Die „Queen of Austria“ (Conchita Wurst) trohnte Montagnacht über Schloss Schönbrunn. Eine kurze Show mit 3.000 Drohnen stimmte auf den Eurovision Song Contest in Wien ein – mit leuchtenden Bildern von Österreichs Siegeracts. Zu sehen waren Udo Jürgens Klavier, Conchita Wurst samt Phoenix-Flügel und JJs Papierschiff. Spektakulär!
Conchita Wurst gewann den ESC 2014 in Kopenhagen mit „Rise Like a Phoenix“Johannes Pietsch (JJ) gewann den ESC 2025 in Basel mit „Wasted Love“Die Firma Cyberdrone zauberte Logos und Bilder über Schönbrunn.
Buchtipp:Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.
„Er war ein Künstler“, beschreiben ihn ehemalige Mitarbeitende. Albin Zappe, geboren 1921, musste nach dem Zweiten Weltkrieg aus Gablonz im Sudetenland (heute „Jablonec nad Nisou“) nach Österreich fliehen. Er gehörte zu den ersten „Gablonzern“, die sich im Schloss Losensteinleiten bei Steyr niederließen und dort mit einfachsten Werkzeugen Schmuck herstellten – aus alten Blechdosen und Wrackteilen. Obwohl er im Krieg einen Arm verloren hatte, gründete er 1946 seine eigene Schmuckfirma und „kam gut über die Runden“. Als seine jüngeren Brüder aus der Kriegsgefangenschaft freikamen, verlegte er gemeinsam mit ihnen die Schmuckproduktion in eine Holzbaracke neben dem Schloss.
Albin Zappe und sein Schmuck – mit Swarovski-Steinen
Neugablonz in Enns
1951 zog er – wie viele ehemalige Gablonzer Schmuckerzeuger – nach Enns. Sie gründeten dort den neuen Stadtteil „Neugablonz.“ Albin Zappes Firma befand sich zuerst in den ehemaligen Reitstallungen der Lerchentaler Kaserne und danach in einem neu gebauten Gebäude in der Gürtlerstraße. „Albin Zappe und Brüder“ hatte in den 60er-Jahren bis zu 120 Mitarbeitende. Als gelernter Gold- und Silberschmied entwarf Albin Zappe zehntausende Broschen, Ringe und Ketten – und exportierte seinen Modeschmuck in 20 Länder wie Japan, Frankreich und die USA.
„Ich habe Broschen gemacht, wo 50 Lotstellen sind. Die hat man in Amerika gar nicht machen können. Da haben wir einen großen Umsatz gemacht. Durch die Qualität und die viele Handarbeit.“ (Albin Zappe)
Heute gibt es die meisten Schmuckfirmen in Enns nicht mehr. Allerdings erinnert in der Gürtlerstraße das Museum der Gablonzer Industrie an die Geschichte der Schmuckerzeuger.
„Albin Zappe und Brüder“ in der Gürtlerstraße in Enns
Buchtipp: Mehr über Albins abenteuerliche Geschichte und jene der Gablonzer Schmuckerzeuger ist im BuchInge – Bomben, Schmuck und Strümpfezu lesen.
Eine riesige KAWS-Figur steht aktuell vor der Albertina Modern. Sie bewirbt die Ausstellung „KAWS. Art & Comix“, die bis September zu sehen ist. KAWS arbeitete in den 90er-Jahren als Graffiti-Künstler und ist bekannt für seine Figuren mit durchkreuzten Augen.
Beliebtes Fotomotiv. Eine Figur des US-Künstlers KAWS vor der Albertina Modern.
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Die deutsche Künstlerin Folke Köbberling hat einen Luxus-Offroad-SUV aus kompostierbarem Stoff auf den Karlsplatz gestellt. Die Skulptur verottet nun langsam – als Protest gegen die Vorherrschaft der Autos im öffentlichen Raum.
Maaaaash! von Folke Köbberling (Klima Biennale und KÖR 2026)
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Mit zwei Skulpturen von Erwin Wurm feiert das Wiener Hotel Sacher sein 150. Jubiläum. „Eine kostbare Ladys Bag und eine seriöse Herren-Aktentasche krönen fünf Meter lange dünne Beine und führen ein komisches Ballett vor dem traditionsreichen Haus auf“, schreibt Kunsthistoriker Klaus Albrecht Schröder. Die beiden „Kopffüßler“ seien eine Parabel des Konsumzeitalters. „Du bist, was dein Accessoire repräsentiert.“
Vermenschlichte Dinge oder Statussymbole? „Step Big“ und „Dancer“ vor dem Hotel Sacher
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Von kreativen Schmuckstücken aus Flugzeugblech und Keksdosen der US-Army bis zu glitzernden Broschen und Ball-Krönchen mit Swarovski-Steinen: Renate und Erwin Friedrich betreiben in Enns in der Gürtlerstraße 19 das „Museum der Gablonzer Industrie“.
