Frequency: Placebo mussten Auftritt absagen

Placebo – der Headliner des zweiten Frequency-Tages – sagte ihren Auftritt nach dem ersten Song ab. Der Bassist sinngemäß: „Ich habe schlechte Nachrichten. Mein Bruder und Sänger ist krank. Das ist auch für uns scheisse. Wir kommen im nächsten Jahr wieder“. Die Fans waren mäßig begeistert und buhten die Gruppe aus. Über den Ausfall freute sich jedoch Paul Kalkbrenner, der dadurch plötzlich an die tausend Zuhörer gewann.

Placebo-Sänger Brian Molko musste wegen Krankheit den Auftritt abbrechen.

Placebo-Sänger Brian Molko musste wegen Krankheit den Auftritt abbrechen.

Kraftklub sorgte für gute Stimmung - und mussten nach ihrer Show zahlreiche Autogramme geben.

Kraftklub sorgten für gute Stimmung – und gaben nach ihrer Show zahlreiche Autogramme.

Höhepunkt des Festivalnachmittages war die deutsche Band Kraftklub mit ihren Stimmungssongs. Gelangweilt haben Tocotronic und Noel Gallagher’s High Flying Band (Nur die Oasis-Zugabe war ein Hit!) Kettcar befriedigte souverän die Bedürfnisse ihrer Fans mit der Romantik-Nummer Balu, Jan Delay war okay und Paul Kalkbrenner drehte die Knöpfe auch recht brav. Fazit: Bis auf den Placebo-Ausfall ein gelungener Festivaltag.

Show nach Plan: Jan Delay spielte sein Programm professionell ab.

Show nach Plan: Jan Delay spielte sein Programm professionell ab.

Paul Kalkbrenner heizte mit Hits wie "Sky and Sand" ein.

Paul Kalkbrenner heizte mit Hits wie „Sky and Sand“ ein.

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Standing Ovation für „Die Jahreszeiten“

Mit Standing Ovation, Bravo-Rufen, Freudentränen und nicht enden wollenden Applaus ging Samstagabend das Konzert „Die Jahreszeiten“ in der Stadthalle Enns zu Ende.

Die sympathischen und hochprofessionellen Solisten Maria Erlacher, Daniel Johannsen und Josef Wagner interpretierten die Rezitative des Haydn-Oratoriums mit fröhlicher Leichtigkeit und viel Gefühl. Heinz Ferlesch dirigierte die rund 110 Künstler des Chor Ad Libitum und Ensemble Sonare Linz meisterhaft und war der Held des Abends. Der Kulturverein Pa-Events sorgte für einen reibungsfreien Ablauf der Veranstaltung und mit kühlen Erfrischungen für das Wohl der rund 600 Besucherinnen und Besuchern in der sommerlichen Atmosphäre der Stadthalle.

Am Ende des Konzertes brach ein regelrechter Begeisterungssturm im Publikum aus. „Es war ein einmaliges Erlebnis“, meinte auch Bürgermeister Franz Stefan Karlinger. „Eine perfekte Leistung“, zog Jun Ono, Musikschuldirektor von St. Valentin, Bilanz. „Es war ein grandioses Konzert, das alle Erwartungen nicht nur erfüllte, sondern auch bei weitem übertraf. So eine überwältigende Publikumsreaktion habe ich noch nie erlebt“, freute sich Veranstalter Florian Kobler.

Maria Erlacher: „Bei Haydn bekomme ich Gänsehaut“

Am 23. Juni wird in der Stadthalle Enns das Oratorium „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn aufgeführt. Als Solistin konnte die international gefragte Sopranistin Maria Erlacher gewonnen werden. „Die Jahreszeiten bieten viele Höhepunkte. Ich liebe den Part der Hanne und bei den überwältigenden Chören bekomme ich immer Gänsehaut“, so Erlacher. „Haydns Musik ist schöne schwungvolle Musik, die auf jeden Fall ins Ohr geht und auch Menschen gefällt, die nicht an klassische Musik gewohnt sind.“

Sopranistin Maria Erlacher

Sopranistin Maria Erlacher

Besonders das „selbstverständliche und doch so einzigartige“ Thema von Haydns großer Komposition gefällt Erlacher: „Die Jahreszeiten genießen nicht alle Menschen auf unserer Erde. Wir haben ein Au-Pair-Mädchen aus Afrika und sie ist immer ganz angetan von unseren abwechslungsreichen Jahreszeiten – denn bei ihr gibt es nur warm oder warm mit Regen.“

