Großer Erfolg für Katharina Zepic

Am Sonntag feierte das Orchester Camerata St. Pantaleon-Erla sein 10-jähriges Jubiläum mit einem Festkonzert in der Basilika St. Laurenz in Enns. Am Dirigentenpult stand Josef Grasegger, als Solistin konnte Katharina Zepic gewonnen werden. Die erst 14-jährige Musikerin aus Amstetten spielte das Violinkonzert in G-Moll (Op.26) von Max Bruch. So unsicher sie vor und nach dem Auftritt auch wirkte, desto überzeugender war sie bei ihrem halbstündigen Solo-Geigenspiel. Es war unglaublich, beeindruckend, sensationell! Zepic spielte ausdrucksstark und gefühlvoll. Standing Ovations in der Kirche! Man frägt sich natürlich, welche Opfer man als Kind aufbringen muss, um in diesem Alter (international) Solokonzerte spielen zu können.

Noch zwei Notizen am Rand: 1.) Dass Schüler und Studenten bei diesem Konzert freien Eintritt hatten, muss man den Veranstaltern hoch anrechnen! 2.) Eltern, die Babies und Kleinkinder in klassische Konzerte mitschleifen, gehören psychologisch betreut.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Raumklänge in der Minoritenkirche

Der eindeutige Höhepunkt des heutigen Musica Sacra-Konzertes „Raumklänge-Klangräume“ in der Linzer Minoritenkirche war bereits das Eröffnungsstück. Dirigent Heinz Ferlesch und der Chor Ad Libitum interpretierten Josef Rheinbergers‘ „Cantus Missae“ (Kyrie, Gloria und Sanctus) auf berührende Weise und ließen Hoffnungen auf eine genussvolle Konzertstunde aufkommen. Die anderen a-capella-Werke („Doxologia“ von Mocnik, „O Sapientia“ von Sulzer, „Parce mihi Domine“ von de Morales, „Twinkle, twinkle“ von Englbrecht und „Der Mond ist aufgegangen“ von Schulz/Länger) waren zwar spannungsreich und anspruchsvoll, dafür aber selten harmonisch, fast bedrückend und manchmal stresserzeugend. Das merkte man auch am unruhigen und unkonzentrierten Publikum. Die Darbietung von Ferlesch und seinen Sängerinnen und Sängern war ausgezeichnet, aber an einem Frühlingssonntag kurz nach Ostern erwartet man sich womöglich leichtere Kost, mehr Freude und weniger Leid. Versöhnlich waren die Zugaben. (Locus Iste von Bruckner…)

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Fluch der Karibik mit Liveorchester

Dirigent Helmut Imig gastierte gestern mit dem Babelsberger Filmorchester in der Stadthalle Wien. Am Programm stand der Soundtrack zum Disneyfilm „Fluch der Karibik“. Zahlreiche (teilweise maskierte) Fans ließens sich dieses Ereignis nicht entgehen und erlebten den Film auf Kinoleinwand mit Liveorchester.

Das Orchester und der 12-Mann starke Filmchor musizierten perfekt – fast zu perfekt. Der Live-Charakter fehlte, da sämtliche Instrumente verstärkt waren und das Publikum über Boxen stereo beschallt wurde. Das war wahrscheinlich nötig, da die Stadthalle für klassische Konzerte ungeeignet ist. Hätte das Orchester unverstärkt und in einem richtigen Konzerthaus mit guter Akkustik gespielt, dann wäre das Live-Erlebnis vielleicht spürbarer gewesen. So sah man eher einen musikalisch perfekt untermalten Kinofilm als ein Konzert – zumindest bis zum Abspann und den Zugaben! Dennoch war es ein beeindruckender Filmmusikabend.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

RSO und Singakademie im Konzerthaus

„Werke von Brahms“ – unter diesem Titel begeistere das ORF Radio-Symphonieorchester sowie die Wiener Singakademie unter Dirigent Cornelius Meister im Wiener Konzerthaus. Leider war der Saal nicht bis auf den letzten Platz gefüllt. Das veranlasste (ausschließlich) älteres Publikum während der Tragischen Overture d-moll op. 81 ihre Plätze zu verlassen um sich bessere zu ergattern. Da die herumeiernden Pensionisten ablenkten, konnte man das Konzert erst bei den vier Gesängen für Frauenchor mit Begleitung von zwei Hörnern und Harfe erst so richtig genießen. Unglaublich schön spielte Hornist Peter Keserü seine Solostellen, genauso beeindruckend war das Harfenspiel von Anna Verkholantseva. Weniger angenehm für die Ohren war der Frauenchor. Das lag weniger an der musikalischen Leistung und mehr an den allgemein hohen Frauenstimmen. (Männerstimmen sind einfach angenehmer…) Es folgte der Höhepunkt der ersten Konzerthälfte, der „Gesang der Parzen“ für sechsstimmigen Chor und Orchester. „Es fürchten die Götter das Menschengeschlecht…“ – ein Traumstück, das zuletzt vor 44 Jahren im Konzerthaus aufgeführt wurde. (Die Gründe sind von ökonomischer Art. Hoher Aufwand, kurze Dauer.)

Die zweite Konzerthälfte war durchgehend ein Genuss. Am Programm standen acht Variationen über ein Thema von Joseph Haydn inklusive Choräle St. Antoni und Finale. Unbestrittener Höhepunkt des Abends war das Werk „Nänie“. Friedrich Schillers Text dazu lautet: „Auch das Schöne muss sterben.“ Leider hat er Recht. Auch dieses schöne Werk hatte ein Ende – großer Applaus für das RSO und die Wiener Singakademie für diesen traumhaften Abend.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Daniel Glattauer präsentierte „Ewig Dein“

Gestern Abend war Daniel Glattauer zu Gast im BG/BRG Enns. Der sympathische Bestsellerautor las aus seinem aktuellen Liebes-Psycho-Roman „Ewig Dein“ vor, beantwortete Fragen aus dem Publikum und gab ein paar seiner humorvollen „Mama, jetzt nicht!“-Kolumnen zum Besten.

Bei der Publikumsdiskussion erzählte Glattauer, woher er die Ideen für seine Bücher nimmt: „Die wirklichen Ideen, die zu Büchern führen, sind jene, die sich richtig festsetzen. An das Stalking-Thema („Ewig Dein“) habe ich immer wieder gedacht. Ich bin sogar in der Nacht aufgewacht und habe mir gedacht, das ist so spannend, wie könnte man das beginnen und umsetzen? Wenn ich eine Ahnung davon habe, wie ich so ein Buch beginnen könnte ist das schon ein weiterer Schritt. Der nächste Schritt ist der, dass ich mich hinsetze und beginne. Und wenn dann am Anfang der Lesefluss stimmt sage ich,  okay, das schaut gut aus, das werde ich jetzt probieren.  Ich habe kaum mit einer Idee begonnen, zehn Seiten geschrieben und sie dann wieder fallen gelassen. In dem Moment wo ich schreibe, bin ich drinnen und entsteht viel. Das Thema ist da, manchmal ist sogar das Ende schon da, wie bei „Darum“. Bei den E-Mail Romanen war es ganz offen. Ich wollte keine E-Mail Romane schreiben sondern eine Liebesgeschichte mit E-Mails beginnen und schauen wo es mich hintreibt.“

„Ich kann mir gut vorstellen, dass ich einmal ein Theaterstück schreiben werde.“

Welches Buch- oder Projekt Daniel Glattauer als nächstes plant, wollte er dem Publikum aber nicht verraten. Nur so viel: „Ich glaube, dass ich einmal ein Theaterstück schreiben werde, weil ich liebe es, Dialoge zu schreiben. Überhaupt, so viele handelnde Figuren, das ist nicht so meine Sache. Ich hab gerne recht wenige, sonst verwechsle ich sie und bringe die Namen durcheinander. Sehr gerne habe ich es, wenn die Dialoge in der direkten Rede abgehalten werden. Darum kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich einmal ein Theaterstück schreiben werde. Und der nächste Roman? Keine Ahnung!“

Im Anschluss an die Lesung stürmten die Besucherinnen und Besucher den Büchertisch der Buchhandlung Hajek und holten sich persönliche Widmungen und Autogramme von Glattauer. Dieser ließ sich vom Gedränge und Rummel nicht beeindrucken und signierte so lange, bis der letzte Gast glücklich den Veranstaltungsort verlassen hatte.