Besucherinnen und Besucher können in die Welt des Gablonzers Modeschmucks eintauchen. Auch die Geschichte der Gablonzer Schmuckerzeuger wird erzählt. Viele sind nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben worden und haben in Oberösterreich eine neue Heimat gefunden, erzählt Friedrich: „Die Leute haben sich aufgerafft und wieder etwas aus ihrem Leben gemacht.“
Besuche und Führungen sind jederzeit mit Voranmeldung (office@friedrich-schmuck.at) möglich.Museum der Gablonzer Industrie, Gürtlerstraße 19, 4470 Enns
Museumsbetreiber Erwin Friedrich hat selbst 35 Jahre lang Modeschmuck produziert.„Christbaumschmuck“: Viele Vitrinen zeigen die Kreativität der Gablonzer.Das „Museum der Gablonzer Industrie“ in Enns erzählt die Geschichte der Schmuckerzeuger.
Dazu ein Buchtipp:Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.Blick ins Buch.
Ein Set – bestehend aus Teilen wie Bär, Robbe, Eisberg und Schiff: Das Schweizer Street-Art-Duo „Nevercrew“ malt gerade auf einen Wiener Gemeindebau in der Baumgasse das Mural „Souvenir“ für die Klima Biennale.
Christian Rebecchi und Pablo Togni (Nevercrew) zeigen Natur als zerlegbaren Bausatz.
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Sieben Street-Art-Porträts von Frauen und Flinta sind aktuell bei der Brunnenpassage am Yppenplatz zu sehen. Die Kunstwerke sind auf Einladung von Negin Rezaie bei einem „Fearless Collective“-Workshop gemalt worden – als Botschafterinnen für Mut und Gerechtigkeit.
Das Fearless Collektive nützt Street-Art, um mutige Menschen und ihren Einfluss zu zeigen.
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„Depression im Kabarett – super Thema, oder?“ Homajon Sefat ist zurück auf der Bühne! In seinem neuen Programm „Romantik“ verarbeitet der Kabarettist (auch) seine psychische Erkrankung. „Reiß dich zam! sagt man immer zum Depressiven. Man würde es nie zum Leprakranken sagen.“ Sefat gräbt in der Familiengeschichte („Ich bin halb Perser, ich musste mir die Rosinen aus den Rosinen picken.“), erzählt vom „hässlichen“ Klosterneuburg und vom Malen nach Zahlen („Ich bin kreativ, aber kenne meine Grenzen.“). Das Publikum hilft ihm gegen die Einsamkeit. „Es freut mich, dass Sie noch da sind. Ich wollte in der Pause gehen. Aber wohin?“
Homajon „Seefahrt“ geht unter, spricht mit Meerestieren und Pamela Anderson, und taucht mit überraschenden Pointen wieder auf. Nebenbei spielt auch Romantik eine Rolle. („Die Hochzeit ist der erste Schritt zur Scheidung.“) In der Epoche der Romantik lag die Lebenserwartung zwischen 25 und 40 Jahren. Deshalb habe es damals kein Kabarett gegeben. „Es fehlte das Publikum.“ Fazit: Ein Sefat, der ist lustig. Er weiß, was in Zeiten wie diesen wirklich hilft: „Homajon-pathische Medizin!“
Homajon Sefat bei der Premiere in der Kulisse Wien: „Heutzutage darf man ja nichts mehr sagen. Aber ich darf das sagen! Zwei meiner besten Freunde sind Rassisten!“
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Die Bestattung Wien bietet ab sofort Holzsärge und Urnen mit Graffiti an. Gestaltet werden sie ganz individuell vom international tätigen Muralist und Künstler Skribl. Er freut sich über die neuen Aufträge und sagt: „In Lateinamerika und Afrika werden oft Särge bemalt.“
Skribl sprüht Graffiti-Schriftzüge, aber auch Tiere, Skelette und Totenschädel.
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