Party mit Parov Stelar, Chillen mit The Cure

Wer nach den vier Festivaltagen nicht ohnehin müde war, wurde es spätestens, als „The Cure“ ihren Auftritt starteten. Die Band blieb sowohl musikalisch als auch optisch in den 1970ern stehen und präsentierte langsam-ruhigen Rock/Pop/Dark Wave/Was-auch-immer. Highlight war Sänger Robert Smith, der Lippen-geschminkt und mit Steckdosenfrisur das Festival melancholisch ausklingen ließ.

Alte Männer vor jungem Publikum: "The Cure" am Frequency.

Alte Männer vor jungem Publikum: „The Cure“ am Frequency-Festival 2012.

Für die jüngeren Festivalbesucher waren wohl die „Sportfreunde Stiller“ der eigentliche Headliner des Abends. Die deutschen Indie-Rocker ließen sich von Backgroundsängerinnen und einem Percussionensemble aufpeppen. Um ein wenig von der Musik abzulenken, wurde auch bei Videoeffekten nicht gespart. Dutzende Kameras und eine große Videowall im Hintergrund der Bühne putzten den Auftritt zusätzlich auf. Mit ihren alten Hits wie „Ein Kompliment“ konnten sie ihr Publikum – wie gewohnt – begeistern.

Sportfreunde-Frontmann Peter Brugger sorgte für Kreischen bei den Teenagern.

Sportfreunde-Frontmann Peter Brugger sorgte für Kreischen bei den Teenagern.

Zum musikalischen Höhepunkt des Tages zählte ohne Zweifel der oberösterreichische DJ und Produzent Parov Stelar mit Band. Schon alleine die groovigen Elektro-Swing-Jazz-Songs (von der aktuellen „The Princess“-CD) sorgten für Begeisterung bei der Green Stage. Die Musiker hatten sichtlich Spaß bei ihrem Auftritt. Unnötig aber unterhaltsam: Sängerin Cleo Panther geizte nicht mit ihren Reizen und präsentierte sich in Mini-Mini-Hot Pants.

Parov Stelar blieb im Hintergrund - für eine ausgelassene Show sorgte Sängerin Cleo Panther.

Parov Stelar blieb im Hintergrund – für eine ausgelassene Show sorgte Sängerin Cleo Panther.

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Frequency: Beatsteaks als heimlicher Headliner

Auch der dritte Festivaltag am Frequency-Festival in St. Pölten war dank sommerlichen Wetters und abwechslungsreicher Acts ein Erlebnis. „The Subways“ und „The Hives“ sorgten neben „Frittenbude“ bereits für einen energiegeladenen Festivalnachmittag. Auch der Vorabend konnte sich mit „Bush“ und „Patrice“ hören lassen. Weniger prickelnd waren die offiziellen Headliner des Tages. „Korn“ wäre wohl am Nova Rock-Festival besser aufgehoben gewesen. Sie lieferten eine tadellose Metal-Show ab – kamen aber nur bei ihren treuen Fans gut an. Das gleiche gilt für „Mia“. Ihre „Gute-Laune“-Musik ist schon in Ordnung – aber sie ist definitiv kein Headliner, sondern eine stimmungsvolle Nachmittagsband.

Blickfang: Bassistin Charlotte Cooper von "The Subways".

Blickfang: Charlotte Cooper von „The Subways“.

Show mit Hut: "The Hives" am Frequency.

Show mit Hut: „The Hives“ am Frequency.

Der heimliche Hauptact des Tages waren wohl die Beatsteaks. Obwohl die Gruppe über die Jahre stark nachgelassen hat und von ihren alten Hits wie „Let Me In“ oder „I Don‘t Care As Long As You Sing“ lebt, war die Show schwer in Ordnung. Da hat man schon anderes gesehen. Ihr Konzept ist klug: Gute Stimmung verbreiten, die Hits bis ins Unendliche verlängern und am Schluss eine Covernummer von den Beastie Boys. „Das ist einer von den Abenden, an denen alles gut ist“, meinte Frontmann Arnim Teutoburg-Wei. Das zahlreich erschienene Publikum schloss sich dieser Meinung an.

Frittenbude kamen mit Riesenstofftieren.

Frittenbude kamen mit Riesenstofftieren.

