„Gentle Monster“: Mehr Prävention als Ziel

Wenige Tage nach dem „Fall Gunkl“ und vier Jahre nach dem „Fall Teichtmeister“ feierte Marie Kreutzers neuer Film „Gentle Monster“ Premiere im Wiener Gartenbaukino – mit dem Thema Pädokriminalität: „Der Ursprung war ein Zeitungsartikel in der deutschen Zeitung ‚Die Zeit‘ im Jahr 2020 über einen großen pädokriminellen Ring in Deutschland. Und dieser Artikel hat mit bewusst gemacht, dass ich mit Sicherheit nicht nur Opfer, sondern auch Täter von sexualisierter Gewalt gegen Kinder kenne“, so Kreutzer.

Täter würden laut der Regisseurin zu viel Raum bekommen, dabei gehe es um die Opfer: „Wir können so viel mehr in der Prävention machen. Wenn es um einen prominenten Fall geht wie jetzt, dann reden wir wieder über Strafen. Letztlich wäre aber wichtiger, dass wir alles tun, um solche Fälle zu verhindern oder zumindest zu minimieren.“

Laurence Rupp, Marie Kreutzer und Jella Haase bei der Wien-Premiere

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Otto-Wagner-Pavillons als Gastrostände

Der Zirkus Roncalli feiert 50-jähriges Jubiläum und hat dafür den Wiener Rathausplatz nostalgisch „roncallisiert“. Neben den Zelten stehen ein Salonwagen aus dem Jahr 1923, eine Voigt-Orgel, ein Retro-Riesenrad – und Gastrostände, die wie Otto-Wagner-Pavillons aussehen.

Die Gastrostände des Circus-Theater Roncalli am Rathausplatz

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Die Schöne und der Mist

Zufall oder ein Streich? Im September feiert das Disney-Musical „Die Schöne und das Biest“ Premiere im Wiener Raimund Theater. Gleichzeitig wirbt die MA 48 auf Mistkübeln mit dem Spruch: „Heute: Die Schöne und der Mist“.

Musicalwerbung vs. Mistkübelspruch

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Opernhaus als Bilderrahmen

Die Wiener Staatsoper hat gemeinsam mit „Museum in Progress“ den neuen „Eisernen Vorhang“ präsentiert. Erstmals stammt er von einem nicht mehr lebenden Künstler – Herbert Brandl. Ein abstraktes Bild, inspiriert vom Wasser und Weltall. Kunst, die zum Perspektivenwechsel einlädt. Ein Vorhang, der nicht trennt, sondern neue Wege eröffnet. Brandl soll gesagt haben: „Malerei ist Ewigkeit, die zu schnell vergeht.“

Das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper begleitete den Festakt.

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Opernhits bei Opern Air

Die Wiener Staatsoper hat die neue Saison erneut spektakulär mit einem „Opern Air“ im Burggarten eingeläutet. Bei bestem Wetter sangen Klassik-Stars mehr oder weniger bekannte Arien für tausende Fans – und Fernsehkameras. Asmik Grigorian brillierte etwa bei „Habanera“ (Carmen), Juan Diego Flórez bei „Ah! Mes amis“ (Die Regimentstochter) und Piotr Beczala bei „Nessun Dorma“ (Turandot). Und tatsächlich – niemand hat geschlafen!

Ein weiterer Höhepunkt: Asmik Grigorian und Piotr Beczala singen das Duett „Vogliatemi bene“ aus „Madama Butterfly“.

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„Waffen“ in der U-Bahn-Station

Das Künstlerkollektiv „Nuclear Family“ hat in der Wiener U-Bahn-Station Karlsplatz hinter einer Vitrine einen „Waffen Nowak Outlet Store“ eingerichtet. Die Ausstellung soll zur kritischen Auseinandersetzung mit der Rüstungsindustrie anregen.

Die Papier- und Kartonwaffen sollen die U-Bahn-Fahrgäste irritieren.

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Die Couch als Feind der Live-Musik?

Neben dem Westbahnhof steht aktuell ein stacheliges Sofa mit einer Botschaft: Die „unbequeme Couch“ möchte dazu animieren, wieder mehr Live-Konzerte zu besuchen – anstatt auf der Couch abzuhängen. Aber liegt es wirklich an der Bequemlichkeit der Menschen – oder nicht doch (auch) an teuren Ticketpreisen?

Popmusikerin Sophie Royer gab über der „Uncomfy Couch“ ein Gratiskonzert.

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Dresden Dolls zurück in der Arena

Nach 21 Jahren sind The Dresden Dolls in die Arena Wien zurückgekehrt – mit ihrem alten neu aufgenommen Album „Yes, Virginia (Tailor’s Version)“. Das Open-Air war gut besucht. Das Duo aus Boston hat in Österreich treue, textsichere Fans („My Alcoholic Friends“…). Sängerin Amanda Palmer erzählte, dass sie Wien erstmals im Sommer 1996 mit ihrer Mama besuchte. Ein Typ zeigte ihr gleich mal den „Friedhof der Namenlosen“ – und die Arena. Zur legendären Punk-Location sagte sie: „This is the best fucking place in the world.“

Agnes Verano (Voract) mit Amanda Palmer und Brian Viglione (The Dresden Dolls)

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„Müll-Kunst“ am Graben

Am Graben ist aktuell eine Skulptur von Bildhauerin Claudia Märzendorfer zu sehen. Ihr Werk „A Chicken Can’t Lay a Duck Egg“ zeigt unter anderem Flaschen, Kanister und Säcke. Ein Mahnmal, denn Plastik brauche „450 Jahre, um zu immer noch umweltbelastendem Mikroplastik zu zerfallen.“

„Eingefrorener“ Plastikmüll am Graben. Ein Projekt von KÖR – Kunst im öffentlichen Raum.

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Mendt über ihre Austropop-Rolle

Marianne Mendt eröffnete das Popfest am Wiener Karlsplatz. Die 80-jährige Sängerin wird als Mitbegründerin des Austropops gefeiert. Sie selbst sagt: „Wienerlieder und Dialekt hat es immer schon gegeben. Ein Novum war, dass ich ein junges Mädel war und eine Big Band hatte, die swingend hinter mir wunderbare Arrangements geschrieben hat. Und die Leute, die für mich geschrieben haben – ob es ein Bronner, ein Heller, ein Danzer war. Die waren sensationell und ich hab davon profitiert. Das war das wirklich Einzigartige.“

Marianne Mendt und Kuratorin Sophie Royer läuteten mit der „Glock’n“ das Popfest ein.

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