Ladyshare verbreitet gute Laune

Die Linzer Rock-Pop-Band Ladyshare präsentierte Anfang Juli ihr erstes Album. Es trägt den Titel „Metaphormosis“ und enthält zehn Tracks. Der erste ist eine Art Remix, quasi eine Vorschau oder Overtüre auf die darauf folgenden Nummern. Hitpotenzial hat gleich der zweite Song „Ready To Leave“. Er geht unglaublich schnell ins Ohr, bereitet gute Laune und ist absolut massentauglich komponiert. (Warum gibt es dazu kein Musikvideo???)

Die übrigen Songs erinnern an gemütliche Festivalmusik, die an heißen Sommertagen den Nachmittag verschönert. Die Platte macht einen runden Gesamteindruck, begeht keinen Stilbruch und verzichtet auf qualitative Ausrutscher. Besonders hervorzuheben ist die musikalische Vielfalt: Zweistimmigen Passagen, verschiedene Soundeffekte, Saxofon-, Klavier- und Kinderchoreinlagen sorgen für Abwechslung. Als Käufer der CD wünscht man sich mehr davon! Okay, das Album kostet nur 10 Euro, dafür gibt es aber auch nur ein Hörerlebnis von 36 Minuten. Das ist doch ein bisschen wenig. Ein Trost ist das gelungene Booklet, das aus 18 Seiten voller Fotos, Songtexte und Informationen besteht. Fazit: Ladyshare sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Es wäre nicht verwunderlich, wenn „Metaphormosis“ bald auf FM4 zu hören ist.

Barocktrompeter im Stift Sankt Florian

Nicht nur mit Pauken und Trompeten, sondern auch mit Orgel und Klarinetten präsentierte sich das Schwanthaler Trompeten Consort gestern im Sommerrefektorium des Stifts Sankt Florian. Auf (nachgebauten) historischen Barocktrompeten wurden Stücke von G. Fantini, J. Starzer, W.A. Mozart, A. Salieri oder H.I.F. Biber gespielt. Höhepunkt des Konzertes waren die Aufzüge einer Seeschlacht von F. Donninger. Da der Moderator zu schnell und ohne Mikrofon sprach, verstand zwar niemand, wie die Seeschlacht der Ägypter gegen die Römer vonstatten ging, aber musikalisch waren die Aufzüge ein Traum. Für unfreiwilligen Humor sorgte außerdem ein Trompeter, der bei einem Stück seine Noten nicht fand. Aber auch kein Wunder. Die 11 Musiker spielten vierzehn, teils mehrsätzige Stücke, auf verschiedenen Saalpositionen und in unterschiedlichen Besetzungen. Da ist Chaos vorprogrammiert. Fazit: Sympathische und höchst motivierte Trompetertruppe, die aus alten Instrumenten richtig gute Musik hervorzaubert.

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Karfreitag: Komm, süßer Tod

„Oije, die singen aber falsch“, flüsterte eine (unwissende) Dame ihrem Sitznachbarn während der Karfreitagsmesse zu. Es wurde gerade das Stück „Komm, süßer Tod“ von Johann Sebastian Bach aufgeführt – und der Chor sang in schrillen Akkorden die großartigen Zeilen:

Komm, süßer Tod, komm, selge Ruh!
Komm, führe mich in Friede.

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Livemusik mit Thaddaeus

Der Absolventenverein des BG/BRG Enns lud zur Jahresfeier in die Ennser Szenebar Spiegl. Die St. Valentiner Band Thaddaeus sorgte für die musikalische Umrahmung der Feier. Sängerin Verena Gritzner und Gitarrist Hubert Ströbitzer interpretierten Lieder von Muse oder Patti Smith. Ein Video gibts hier:

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Straßenmusik in Malaga

Während die halbe Facebook-Gemeinde damit protzt, auf einem „legendären“ (das Wort ist grad ziemlich in) Musikfestival gewesen zu sein, habe  ich einen „legendären“ Augenblick im spanischen Städtlein Malaga erlebt. Dort spielte in einer Seitenstraße ein Mann auf seinem Cello klassische Etuden. Er musizierte so leidenschaftlich, dass sogar die sonst sehr unfreundlichen, rüpelhaften Spanier ihre Centmünzen hervorkramten. Solche Momente kann man nicht mit einem 150 Euro-Festivalpass kaufen, dafür braucht man schlichtweg Zeit und Glück.

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