Bunte Ballett-Show in der Oper

Ballett in der ehrwürdigen Wiener Staatsoper: Wer denkt da nicht an Nussknacker oder Schwanensee… Doch Slapstick? Modern Dance? Stop Motion? Mit „A Suite of Dances“ zeigte der amerikanische Choreograph Jerome Robbins, was Ballett alles kann. Etwa ohne Bühnenbild eine Stadt erschaffen oder die gesamte Oper zum herzhaften Lachen bringen.

Besonders die „Unterhaltung“ zwischen Cellistin und Solotänzer zu Bach und die mit Spannung geladene Choreo Glass Pieces zu Trommelmusik gingen unter die Haut. Überhaupt nahmen sich die einzelnen Nummern den Luxus heraus, im Orchestergraben die Wiener Philharmoniker sitzen zu haben, häufig aber Soloinstrumente wie Klavier, Geige oder eben Cello direkt auf der Bühne ins Rampenlicht zu holen. Erst am Ende durfte das Opernorchester seine gewohnte Pracht beweisen. Überraschungen, Emotionen, Wow-Effekte: Auch der „Nachwuchs“, die vielen Mädchen in Ballettschuhen im Publikum, waren von diesem kurzweiligen Abend schwer beeindruckt.

Die tanzenden Schmetterlinge versucht der Pianist am Ende mit dem Kescher einzufangen.

Lichttechnik in der Staatsoper

Wo befinden sich die gemütlichsten Sessel der Wiener Staatsoper? – In den Räumlichkeiten der Lichttechnik! Nirgendwo sonst kann man eine vierstündige Opernaufführung in bequemen Büro- oder Autosesseln aussitzen.

Alles im Überblick: Die Lichtregie in der Staatsoper

Wie im Cockpit: Die Lichtregie in der Staatsoper

Hinter Gittern: Von hier verfolgen die Lichttechniker das Geschehen auf der Bühne.

Hinter Gittern: Von hier verfolgen die Lichttechniker das Geschehen auf der Bühne.

Länger als die Vorstellungen dauern meistens die Probenarbeiten. Das Licht muss stets den variierenden Vorstellungen der Regie entsprechen. Ein Gedicht, das neben dem Lichtmischpult aufgehängt wurde, beschreibt die Arbeit der Techniker. „Wir ändern morgen, ändern heut, wir ändern wütend und erfreut. Wir ändern ohne zu verzagen, an allen sieben Wochentagen. (…) Wir ändern heut und jederzeit, zum Denken bleibt uns wenig Zeit.“

Die Aussicht eines "Verfolgers".

Die Aussicht eines „Verfolgers“.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Der Blutschrank in der Maske

Bevor die Stars der Wiener Staatsoper die Bühne betreten, verbringen sie rund eine halbe Stunde in der Maske. Dort werden sie von Maskenbildnern für das jeweilige Werk vorbereitet. Die Maskenbildner sind jedoch nicht nur für das Make-up zuständig, sondern leisten oft auch psychologische Betreuung, reden den Schauspielern gut zu und lassen das immer wiederkehrende Lampenfieber verschwinden.

Ein klassischer Theaterspiegel in der Wiener Staatsoper.

Ein klassischer Theaterspiegel in der Staatsoper.

Ein besonders gruseliger Anblick im Zimmer ist der durchsichtige Kühlschrank. Darin stehen nicht nur Milch, Mineralwasser und Orangensaft, sondern auch dutzende Kapseln und Flaschen Theaterblut.

Ein gewöhnlicher Kühlschrank voller Theaterblut.

Ein gewöhnlicher Kühlschrank voller Theaterblut.

Natürlich arbeiten Maskenbildner nicht nur mit Make-up, sondern auch mit Modelliermasse, falschen Bärten, Haaren und Glatzen etc.

Dutzende Autogrammkarten und Erinnerungen schmücken das Zimmer.

Dutzende Autogrammkarten und Erinnerungen von Theaterlegenden schmücken das Zimmer.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch.