Geheimkonzerte vor dem Weltuntergang

Straßenmusiker darf man nie unterschätzen: Oft zahlt es sich aus, genauer hinzuhören. So wie am Wochenende, als Bach in the Subway-Initiator Dale Henderson gemeinsam mit dem Wiener Philharmoniker Tamas Varga in der U-Bahn-Station Karlsplatz zwei Geheimkonzerte gegeben hat – mehr dazu in Philharmoniker spielt in U-Bahn-Station.

Und auch beim Thema Klimawandel sollte man nicht weghören: „Wird es deswegen bald eine Zimmerpflanzenverordnung geben? Müssen wir irgendwann unsere Hunde aufessen? Wird es eine Revolution geben? Also eine echte – nicht so wie bei den Spülmaschinentabs? „Gut möglich“ sagt Severin Groebner. Mit seinen Szenarien zum Weltuntergang hat er am Wochenende im Kabarett Niedermair Premiere gefeiert – mehr dazu in Groebner: „Wir sind Dreckschleudern“.

Straßenmusik in Malaga

Während die halbe Facebook-Gemeinde damit protzt, auf einem „legendären“ (das Wort ist grad ziemlich in) Musikfestival gewesen zu sein, habe  ich einen „legendären“ Augenblick im spanischen Städtlein Malaga erlebt. Dort spielte in einer Seitenstraße ein Mann auf seinem Cello klassische Etuden. Er musizierte so leidenschaftlich, dass sogar die sonst sehr unfreundlichen, rüpelhaften Spanier ihre Centmünzen hervorkramten. Solche Momente kann man nicht mit einem 150 Euro-Festivalpass kaufen, dafür braucht man schlichtweg Zeit und Glück.

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