenas. Was treibt sie an? Welche Herausforderungen und Ziele haben sie? Wie klingt die neue Musik aus Wien? Hier geht es zu den aktuellen Porträts!

Making-of des Musiksommers: Lisa Veits und Florian Kobler porträtieren MusikerInnen aus Wien

„Eine heile Welt, die eine Weile hält“

Die Familie Lässig ruft bei ihren drei Neujahrskonzerten im Wiener Stadtsaal „Eine heile Welt“ aus. Gunkl erklärt, dass es sich dabei um eine präfaktische Behauptung handelt. „Manchmal muss man Dinge behaupten, bevor man sie in die Wirklichkeit wuchten kann.“ Es sei entscheidend, dass die Idee gefasst und formuliert sei. Man könne nicht einfach darauf warten, dass sie zufällig passiert. Neujahrsvorsätze haben also doch einen Sinn! Gutes, neues Jahr 2023!

 Die Familie Lässig probt in einem geheimen Keller im 15. Bezirk – und besteht aus Gunkl, Manuel Rubey, Cathi Priemer, Clara Luzia, Gerald Votava und Boris Fiala.

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Baustellen-Party über Wien

Eine Party mit DJs im Lockdown? Ja, das geht, wenn das Publikum zuhause bleibt und nur per Stream mitfeiert. Steve Hope und Philipp Straub haben zwei Stunden lang auf der Dachterrasse einer Hotelbaustelle vor mehreren Kameras aufgelegt. Die Aufnahmen hat Wien-Tourismus als „Zeichen der Hoffnung“ hinaus in die Welt geschickt. Der Gastgeber, das Musikhotel Jaz in the City, will im Sommer in der Windmühlgasse eröffnen. Bis der internationale Tourismus zurückkehrt, setzt es auf musikliebende Einheimische: Die Lobby wird ein Schallplatten-Geschäft, die Zimmer dienen als Proberäume samt Plattenspieler und neben den Bars gibt es Bühnen für Liveauftritte – für die Zeit nach der Pandemie.

Steve Hope hofft auf baldige Rückkehr des Party-Nachtlebens

Im T-Shirt ins Konzerthaus

In manchen Nächten öffnet das Konzerthaus seinen Keller für junge Bands aus Österreich. Jugendliche begeben sich dann in das ehrwürdige Haus, geben ihre Jacken artig an der Garderobe ab, lassen ihr Bier in einen Plastik-Mehrwegbecher umfüllen, nehmen vom Publikumsdienst verwundert ein Programmheft entgegen und machen sich, wenn es läutet und blinkt, zum verdunkelten Berio-Saal auf. Der Holzboden ist extra mit schwarzen Gummimatten abgedeckt. Um 21.30 Uhr gehen die sogenannten City Sounds-Konzerte los. Am Dienstag traten Naked Cameo auf, die es mit ihrer ersten Single Luddite auf Platz 1 der „Spotify Viral Charts“ geschafft haben. Top: Das Konzerthaus steht für Qualität. Auch bei Popkonzerten im Keller ist der Sound sagenhaft gut.

Der Berio-Saal ist bei den „City Sounds“ fast nicht wiederzuerkennen