Bunte Ballett-Show in der Oper

Ballett in der ehrwürdigen Wiener Staatsoper: Wer denkt da nicht an Nussknacker oder Schwanensee… Doch Slapstick? Modern Dance? Stop Motion? Mit „A Suite of Dances“ zeigte der amerikanische Choreograph Jerome Robbins, was Ballett alles kann. Etwa ohne Bühnenbild eine Stadt erschaffen oder die gesamte Oper zum herzhaften Lachen bringen.

Besonders die „Unterhaltung“ zwischen Cellistin und Solotänzer zu Bach und die mit Spannung geladene Choreo Glass Pieces zu Trommelmusik gingen unter die Haut. Überhaupt nahmen sich die einzelnen Nummern den Luxus heraus, im Orchestergraben die Wiener Philharmoniker sitzen zu haben, häufig aber Soloinstrumente wie Klavier, Geige oder eben Cello direkt auf der Bühne ins Rampenlicht zu holen. Erst am Ende durfte das Opernorchester seine gewohnte Pracht beweisen. Überraschungen, Emotionen, Wow-Effekte: Auch der „Nachwuchs“, die vielen Mädchen in Ballettschuhen im Publikum, waren von diesem kurzweiligen Abend schwer beeindruckt.

Die tanzenden Schmetterlinge versucht der Pianist am Ende mit dem Kescher einzufangen.

Karfreitag: Komm, süßer Tod

„Oije, die singen aber falsch“, flüsterte eine (unwissende) Dame ihrem Sitznachbarn während der Karfreitagsmesse zu. Es wurde gerade das Stück „Komm, süßer Tod“ von Johann Sebastian Bach aufgeführt – und der Chor sang in schrillen Akkorden die großartigen Zeilen:

Komm, süßer Tod, komm, selge Ruh!
Komm, führe mich in Friede.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch.