Schweinchen im Teletext

Pixelkunst gab es bereits im Vorjahr im ORF Teletext zu sehen. Damals gestalteten 18 Künstler beim internationalen Teletext Art Festival (ITAF) jeweils eine Seite. Dabei hatte jeder Künstler nur 24 Zeilen und 39 mögliche Zeichen in sechs Farben plus Weiß und Schwarz zur Verfügung. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Auch das neue Jahr startete der Teletext mit einer Grafik. Vor allem das grüne Kleeblatt ist großartig!

Mit Schweinchen und Glücksklee ins Jahr 2015

Mit Schwein und Glücksklee ins Jahr 2015

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Satire als humorvolles Hörspiel

Der Profil-Leserschaft sind die humorvollen und bitterbösen Satire-Kolumnen von Rainer Nikowitz wahrscheinlich bestens bekannt. Um den Texten zusätzliche Aufmerksamkeit zu geben, veranstaltete Kabarettist Florian Scheuba nun gemeinsam mit Nikowitz im Rabenhof Theater mehrere gemeinsame Lesungen unter dem Titel „Land in Sicht“. Fazit: Fans von Faymann, Fellner, Strasser, Grasser, Stronach, Mensdorff-Pouilly, Putin, Pröll, Rosenkranz und Co hatten an diesem Abend nichts zu lachen. Alle anderen schon!

Humorvolles Hörspiel mit Nikowitz und Scheuba

Hörspiel mit Nikowitz und Scheuba

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Entspannung mit Mozart

Die Antwort auf die Frage „Wie lange dauert es?“ gehört für viele zu den Hauptkriterien, ob sie ein Konzert besuchen oder nicht. Die Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart macht einem die Entscheidung leicht. Eine gute Stunde lässt es sich auf jeder Kirchenbank aushalten. Noch dazu, wenn das Werk vom Chor Ad Libitum und dem Ensemble Sonare Linz und der Leitung von Heinz Ferlesch aufgeführt wird, wie dies am Samstagabend in St. Valentin der Fall war. Großartig auch die Solisten Maria Erlacher, Simone Vierlinger, Richard Klein und wahrscheinlich auch Matthias Helm (Der Bass hatte nicht wirklich viel zu tun in dieser Messe). Fazit: Eine Stunde Entspannung und Genuss.

Mozarts c-Moll-Messe in der Kirche Langenhart

Mozarts c-Moll-Messe in der Kirche Langenhart

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

GameBoy-Abenteuer mit Gerafi

„Zongo – Liebe ist doch analog“ heißt das neue Kabarettprogramm von Gerald Dell’mour und Rafael Wagner. Als Duo Gerafi erzählen sie die Science-Fiction-Geschichte des Journalisten Frank Future, der das Geheimnis hinter „Zongo“ aufdecken will. Dabei handelt es sich um ein Computerprogramm, das über Antennen in die Köpfe der Menschen eingepflanzt und mit dem Internet verbunden ist.

Gerafi kritisieren den Smartphone-Social-Media-Selbstdarsteller-Wahnsinn.

Gerafi kritisieren den Smartphone-Social-Media-Selbstdarsteller-Wahnsinn.

Gerafi bieten dem Publikum zwei Stunden lang GameBoy-Musik, Pappkarton-Kostüme, Gesang, Rap, Musical, Tanz, Puppentheater und Schauspiel in bewusst übertriebener Form. Fazit: Unter Kabarett stellt man sich etwas Anderes vor. Gerafi präsentieren eher eine „All inclusive“-Theaterkomödie, eine rasante, überladene Leistungsschau mit höchstem Aufwand. Das ist – wahrscheinlich eher für junges Publikum – abwechslungsreich und zumeist sehr unterhaltsam.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Bärenjagd in Brigittenau

Sehr skurril: Man könnte glauben, dass man in der Jägerstraße in Brigittenau vor wilden Tieren sicher ist. Falsch gedacht, denn gerade dort kann es einem als Nachtschwärmer passieren, dass man plötzlich einem riesigen Bären gegenübersteht 🙂

Bär

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Eckel in intimer Gesellschaft

Wenn große Kabarettisten in kleinen Theatern auftreten, ist die Stimmung einzigartig. So auch gestern, als Klaus Eckel im Theater am Alsergrund sein Programm „Weltwundern“ zum Besten gab. Im Publikum saßen auffällige Deutsche, besserwissende Lehrer und eine Seniorenrunde, die sich als „Gruppe Intim“ vorstellte. Gut möglich, dass man in so einer Situation als Kabarettist die Bühne sofort wieder verlassen möchte – oder sich wünscht, wieder in großen Häusern zu spielen, wo mehr Abstand zum Publikum besteht. Aber Eckel blieb und baute die auffälligen Gestalten immer wieder gekonnt in seine Show ein. Fazit: Klaus Eckel ist ein Kabarett-Knüller. Er liefert Wortwitze, skurrile Gedanken und (spontane) Pointen im Sekundentakt, breitentauglich und doch hintergründig.

Klaus Eckel füllt die deutschsprachigen Kleinkunstbühnen - völlig zurecht!

Klaus Eckel füllt die deutschsprachigen Kleinkunstbühnen – völlig zu Recht!

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Angst um Otto Schenk

Das Theater in der Josefstadt zeigt derzeit das Stück Liebelei von Arthur Schnitzler. Das etwas ältere und stets hustende Publikum bekommt von Alexandra Liedtke eine minimalistische und großartig besetzte Inszenierung geboten. Florian Teichtmeister spielt Fritz, der im Duell getötet wird. Alma Hasun verkörpert seine (naive) Geliebte, Otto Schenk ihren gütigen Vater. Fazit: Keine Frage, Schenk ist großartig, doch hat man stets Angst, dass der 84-Jährige gleich von der Bühne kippt und nicht mehr aufsteht. Das Stück selbst wird spannend-gefühlvoll erzählt und hätte sich jüngeres Publikum verdient.

...aber wegen Otto Schenk in die Josefstadt

…aber wegen Otto Schenk in die Josefstadt

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Wahrheiten über die Theaterbranche

Die beiden Schauspielerinnen Ute und Tatiana ziehen in ihrem ersten Kabarettprogramm „Nein, wir nehmen sie nicht!“ über die Film- und Theaterbranche her. Sie erzählen unterhaltsam von mühsamen Operndiven, verwirrten Regisseuren, arroganten Max-Reinhardt-Seminar-Absolventen, fragwürdigen Castings, Stimmübungen und Proben. Eigentlich genug Stoff für einen lustigen Abend. Doch leider füllen sie die Überleitungen mit Vegetarier-, Zahnarzt-, AMS- und ÖBB-Witzen. Fazit: Flop, wenn Witze bemüht in Dialogform dargeboten werden. Top, wenn es um ihre Branche, das Theater, geht, wenn chinesisch auf der Bühne gesprochen wird und wenn Romeo und Julia auf Facebook miteinander flirten. Die Vorfreude auf das zweite Programm ist groß. Potenzial wäre da, dass aus Ute und Tatianas „Enments“ künftig Engagements werden – mit Gage eben.

Tatiana und Ute @ Area Wien

Tatiana und Ute zeigen Spielfreude und schauspielerisches Können im Theatercafé Aera

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Politik-Kabarett in der Kulisse

Mit seiner tagesaktuellen Programmreihe „Kabarainment“ begeistert Kabarettist Robert Mohor regelmäßig in der Wiener Kulisse sein Publikum. Auch gestern, bei der DVD-Aufzeichnung, baute Mohor jene Demonstranten ein, die noch wenige Stunden zuvor mit Bademantel bekleidet durch die Stadt zogen, um sich für mehr Lieder von Udo Jürgens einzusetzen. Auch die die österreichische Innenpolitik, der Ukraine-Krieg, der Islamische Staat und der Nahostkonflikt, Ebola und die E-Zigarette wurden thematisiert.

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In seiner Vortragsweise und Erscheinung (Glatze, Bart) erinnerte Mohor dabei manchmal an Roland Düringer. Klammert man die Lückenfüllerthemen „Sex am Strand“, „Alternativcafés“ und „Katholische Kirche“ aus, dann schaffte es Mohor, das Publikum auf höchst humorvolle und intelligente Weise zum Nachdenken zu bewegen. Und mehr kann man von einem gelungenen Kabarettabend nicht erwarten.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Gardiner berührt mit Leichtigkeit

Dirigent Sir John Eliot Gardiner und sein Monteverdi Choir sind für ihre CD-Einspielungen großer Vokalwerke – von Bach, Händel, Mozart bis Beethoven – berühmt und haben weltweit eine Fangemeinde. Nun boten sie im ausverkauften Wiener Konzerthaus gemeinsam mit den „English Baroque Soloists“ die Stücke „Christ lag in Todesbanden“ von Bach, „Stabat mater“ von Scarlatti und „Dixit Dominus“ von Händel mit einer unglaublichen Leichtigkeit, Exaktheit und Perfektion dar. Der Höhepunkt des Abends, das Händel-Duett De torrente in via bibet, wurde als Zugabe erneut gespielt. Anhören!

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.