Dass Glattauer keine Starallüren hat, zeigte sich sowohl bei der Anreise (Zugticket 2. Klasse), bei der Ankunft in St. Valentin (Privatauto statt Taxi), im Hotel (3 Stern) und bei der Lesung (Signieren bis zum Umfallen, Lieblingsgetränk: Gspritzer Weiß) . Höhepunkt des Abends war die anschließende Feier in der Ennser Spiegl-Bar. Vielleicht lag es an der Wirkung des „Bahama Mama“-Cocktails (oder er hatte an diesem Abend einfach so viel Spaß), aber Glattauer ließ es sich nicht nehmen und bezahlte gegen ein Uhr früh die gesamte Getränkerechnung.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Eröffnung des Tricky-Women-Festivals

Großes Frauenkino bei der Eröffnung des internationalen Animation Filmfestival Tricky Women. Das Gartenbaukino platzte aus allen Nähten, was nicht zuletzt daran lag, dass die meisten Kinotickets verlost und die Gäste mit Gratis-Sekt und Party gelockt wurden. Der Tiefpunkt der Veranstaltung war der einstündige Redemarathon zur Eröffnung. Immerhin waren mit der Oscar-nominierten Soundtrack-Produzentin Judith Gruber-Stitzer und „DreamWork“-Talentescout Shelly Page interessante Gäste dabei. Der Höhepunkt des Abends waren ohne Zweifel die gezeigten Festivalfilme. Es wurde gelacht, berührt, irritiert und verzaubert.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Mnozil Brass parodieren James Bond

Anlässlich des 800-Jahre-Jubiläums der Stadt Enns veranstaltete der Kulturverein Pa-Events ein Konzert mit der Blechblasvirtuosengruppe „Mnozil Brass“ in der Stadthalle. Das Konzert war mit rund 900 Gästen ausverkauft. Während ihrer Show, die dem James Bond Bösewicht „Blofeld“ gewidmet war, zerlegten Mnozil Brass Notenständer, zündelten auf der Bühne herum, schwammen synchron zum Donauwalzer, hypnotisierten sich gegenseitig und spielten zahlreiche Filmmusik-Klassiker. Die Höhepunkte waren, als Tubist Wilfried Brandstötter „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ in sämtlichen Variationen spielte oder als Posaunist Leonhard Paul die singende Säge oder seine Melodica auspackte.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Fii gewinnt Kleinkunstkartoffel

Die Kabarettisten Blitzgneisser, Michael Krappel, Guggi Hofbauer, Markus Kirchler, Urs-Sepp Troxler und Berti Fuchs ritterten bei der Kleinkunstkartoffel 2012 um die beliebte Trophäe. Schlussendlich wählte das Publikum Michael Krappel (Fii) zum Sieger. Krappel nahm in seinem Programm sämtliche Musikrichtungen gekonnt auf die Schaufel. „Ich bin sprachlos“, so Krappel, der künftig nicht nur als Beatboxer, sondern auch als Kabarettist durchs Land ziehen wird. Zu den Höhepunkten des Abends zählten die Moderatoren Blözinger und Clemens Maria Schreiner, der außer Konkurrenz Auszüge aus seinem aktuellen Programm zum Besten gab. Schreiner erzählte vom Bergsteigen im Burgenland und lieferte den rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauern ein Lachmuskeltraining.

Foto: Roland Penzinger, Michael Krappel, Robert Blöchl, Clemens Maria Schreiner.

Kleinkunstkartoffel 2013: Ab sofort können sich Kabarettisten für die nächste Kleinkunstkartoffel im Februar 2013 bewerben. (Mit Video + Kontaktdaten an: Pa-Events, EIbenstraße 10, 4470 Enns)

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

 

Livemusik mit Thaddaeus

Der Absolventenverein des BG/BRG Enns lud zur Jahresfeier in die Ennser Szenebar Spiegl. Die St. Valentiner Band Thaddaeus sorgte für die musikalische Umrahmung der Feier. Sängerin Verena Gritzner und Gitarrist Hubert Ströbitzer interpretierten Lieder von Muse oder Patti Smith. Ein Video gibts hier:

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch.