Jauchzen und Jubeln

Nicht nur die Fußballfans haben am Sonntag vor dem Fernseher gejubelt, sondern auch das Publikum im Veranstaltungszentrum Gunskirchen. Dort gaben der Chor Ad Libitum und das Ensemble Sonare Linz unter der Leitung von Heinz Ferlesch ein Konzert. Dargeboten wurde unter anderem die „Cantus missae“ von Rheinberger und die Krönungsmesse von Mozart. Star des Abends war Elisabeth Wimmer: Die sympathische Sopranistin begeisterte mit Mozarts „Exsultate, jubilate“. Vor allem das „Alleluja“ sang sie traumhaft leicht und fröhlich. Verschiedene Versionen der Motette gibt es auf YouTube.

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Standing Ovation für Elisabeth Wimmer im Veranstaltungszentrum Gunskirchen.

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Das Ende der Bequemlichkeit

„Warum tut er sich das an“, fragte sich heute so mancher Gast in einer Wiener Buchhandlung. Hannes Androsch stellte dort sein neuestes Buch „Das Ende der Bequemlichkeit. 7 Thesen zur Zukunft Österreichs“ vor. Nach dem Bildungsvolksbegehren vor drei Jahren ist es sein nächster Versuch das Land zu verändern. Man kann zu Androsch stehen wie man will, aber man muss dankbar sein, wenn ein 76-Jähriger heutzutage noch an die nächste Generation denkt.

Voller Saal bei der Androsch-Lesung!

Voller Saal bei der Androsch-Lesung!

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Ö3-Comedy als Liveshow

Gernot Kulis ist ein sympathischer Comedian – ja, auch so etwas gibt es. Sein Programm „Kulisionen“ ist aber nur bedingt empfehlenswert. Wer auf nacherzählte Telefonscherze des Callboys („Der Bademeister ist doof“), Hans-Krankl-Imitationen („Huach zua“) oder auf eine Professor Kaiser-Prüfung („Was heißt I don‘t know auf Deutsch?“ „Ich weiß es nicht.“ „Das ist aber schlecht…“) steht, wird auf seine Kosten kommen. Fazit: Für wahre Fans des Ö3-Komikers ein amüsanter Abend. Für alle anderen genügt YouTube.

TV-Aufzeichnung im Gasometer

DVD-Aufzeichnung im Gasometer Wien

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Großes Kino im Kasino

Wer die Möglichkeit hat, sollte schnell zur Burgtheater-Kassa laufen und sich Karten für „Wunschloses Unglück“ von Peter Handke kaufen. Das Publikum im Kasino am Schwarzenbergplatz sitzt vor einer Leinwand und sieht einen Film über eine Frau, die einen minutiös geplanten Selbstmord begeht. Besonders an diesem Film (Regie: Katie Mitchell) ist, dass er unter und hinter der Leinwand live entsteht. Das Publikum kann sich also aussuchen, ob es sich ein Theaterstück, einen Film oder die Entstehung eines Films ansehen möchte. Fazit: Selten erlebt man abseits der Wiener Festwochen so einen faszinierenden Theaterabend. Großartig! Wunschlos glücklich!

Bei "Wunschloses Unglück" wird kein Theaterstück abgefilmt, sondern ein Live-Film gedreht.

Im Kasino wird kein Theaterstück abgefilmt, sondern ein professioneller Live-Film gedreht.

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Ein Musical über die Moral

Liebe endet nie“ singen Pia Douwes und Uwe Kröger im neuen Musical „Der Besuch der alten Dame“. Das Lied ist der einzige Ohrwurm. Ansonsten kann das Musical eher mit einem gewaltigen Bühnenbild punkten, etwa, wenn ein ÖBB-Zug auf die Bühne fährt. Auch der Inhalt des Dürrenmatt-Klassikers hat es in sich! Moral, Geld, Tod. Fazit: Trotz mancher Längen und dem Versuch, durch Lautstärke von musikalischen Schwächen abzulenken, ist der Besuch der alten Dame ein Besuch im Wiener Ronacher wert.

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Sitzung voller Schüttelreime

„Bei Kälte wärmt mit Panda-Fellen zur Not sich auch Herr Van der Bellen“ oder „Fehlt einmal am Haupt das Deckhaar zählen nur noch Vieh und Hektar“ oder „Den Glückspfad weist mein Teddy mir – sooft ich mit ihm meditier“ – so lauteten drei der zahlreichen Zweizeiler bei der „Galanacht des Schüttelreims“ im Theater am Alsergrund. Die Kabarettisten Ludwig Müller, Christoph Krall und Simon Pichler schüttelten dort gestern Abend die Reime zwei Stunden lang nur so heraus. Das ist für das Publikum zwar anstrengend, aber auch sehr lustig und inspirierend. Tipp: Mitte Juni hat der „Verein der Freunde des Schüttelreims“ zwei „Sitzungen“ im Grazer Theatercafé „Hin & Wider“.

Zeitreise in der Neubaugasse

Warum ist Wien so großartig? Weil es hier so etwas wie den Frühlingsflohmarkt in der Neubaugasse gibt. Zweimal pro Jahr verwandelt sich die rund zwei Kilometer lange Straße in ein Paradies für Schnäppchenjäger. Hier gibt es alles, was man nicht braucht, aber trotzdem gerne (wieder) haben möchte: Schallplatten, CDs, Schuhe, Antiquitäten, Bücher, Möbel, Lampen, Filmplakate und Kaffeedosen. Zwischen den Verkaufsständen gibt es auch immer wieder Livemusik und kulinarische Spezialitäten (Langos, Käse, Wurst, Stelzen,…) Morgen findet der Flohmarkt noch bis 19 Uhr statt, dann erst wieder am 26. und 27. September 2014. Fazit: Hinschauen lohnt sich, kaufen manchmal auch.

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Graffiti-Kunst am Hauptbahnhof

Graffiti wird bei den Österreichischen Bundesbahnen normalerweise nicht gern gesehen. Doch es gibt Ausnahmen: In der Eingangshalle am neuen Wiener Hauptbahnhof durften Graffiti-Künstler im Rahmen des „Cash, Cans & Candy“-Festivals 170 Quadratmeter Fläche besprühen. Noch bis Ende Mai sind die Kunstwerke zu sehen, dann werden die Gipswände abmontiert und für einen karikativen Zweck versteigert.

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Gemütlicher Jazz aus Österreich

Simone Kopmajer hat unter dem Titel „the best in you“ ein neues Album herausgebracht. Mit zwölf Songs zeigt sich die österreichische Jazzsängerin von ihrer besten Seite. Neben den selbst geschriebenen Songs sind auch ein paar Covernummern, wie der Nummer-1-Hit „Blue Bayou“ von Roy Orbison und Joe Melson, auf der Scheibe. Begleitet wird Kopmajer klassisch von Klavier, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug, manchmal auch von Flöte, Sax, Akkordeon, Harmonika und Blechbläsern.

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Wie schon das CD-Cover mit den verschwommenen Lichtern anzeigt, eignet sich die CD perfekt für gemütliche Abendstunden. Die Jazznummern laden 56 Minuten zum Entspannen und Cocktailtrinken ein. Erwähnenswert ist der einminütige Bonustrack, der mit Störgeräuschen an ein altes Radio erinnert. Retro-Feeling! Fazit: Ein rundum stimmiges, österreichisches und absolut hörenswertes Jazzalbum.

Rudi Schöller gewinnt 7. Ennser Kleinkunstkartoffel

Der Wiener Kabarettist Rudi Schöller gewann am Sonntagabend im BG/BRG Enns den beliebten Publikumspreis „Ennser Kleinkunstkartoffel 2014“. Schöller berichtete von politischen und persönlichen Krisen, von diskussionswürdigen Kosenamen in Beziehungen, vom Essen bei der Mama, von neuen Trends wie „Nordic Stalking“ und sang auch das eine oder andere Motivationslied mit seiner Gitarre.

Moderator Clemens Maria Schreiner, KKK-Sieger 2014 Rudi Schöller und Showact Michael Eibensteiner

Moderator Clemens Maria Schreiner, Kleinkunstkartoffel-Gewinner 2014 Rudi Schöller und Showact Michael Eibensteiner

Er setzte sich damit gegen die hochkarätigen Kollegen Elwood Loud, Ute & Tatiana, Franz Mario Prosch,  Michael Operschall und Bernhard Wagner durch. „Als Sieger der Ennser Kleinkunstkartoffel 2014 wird er mit seinem Programm „Was kostet die Welt“ im Herbst im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik Enns auftreten.