Mittelfinger-Showeinlage bei Frittenbude.

Mittelfinger-Showeinlage bei Frittenbude.

Reggae-Sänger und Songwriter Patrice ging den Abend gemütlich an.

Reggae-Sänger und Songwriter Patrice ging den Abend gemütlich an.

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Frequency: Placebo mussten Auftritt absagen

Placebo – der Headliner des zweiten Frequency-Tages – sagte ihren Auftritt nach dem ersten Song ab. Der Bassist sinngemäß: „Ich habe schlechte Nachrichten. Mein Bruder und Sänger ist krank. Das ist auch für uns scheisse. Wir kommen im nächsten Jahr wieder“. Die Fans waren mäßig begeistert und buhten die Gruppe aus. Über den Ausfall freute sich jedoch Paul Kalkbrenner, der dadurch plötzlich an die tausend Zuhörer gewann.

Placebo-Sänger Brian Molko musste wegen Krankheit den Auftritt abbrechen.

Placebo-Sänger Brian Molko musste wegen Krankheit den Auftritt abbrechen.

Kraftklub sorgte für gute Stimmung - und mussten nach ihrer Show zahlreiche Autogramme geben.

Kraftklub sorgten für gute Stimmung – und gaben nach ihrer Show zahlreiche Autogramme.

Höhepunkt des Festivalnachmittages war die deutsche Band Kraftklub mit ihren Stimmungssongs. Gelangweilt haben Tocotronic und Noel Gallagher’s High Flying Band (Nur die Oasis-Zugabe war ein Hit!) Kettcar befriedigte souverän die Bedürfnisse ihrer Fans mit der Romantik-Nummer Balu, Jan Delay war okay und Paul Kalkbrenner drehte die Knöpfe auch recht brav. Fazit: Bis auf den Placebo-Ausfall ein gelungener Festivaltag.

Show nach Plan: Jan Delay spielte sein Programm professionell ab.

Show nach Plan: Jan Delay spielte sein Programm professionell ab.

Paul Kalkbrenner heizte mit Hits wie "Sky and Sand" ein.

Paul Kalkbrenner heizte mit Hits wie „Sky and Sand“ ein.

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The Killers eröffnen das Frequency 2012

Der Eröffnungstag des Frequency-Festivals in St. Pölten ist Geschichte. Was ist passiert? Nun, die ersten Toi-Toi-Toilleten wurden umgeschmissen, die ersten Pavillons abmontiert, die ersten Alkleichen und Falschparker abtransportiert.

Ed Sheeran begeisterte mit seinem Soloauftritt.

Ed Sheeran begeisterte mit seinem Soloauftritt.

Das Wetter ist bisher okay, daher ist die Stimmung ausgesprochen gut. Die Securitys sprechen kaum Deutsch, die Mitarbeiter der Gastrounternehmer sprechen dafür ausschließlich Deutsch. Das Bier kommt aus Österreich – und schmeckt!

The Black Keys lieferten eine gelungene Show ab.

The Black Keys lieferten eine gelungene Show ab.

Musikalisch war der erste Tag sehr gelungen. CRO startete mit sympathischem Hip-Hop, der britische Songwriter Ed Sheeran überraschte als wirklich hörenswerter Soloact, The Black Keys nützten die gute Stimmung für ihren Blues-Rock-Auftritt und The Killers übertrafen mit ihrer Hit-Show alle Erwartungen. Es ist schwer, diesen Headliner auf diesem Festival noch zu toppen.

Vier Bären rockten die Jack Daniels Bühne.

Vier Bären rockten die Jack Daniels Bühne.

The Killers ließen Fotos nur von der Ferne zu.

The Killers ließen Fotos nur von der Ferne zu.

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Luftfotos vom Mittelalterfest

Ein schräger Anblick: Hunderte Ritter, Gaukler, Burgfräuleins, Musiker und Hexen zogen vergangenen Samstag auf den Ennser Hauptplatz. Sie bewarben noch einmal – mit viel Gebrüll und Dudelsackmusik – das angrenzende Mittelalterfest im Schlosspark. Schön, wenn man diese Inszenierung mit etwas Abstand betrachten kann. Hier ein paar Fotoimpressionen – aufgenommen vom 60 Meter hohen Ennser Stadtturm:

Rund 200 Ritter, Burgfräuleins, Hexen und Gaukler zogen lautstark auf den Ennser Hauptplatz.

Turmbläser der Stadtkapelle Enns kündigten den Einzug der rund 200 Verkleideten an.

Der "800er" war für die Akteure eine große Herausforderung.

Der „800er“ zu Ehren des Stadtjubiläums war für die Akteure eine große Herausforderung.

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„Pussy Pilot“ gewinnen Make Music 2012

„Ein Zwischenstopp auf dem Weg vom Probekeller zur großen Bühne“ – so beschrieb Profimusiker Papa Joe den Make Music-Bandwettbewerb, der vergangenen Sonntag zum 13. Mal im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik über die Bühne ging. Nachwuchsbands aus ganz Österreich stellten sich in Enns einer Band- und Fachjury und gaben je 20 Minuten lang ihr Bestes. Schlussendlich konnte sich die Wiener Rock’n’Roll-Band „Pussy Pilot“  vor den Mundart-Rockern „Hoib so Wüd“ und der Rockband „Epix“ durchsetzen. Neben Geldpreisen gab es ein Fotoshooting, Gutscheine für Bandequipment, ein Radiointerview und Tonstudio-Unterstützung zu gewinnen. Über Sonderpreise freuten sich der Ennser Songwriter Pi (Christoph Pichler) sowie die Ennser Metalband „Before Us All“.

Pussy Pilot: Johannes Meindl, Philipp Hackl, Jan Schütz und Michael Rührnößl.

Die Band „Pussy Pilot“: Johannes Meindl, Philipp Hackl, Jan Schütz und Michael Rührnößl.

"Pussy Pilot" live bei "Make Music" im Kulturzentrum d'Zuckerfabrik

„Pussy Pilot“ live bei „Make Music“ im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik

Starker Auftritt: Die drittplatzierte Band „Epix“ fuhr mit einer Luxuslimousine bei "Make Music" vor.

Starker Auftritt: Die drittplatzierte Band „Epix“ fuhr mit einer Limousine bei „Make Music“ vor.

Gruppenfoto mit allen Beteiligten von Make Music 2012

Gruppenfoto mit allen beteiligten Künstlern und Jurymitgliedern von Make Music 2012

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Aloe Blacc singt für die Volkshilfe

Der amerikanische Superstar Aloe Blacc wurde durch seinen Song „I Need A Dollar“ berühmt. Gestern Abend trat er bei der „Nacht gegen Armut“ der Volkshilfe im Innenhof des Wiener Rathauses auf. Hier ein paar Eindrücke und Fotos vom Benefizkonzert:

Aloe Blacc war der Star des Abends und heizte mit seinem Hit "I Need A Dollar" seinen Fans ein.

Aloe Blacc war der Star des Abends und heizte mit seinem Hit „I Need A Dollar“ seinen Fans ein.

Für beste Stimmung im Rathaus-Innenhof sorgte Big John Whitfield mit Band.

Für (die) beste Stimmung im Rathaus-Innenhof sorgte Big John Whitfield mit Band.

Life Ball-Organisator Gery Keszler unterstützte die Benefizaktion.

Life Ball-Organisator Gery Keszler unterstützte als prominenter Gast die Benefizaktion.

Volkshilfe-Chef Erich Fenninger bedankte sich beim Publikum und kündigte eine "Nacht gegen Armut 2013" an.

Volkshilfe-Chef Erich Fenninger bedankte sich beim Publikum und kündigte eine „Nacht gegen Armut 2013“ an.

Das verfahrbare Membrandach des Innenhofs schützte die rund 500 bis 1.000 Konzertbesucher vor Regen.

Das mobile Membrandach des Innenhofs schützte die ca. 500 bis 1.000 Konzertbesucher vor Regen.

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Sommer, Wein und Blasmusik

Trotz tropischer Temperaturen von über 30 Grad war die Stimmung am „Konzert am Bauernhof“ der Stadtkapelle Enns ausgesprochen gut. Während die Musiker ihr Outfit den Temperaturen anpassten und nur in Hemd und Lederhose das Konzert bestritten, benützten die Besucher die Programmflyer als Windfächer und konsumierten dutzende Sommerspritzer am Stand der Ennser Weinwerkstatt! Hier ein paar Fotos vom Konzert am Hartlauerhof in Ennsdorf:

Stadtkapelle Enns beim Konzert am Bauernhof 2012

Songwei Liang und die Stadtkapelle Enns beim „Konzert am Bauernhof“ in Ennsdorf

Ehrenstabführer Robert Podpeskar mit Marketenderinnen Eva Aichbauer und Christina Stockmayr

Ehrenstabführer Robert Podpeskar mit Marketenderinnen Eva Aichbauer und Christina Stockmayr

Konzertpause im Hartlauerhof

Konzertpause im Hartlauerhof

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Standing Ovation für „Die Jahreszeiten“

Mit Standing Ovation, Bravo-Rufen, Freudentränen und nicht enden wollenden Applaus ging Samstagabend das Konzert „Die Jahreszeiten“ in der Stadthalle Enns zu Ende.

Die sympathischen und hochprofessionellen Solisten Maria Erlacher, Daniel Johannsen und Josef Wagner interpretierten die Rezitative des Haydn-Oratoriums mit fröhlicher Leichtigkeit und viel Gefühl. Heinz Ferlesch dirigierte die rund 110 Künstler des Chor Ad Libitum und Ensemble Sonare Linz meisterhaft und war der Held des Abends. Der Kulturverein Pa-Events sorgte für einen reibungsfreien Ablauf der Veranstaltung und mit kühlen Erfrischungen für das Wohl der rund 600 Besucherinnen und Besuchern in der sommerlichen Atmosphäre der Stadthalle.

Am Ende des Konzertes brach ein regelrechter Begeisterungssturm im Publikum aus. „Es war ein einmaliges Erlebnis“, meinte auch Bürgermeister Franz Stefan Karlinger. „Eine perfekte Leistung“, zog Jun Ono, Musikschuldirektor von St. Valentin, Bilanz. „Es war ein grandioses Konzert, das alle Erwartungen nicht nur erfüllte, sondern auch bei weitem übertraf. So eine überwältigende Publikumsreaktion habe ich noch nie erlebt“, freute sich Veranstalter Florian Kobler.

Hader spielt Hader im Burgtheater

„In ganz Europa findet heute Abend kein Konzert statt, wo soviel Eintrittsgeld für so schlechtes Klavierspiel bezahlt wird“, so Josef Hader bei seiner gestrigen Show „Hader spielt Hader“ im Wiener Burgtheater. Es ist faszinierend, wie Hader die Leute mit seinen „Kopfgeschichten“ an der Stange hält. Er erzählt voller Leidenschaft darüber, wie er in der Kanalisation mit einem Stück Scheiße plauscht, wie er mit dem Teufel das „Steinscheißerkarl-Spiel“ spielt und wie er mit Lemmingen zum Meer fährt… und die Besucher hören interessiert zu! Sie lachen, staunen und amüsieren sich.

„Für die Pause ist es noch zu früh, oder?“, frägt Hader nach einer halben Stunde. Er versucht den Besuchern das Gefühl zu vermitteln, dass sein Vortrag spontan und unvorbereitet ist. Zeitweise könnte man es auch glauben, schließlich überzieht Hader gerne und baut in seinen Geschichten viele Aktualitäten ein.

Nach der Vorstellung forderte Hader das Publikum noch charmant auf, für ein Asylantenheim in Wien zu spenden – und erzählte die Geschichte eines Kärtners, der nach seiner Kabarettshow nichts spenden wollte. Als der Kärtner mit seinem schwarzen Auto nach Hause fahren wollte, verletzte er sich am Bein und schrie eine halbe Stunde lang vor Schmerzen. Haders Nachsatz: „Das hat aber nichts damit zu tun, dass er nicht gespendet hatte.“ 😉

Hader ist einer der besten Kabarettisten Österreichs, wenn nicht der Beste. Seine Shows sind nur bedingt lustig, regen zum kritischen Nachdenken an, bieten aber keine Lösungen – wie denn auch? Es wird über Vorurteile, über Politik, über Tricks von Kabarettisten, über Beziehungen, über Esoterik, über Nachbarn, über Werte, über Vorurteile und über das Leben ansich gesprochen. Einen roten Faden durch das Programm gibt es nicht. Am Ende des Abends verlässt man die Vorstellung mit gemischten Gefühlen.

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