Vintage-Deko für Weihnachten

Oft sind Antiquitätengeschäfte so dunkel, unfreundlich und klein gestaltet, dass man sich gar nicht so recht hineingehen traut. Ganz anders ist das bei Catrinette in der Porzellangasse. Hier kann man ungestört stöbern, schauen und einkaufen. Im Angebot gibt es Möbel, Mode und Elektronikgeräte, die funktionieren! Auf Facebook wird stets über die neueste Altware informiert. Fazit: Die Wiener Porzellangasse ist wegen ihrer kleinen Spezialgeschäfte und Nahversorger ohnehin einen Spaziergang wert. Catrinette bietet dafür noch einen Grund mehr, wenn man originelle Geschenke für sich oder für Weihnachten sucht!

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Fleischfressende Rehe im Kabarett

Einen Horror-Psychokrimi mit fleischfressenden Rehen, einer (fahr)lässigen Mörderin, sich selbst erschießenden Polizisten, einem sprechenden Wunderbaum und vielen weiteren skurrilen Figuren stellt Berni Wagner in seinem Kabarettprogramm „Schwammerl“ auf die Bühne.

Bernhard Wagner

Schwammerl-Horror-Show mit Wagner

Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, kippt in eine äußerst vergnügliche Drogenrausch-Geschichte hinein – und kommt erst wieder heraus, wenn Wagner ein mit Schweiß getränktes Taschentuch von der Bühne schießt, mit der Gitarre Erotikmessen-Gstanzl und Anti-Austropop-Lieder trällert oder einen Poetry-Slam-Text vorträgt.

Bernhard Wagner

Berni Wagner im Kabarett Niedermair

Fazit: Wagner, der sowohl musikalisch als auch schauspielerisch hoch talentiert ist, testet die Schmerzgrenzen des Publikums. Als Geschichtenerzähler gelingt es ihm aber, das Publikum für einen Abend in seine verrückte Welt zu holen. Sein Programm „Schwammerl“ ist die Horror-Show des Kabaretts, die man erlebt haben muss.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Akrobatik an der Orgel

Keine Frage, die Orgel ist sowohl akustisch als auch optisch ein beeindruckendes Instrument. Schade nur, dass man in den meisten Kirchen den Orgelspieler am Balkon nicht sieht – selbst wenn man sich für den Versuch den Hals verrenkt. Daher ist es umso empfehlenswerter, sich einmal einen Orgelabend im Anton Heiller-Saal am Wiener Institut für Orgel, Orgelforschung und Kirchemusik anzuhören.

Marco Paolacci spielt "Trois Danses" von Jehan A. Alain

Marco Paolacci spielt „Trois Danses“ von Alain

Hier sitzt man direkt hinter dem Protagonisten und hört nicht nur, sondern sieht auch, welche Tasten gedrückt, welche Pedale bedient und welche Register gezogen werden. Man fiebert mit dem Notenwender mit, der keinen Fehler machen darf, und natürlich mit dem Künstler, der seine Füße verrenkt und dirigiert, während er auf bis zu drei Tastaturen gleichzeitig werkt. Fazit: Wow! Selbst wenn man normalerweise auf Orgelmusik pfeift, sollte man ein gutes Orgelkonzert mal aus nächster Nähe gesehen und gehört haben.

Studierende von Pier Damiano Peretti im Anton Heiller-Saal

Studierende von Pier Damiano Peretti bei einem Konzert im Anton Heiller-Saal

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Kabarettpreis im Kasperltheater

Erst Bussis, Sekt und Selfies – danach wurde der Österreichische Kabarettpreis 2014 in der Wiener Urania gestern Abend offiziell verliehen. Kunstfigur Petutschnig Hons erhielt den Publikumspreis für ein YouTube-Video, in dem er eine Red-Bull-Dose mit einem Hammer zerschmettert, Kabarettist und Boxkampfrichter Werner Schneyder bekam den undotierten Sonderpreis überreicht, weil er als politischer Kommentator weiterhin unkäuflich bleiben soll.

Vitasek scherzte gerade über jene Bank, die den Kabarettpreis sponserte.

Vitasek scherzte gerade über jene Bank, die den Österreichischen Kabarettpreis sponsert.

Otto Jaus bekam den Förderpreis verliehen und bedankte sich augenzwinkernd ganz herzlich bei seiner Agentin, die gleichzeitig Organisatorin des Österreichischen Kabarettpreises ist – und sich nun allerhand Gerüchte anhören darf. Völlig unbegründet übrigens, denn stimmberechtigt war ausschließlich die Fachjury, bestehend aus Kulturjournalisten aus ganz Österreich. Andreas Vitasek erhielt den Hauptpreis für sein zwölftes Soloprogramm „Sekundenschlaf“. Die Show wurde ihm beinahe von einem Mann gestohlen, der sich während seines Auftritts mit einer Handkamera auf die Bühne stellte und das Publikum filmte. „Hier spielt die Musi“, sagte Preisträger Vitasek und schob ihn von der Bühne.

Niavarani zu seinem Schützling Otto Jaus: "Hör dir das an, was ich geschrieben habe"

Niavarani zu seinem Schützling Otto Jaus: „Hör dir das an, was ich geschrieben habe“

Zu den großen Highlights des Abends gehörten die Showauftritte der Erdöl-, äh, Kernölamazonen sowie die Laudatio von Michael Niavarani, der augenzwinkernd meinte, man solle so jungen und gefährlich-talentierten Kabarettisten wie Otto Jaus keinen Preis in den Arsch schieben. Denn zu seiner Zeit hätte es so eine Karrierehilfe und Finanzspritze auch nicht gegeben.

30 Jahre nach dem Deutschen Kabarettpreis bekam Schneyder nun den ÖKP

30 Jahre nach dem Deutschen Kabarettpreis bekam Werner Schneyder nun den ÖKP

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Geheimtipp für Graffiti-Fans

Es gibt ja zahlreiche Mauern in Wien, wo wunderschöne Graffiti-Kunst zu bewundern ist. Gemeint ist tatsächlich Kunst, nicht „Puber“. Eine vielleicht weniger bekannte Kunstmeile ist die Theresianumgasse in Wieden. Hier ein paar Fotos, die mit einer Handykamera im Vorbeigehen geknipst wurden, wohlgemerkt mit zerkratzter und beschmierter Linse.

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Kunst aus Kugeln

Vor dem neuen Musiktheater in Linz befindet sich ein Haufen Kugeln. Die „Kugelskulptur“ aus Aluminium wurde von Hans Kupelwieder designt und von der Firma Kunstguss Wagner gefertigt. Hinter dem Kunstprojekt steckt im wörtlichen Sinne ein Lüftungshäuschen, das nun durch das Kugelnetz verkleidet wurde und nicht mehr sichtbar ist. Offiziell soll es sich bei den Kugeln um eine Anspielung auf ein Rechenbeispiel von Johannes Kepler handeln. Na dann…

Musiktheater Linz Kugelskulptur

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

20 Jahre Kulturarbeit in der Zuckerfabrik

Das Kulturzentrum d’Zuckerfabrik in Enns feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einer aufwendig gestalteten Retrospektive von Ulla Seifert. Ein Besuch zahlt sich aus, da die Fotoausstellung eine Zeitreise in die vergangenen 20 Jahre der außergewöhnlichen Kultureinrichtung sowie Blicke auf Künstler wie TM Stevens oder Robbin Thompson zulässt. Infos dazu gibt es auf der Homepage.

Zucker Ausstellung

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Elton John begeistert mit Best-of-Show

Von Elton John kann man halten, was man will. Aber seine Stimme ist unverwechselbar, seine Hits wie „Circle of Live“, „Your Song“ oder „Rocket Man“ haben die Musikwelt bereichert und seine Live-Konzerte sind ein Besuch wert. Gestern zeigte sich der Weltstar bei seiner zweieinhalbstündigen Wien-Show von seiner besten Seite. Hier zwei Fotos:

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Elton John 2013: Schräges Outfit, klassische „Wien ist super“-Ansagen, ein bisschen Lob für den Life Ball, geniale Band, volle Power, virtuoses Klavierspiel.

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Nach zwei Stunden sprangen die Fans von ihren Sesseln und machten aus dem Sitz- ein Tanzkonzert. Elton John zeigte sich publikumsnah und gab Autogramme.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Sommerfestival am Donaukanal

„Sonnenschein und Party“ statt „Hochwasser und Regenwetter“: Das Wiener „Donaukanaltreiben“-Festival darf sich dieses Wochenende über Traumbedingungen freuen. Subjektiver Höhepunkt des heutigen Tages war das Popduo „Keiner mag Faustmann“ auf der Bühne neben dem Adria-Café. Die Band wurde durch ihren Sommerhit „Wien-Berlin“ bekannt. Kürzlich gaben sie ein Konzert im RadioCafe. Hier der Livemitschnitt. Morgen stehen „Heinz aus Wien“ und „Dirk Stermann“ am Programm.

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Drei Tage lang spielen zahlreiche Bands und DJs entlang des Donaukanals. Vor wenigen Tagen bestand hier noch akute Hochwassergefahr.

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Aktuell eine der besten Livebands Österreichs: „Keiner mag Faustmann“ (Lisa Keiner am Klavier und Robi Faustmann an der Gitarre)

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Nebel des Krieges in Favoriten

Heute geht eine der besten Festwochen-Produktionen zu Ende: „Die Kinder von Wien“ von Robert Neumann in der Inszenierung und Fassung von Anna Maria Krassnigg. Das Werk erzählt von „übrig gebliebenen“ Kindern, die den Krieg überlebt haben, auf sich alleine gestellt sind und sich im Winter 1945/46  in einem ruinenhaften Keller verstecken. Dort versuchen sie durch Diebstahl, Raub, Mord, Handel am Schwarzmarkt und Prostitution zu überleben. Ein amerikanischer Reverend findet die Gruppe, gewinnt ihr Vertrauen und versucht sie aus ihrer misslichen Lage zu retten. Doch der Versuch scheitert…

links bühne rechts bar

Beeindruckende Atmosphäre in der Expedithalle der ehemaligen Ankerbrotfabrik: Links das Bühnenbild, in der Mitte der Publikumsbereich, rechts das „Foyer“.

Das Besondere an dieser Inszenierung ist vor allem das Bühnenbild. Das Stück spielt in einer großen Halle. Alles ist vernebelt. Für den ORF durfte ich übrigens ein Interview mit der Regisseurin Anna Maria Krassnigg führen.

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Der Nebel des Kriegs: Gruselige Kellerstimmung

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.