Vorlesung im Kabarett

Seid ihr alle da? – Über diese unsinnige Kasperlfrage ärgert sich Gunkl in seinem Kabarettprogramm „So Sachen“. Vor allem stört es ihn, dass die Masse ohne Nachzudenken mit „Jaaaaaa“ antwortet. Dass „Ja-Sager“ zu problematischen Entwicklungen führen, zeigt ein Blick auf die Geschichte.

Gunkls Bühnenshow: Stehen. Reden. Verbeugen.

Gunkls Bühnenshow: Stehen. Reden. Verbeugen.

Fazit: Ein Kabarett von Gunkl ist wie eine selten gute Vorlesung auf der Universität. Man wird niveauvoll mit Wortspielen und interessanten Gedanken unterhalten und verlässt zwei Stunden später den Saal als ein Mensch, der Lust hat, allgemein propagierte Ansichten mehr zu hinterfragen. Hoffentlich.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Fliegende Conchita beim Song Contest

Zu den Höhepunkten des Eurovision Song Contest 2015 in Wien gehörte die Eröffnung. Zuerst ein paar schöne Fernsehbilder aus Österreich im Zeitraffer – von den Wiener Philharmonikern bis zur Blasmusik eine runde Sache – und dann eine fliegende Conchita in der Stadthalle. Hier ein paar Fotos von der Generalprobe:

Eröffnung mit dem ORF Radio-Symphonieorchester

Eröffnung mit Geigerin Lidia Bauch und dem etwas versteckten RSO…

Conchita gibt sich publikumsnah

…und natürlich Conchita… die sich ganz publikumsnah gibt….

Und hebt dann doch ab... in Richtung Bühne

…und dann doch abhebt… im TV nur kurz  zu sehen…in Richtung Bühne

The Makemakes beim Song Contest

…auf der dann The Makemakes trällern…das Ergebnis ist…wurscht

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Vom Schas zur Ukrainekrise

Um das Publikum in Stimmung für ernste Themen zu bringen, startet Lukas Resetarits sein aktuelles Programm „Schmäh“ mit „Schas“-Witzen. Im Besonderen wird der berühmte „Aufzug-Schas“ sowie die damit verbundenen Unanehmlichkeiten und Ablenkungstaktiken behandelt. Sind die Lacher auf seiner Seite, kann der 67-jährige Kabarettist das tun, was er möchte: Über „die Märkte“ sprechen, über das Alter, über das sinnlose Kaufen-Kaufen-Kaufen, über Putin und die Ukrainekrise, über die NSA und Millionärssteuer-Debatte. Fazit: Resetarits ist ein so wunderbarer Erzähler, dass er es schafft, zwei Stunden lang durchzureden und trotz ernster Themen zu unterhalten.

Lukas Resetarits am 21. Mai 2015 im Wiener Stadtsaal

Lukas Resetarits am 21. Mai 2015 im Wiener Stadtsaal

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Fortgehen zum Flohmarkt

Studenten, Künstler und „Bobos“ sind ja keine Frühaufsteher – daher gibt es den Mondscheinbazar in der Wiener Marx Halle, einen Nachtflohmarkt mit „Wohlfühlflair“. Für drei Euro Eintritt gibts hier viel zu sehen (von selbst gehäckelter Kleidung bis zu Designerlampen), zu hören (Konzerte und DJs) und zu genießen (laktosefreies Mango-Chicken-Curry, veganes indisches Linsen-Dal…). Fazit: Eine zielgruppengerechte Veranstaltung, die zeigt, wie entstaubt und hip ein Flohmarkt heutzutage sein kann.

Flohmarkt, Ausstellung, Konzert und Gastro - der Monscheinbazar in der Marxhalle

Flohmarkt, Ausstellung, Konzert und Gastro – der Monscheinbazar

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Ampel: Männchen werden Paare

Stillgestanden! Jetzt, wo es die neuen Ampelpärchen in Wien gibt, fällt erst auf, wie langweilig die alten Ampelmännchen sind. Vielleicht wäre es doch eine Überlegung wert, diesen vorrübergehenden „Gag“ als ständige Tourismusmarke in Wien aufzubauen.