Im Jahr 2005 gewann Erlacher beim größten österreichischen Gesangswettbewerb Gradus ad Parnassum den Sonderpreis. Ihre Konzerttätigkeit führte sie bereits nach Südafrika oder Japan. Im Juli 2007 wurde sie für eine CD-Produktion mit Telemanns Harmonischen Gottesdienst nach Moskau und St. Petersburg eingeladen und im November 2009 brillierte sie bei einem Opernfestival in Tirana/Albanien.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es bei Mode Schmid und Juwelier Steininger in Enns, bei der Buchhandlung Hajek in St. Valentin und im Internet unter diejahreszeiten.wordpress.com

Zaz brachte Lebensfreude nach Wien

Sie heißt Isabelle Geffroy, nennt sich Zaz (Sass – ausgeprochen!) und wurde mit dem Lied „Je Veux“ berühmt. Gestern war sie mit ihrer Band im Wiener Gasometer zu Gast und präsentierte den österreichischen Fans ihre Hits.

„Vor ein paar Jahren habe ich gelernt: Um andere lieben zu können, muss ich mich selbst lieben. Das war das schönste Geschenk, das ich mir selbst machen konnte“, sagte Zaz während ihres Auftrittes auf Deutsch. Das schönste Geschenk, das sie ihren Fans machte, war, dass sie sonst nicht viel herumlaberte, sondern sich aufs Springen, Herumlaufen, Lachen und Singen konzentrierte. Fazit: Zaz hat Power, eine vielseitige Stimme und bereitet große Freude. Ob sie die neue Edith Piaf ist? Nein, vermutlich ist sie weit besser.

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Improvisationen am Klavier

„Ein Klavier und ein Bild – mehr soll auf der Bühne gar nicht sein“, so kündigte Maximilian Lehner sein Konzert im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik an. Aus dem Klavier wurde ein hochwertiger Yamaha-Flügel, der extra für das Konzert angemietet wurde. Das Bühnenbild von Malerin Klara Hofinger zeigte zwei menschliche Körper und ließ viele Interpretationsmöglichkeiten offen.  Vor dieser Kulisse spielte Lehner Improvisationen mit virtuoser Technik und begeisterte damit das Publikum. „Es war unheimlich schön“, „Sehr gefühlvoll, wirklich traumhaft“, „Ein Wahnsinn!“, lauteten die Reaktionen der anspruchsvollen Besucherinnen und Besucher.

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Barocktrompeter im Stift Sankt Florian

Nicht nur mit Pauken und Trompeten, sondern auch mit Orgel und Klarinetten präsentierte sich das Schwanthaler Trompeten Consort gestern im Sommerrefektorium des Stifts Sankt Florian. Auf (nachgebauten) historischen Barocktrompeten wurden Stücke von G. Fantini, J. Starzer, W.A. Mozart, A. Salieri oder H.I.F. Biber gespielt. Höhepunkt des Konzertes waren die Aufzüge einer Seeschlacht von F. Donninger. Da der Moderator zu schnell und ohne Mikrofon sprach, verstand zwar niemand, wie die Seeschlacht der Ägypter gegen die Römer vonstatten ging, aber musikalisch waren die Aufzüge ein Traum. Für unfreiwilligen Humor sorgte außerdem ein Trompeter, der bei einem Stück seine Noten nicht fand. Aber auch kein Wunder. Die 11 Musiker spielten vierzehn, teils mehrsätzige Stücke, auf verschiedenen Saalpositionen und in unterschiedlichen Besetzungen. Da ist Chaos vorprogrammiert. Fazit: Sympathische und höchst motivierte Trompetertruppe, die aus alten Instrumenten richtig gute Musik hervorzaubert.

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Großer Erfolg für Katharina Zepic

Am Sonntag feierte das Orchester Camerata St. Pantaleon-Erla sein 10-jähriges Jubiläum mit einem Festkonzert in der Basilika St. Laurenz in Enns. Am Dirigentenpult stand Josef Grasegger, als Solistin konnte Katharina Zepic gewonnen werden. Die erst 14-jährige Musikerin aus Amstetten spielte das Violinkonzert in G-Moll (Op.26) von Max Bruch. So unsicher sie vor und nach dem Auftritt auch wirkte, desto überzeugender war sie bei ihrem halbstündigen Solo-Geigenspiel. Es war unglaublich, beeindruckend, sensationell! Zepic spielte ausdrucksstark und gefühlvoll. Standing Ovations in der Kirche! Man frägt sich natürlich, welche Opfer man als Kind aufbringen muss, um in diesem Alter (international) Solokonzerte spielen zu können.

Noch zwei Notizen am Rand: 1.) Dass Schüler und Studenten bei diesem Konzert freien Eintritt hatten, muss man den Veranstaltern hoch anrechnen! 2.) Eltern, die Babies und Kleinkinder in klassische Konzerte mitschleifen, gehören psychologisch betreut.

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Raumklänge in der Minoritenkirche

Der eindeutige Höhepunkt des heutigen Musica Sacra-Konzertes „Raumklänge-Klangräume“ in der Linzer Minoritenkirche war bereits das Eröffnungsstück. Dirigent Heinz Ferlesch und der Chor Ad Libitum interpretierten Josef Rheinbergers‘ „Cantus Missae“ (Kyrie, Gloria und Sanctus) auf berührende Weise und ließen Hoffnungen auf eine genussvolle Konzertstunde aufkommen. Die anderen a-capella-Werke („Doxologia“ von Mocnik, „O Sapientia“ von Sulzer, „Parce mihi Domine“ von de Morales, „Twinkle, twinkle“ von Englbrecht und „Der Mond ist aufgegangen“ von Schulz/Länger) waren zwar spannungsreich und anspruchsvoll, dafür aber selten harmonisch, fast bedrückend und manchmal stresserzeugend. Das merkte man auch am unruhigen und unkonzentrierten Publikum. Die Darbietung von Ferlesch und seinen Sängerinnen und Sängern war ausgezeichnet, aber an einem Frühlingssonntag kurz nach Ostern erwartet man sich womöglich leichtere Kost, mehr Freude und weniger Leid. Versöhnlich waren die Zugaben. (Locus Iste von Bruckner…)

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Osterhochamt mit Orchester

Halleluja! Das Schönste an Ostern ist die Musik. In fast jeder Kirche spielt ein Orchester, singt ein Chor oder treten Solisten auf. In St. Valentin (NÖ) wurde die Missa in G von Franz Schubert aufgeführt. Außerdem die Kirchensonate in B, KV 68 von W. A. Mozart, Let the Bright Seraphim aus dem Oratorium Samson von G.F. Händel (Grandioses Piccolo-Trompetensolo von Martina Wirth!) und das Stück Victimae Paschali Laudes von Johann Joseph Fux. Dirigiert hat Christoph Bitzinger. Ausführende Musiker waren der Kirchenchor, ein zusammengewürfeltes Profiorchester sowie die Solisten Elisabeth Würzburger (Sopran), Stephan Haigermoser (Tenor) und Kurt Köller (Bass). Ich frage mich immer, wie viel Musiker für ein Osterhochamt bezahlt bekommen. Schon klar, die Gagen, die sich meist in zugeklebten Kuverten befinden, sind unterschiedlich hoch. Der Chor singt oft gratis. Aber dennoch kommt sicherlich eine Summe zusammen, die den Pfarrer vom Hocker reißt. Oder spielen die Musiker für ein paar Ostereier und aus Freude an der Musik?

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Fertig Los! zeigen Selbstironie

Die meisten Bands lügen ihr Publikum bei Konzerten an. („Wir kommen leider schon zu unserem letzten Lied…“) Darüber machte sich Philipp  Leu, Sänger der deutschen Band „Fertig Los!“ am vergangenen Donnerstag im B72 lustig. Nachdem das Publikum bereits Hits wie „Sie ist in mich verliebt“ oder „Pläne für die Zukunft“ laut mitgesungen hatte, forderte es noch so viele Zugaben ein, bis endlich „Ein Geheimnis“ am Programm stand. Keine Überraschung für Fertig Los! Die vier sympathischen Musiker spielten ein grandioses aber durchgeplantes Konzert. Auch der Voract, Patrick Richardt präsentierte anspruchsvolle aber schöne Lieder auf seiner Gitarre sowie am Klavier. Man darf gespannt auf sein künftiges Bandprojekt sein. Videos gibts auf YouTube, Fotos hier:

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