Links alt, rechts neu

Links alt, rechts neu

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Wurst aus Wachs in Wien

Die Wurst aus Wachs gibt es jetzt bei Madame Tussauds. Bei der Enthüllung stiegen sich die zahlreichen Kamerateams, Fotografen und Song-Contest-Fans gegenseitig auf die Zehen – so groß war der Andrang. Ab sofort wird die 200.000 Euro teure Conchita-Wurst-Wachsfigur etwa neben Abba und Udo Jürgens in Wien zu sehen sein.

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Ballett-Weltstars sorgen für Wow-Effekt

Ballett – klingt fad, alt und nach Tutu. Doch hin und wieder sollte man das Risiko eingehen und sich eine Tanzvorstellung ansehen. Zum Beispiel in der Wiener Staatsoper. (Die hat angeblich einen ganz guten Ruf…) Gestern Abend standen Choreografien von Hans van Manen, Alexander Ekman und Jiří Kylián am Programm. Also drei Stücke von völlig unbekannten Leuten – mit zwei Pausen. Das hält man aus! Mehr noch. Das war großartig!

Hans van Manen, Alexander Ekman, Jiří Kylián

Beim ersten Stück: „Adagio Hammerklavier“ wird harmonische Musik mit schönen Tanzfiguren verbunden. Beim zweiten Stück kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus: Stomp-Rhythmus-Einlagen, Pantomime, Humor, Theater, Clownerie und ein Streichquartett auf der Bühne. Ein Wahnsinn! Beim dritten Stück gibts dann noch offenes Feuer und oberkörperfreie Balletttänzerinnen. Also für jeden was dabei! Fazit: Wer nicht hin und wieder in die Staatsoper geht, der überlässt den Touristen das Beste an Wien.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Wiener Kabarett mit Schnitzel

Der Gschupfte Ferdl„,  „Tröpferlbad„, „Der Papa wird’s schon richten„, „Taubenvergiften„, „Telephonbuchpolka“ oder „Wien ohne Wiener“ – die bekanntesten Lieder von Helmut Qualtinger (geschrieben von Gerhard Bronner), Peter Wehle, Georg Kreisler und Pirron & Knapp werden derzeit im Vindobona aufgeführt. Es singen der „dicke“ Karl Maria Kinsky und der „dünne“ Peter Fernbach, begleitet werden sie von der Prof. Hans Hausl & Combo.

Peter Fernbach und Klaus Maria Kinsky mit Prof. Hans Hausl & Combo im Vindobona

Peter Fernbach und Karl Maria Kinsky mit Prof. Hans Hausl & Combo

Dem Publikum wird auch kulinarisch etwas geboten: Die Erbsencremesuppe und das Kalbsbutterschnitzel in Rahmsauce mit Spargel und Kartoffelpüree schmecken herrlich. Fazit: Ein durchwegs amüsanter Liederabend, eine Zeitreise in das alte Wiener Kabarett – wenn auch eine lange, denn das Dessert, der Milchrahmstrudel mit Vanilleschaum und Pistazieneis, gibt’s erst nach 22.30 Uhr.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Die Schlange auf der Stiege

Kunst verbindet! Zumindest im Fall der gelb-schwarzen Schlange neben der Himmelpfortstiege in Wien-Alsergrund. Die Zeichnung bringt etwas Farbe in diese graue Gegend. Der Standort passt gut. Denn auch die Himmelpfortstiege hat etwas Verbindendes: Sie führt die Nußdorfer Straße mit der Liechtensteinstraße zusammen.

Graffiti Vienna

Kunst und Stiegen verbinden 🙂

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Fred Hersch in Spielfilmlänge

Jazzpianist Fred Hersch hat am Dienstag seine Solotour in Europa im Wiener Konzerthaus gestartet. Rund 90 Minuten spielte der 59-Jährige Amerikaner auf seinem Flügel klassisch-jazzige Werke wie „Valentine„, „Down Home“ oder „So in Love„. Dann bedankte er sich beim Wiener Publikum dafür, dass es sich Zeit genommen und zugehört hat. Fazit: Wer das Konzert verpasst hat, kann Herschs Musik auch auf mehreren Dutzend CDs genießen. Es lohnt sich – übrigens auch für die Aids-Hilfe.

Fred Hersch im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses

Fred Hersch – bescheiden und virtuos –  im Mozartsaal des Konzerthauses

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.