Kuriositäten auf Friedhöfen

Dass Friedhöfe und Gruften ganz schön gruselig sein können, ist bekannt. Aber dass sie auch ziemlich kurios sein können, beweist der Friedhof in Ferrara.  Neben der Kathedrale Chiesa di San Cristoforo stehen Grabstätten im ägyptischen Stil. Bewacht werden diese von Sphinxe mit nackten Brüsten. Auf einem anderen Grab steht ein Engel, der auf ein Grab pisst. Ein paar Meter weiter ist auf einem Grabstein ein Totenbild  zu sehen, das ein junges Liebespaar beim Zigarettenrauchen zeigt. Ebenfalls am selben Friedhof befinden sich Kreuze, die mit dem Piraten-Totenkopf-Logo versehen sind. Was lernen wir draus? Verrückte sterben nicht aus!

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Blutwunder in Ferrara

Wie auch andere italienische Orte kann die Stadt Ferrara mit zahlreichen Gotteshäusern auftrumpfen. Während die Kathedrale im Stadtzentrum (Cattedrale di San Giorgio) von Touristen überrollt wird, ringen andere Kirchen mit wunderbaren Ideen um die ihnen zustehende Aufmerksamkeit. Ein Beispiel? Die Basilika „Santa Maria In Vado“ liegt am Rande der Stadt und hat sich für Touristen ein ganz spezielles Wunder ausgedacht: Bei einer Besichtung erfährt man in mehreren Sprachen, dass dort zu Ostern im Jahre 1171 Blut aus einer Hostie floss. Die Blutspritzer kann man noch heute an einer Kuppel über dem Altar entdecken. Auch ein Bild von diesem Ereignis hängt jetzt in der Kirche. Mich erinnert es ein bisschen an „Kill Bill“. Fotos gibts hier:

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Restaurants in Ferrara

Ein Geheimtipp für Genussmenschen ist die italienische Stadt Ferrara. Besser gesagt ihre, von einer beeindruckenden Stadtmauer umgebenen, Innenstadt. Zwischen den hohen, roten Ziegelhäusern befinden sich zahlreiche enge und schattige Gassen. Diese zeichnen sich durch altes Steinpflaster und Laternen mit echten Glühbirnen aus. Lebensmüde Horden an Radfahrer teilen sich die Wege mit Fußgängern, wenigen Pizzabooten-Mofas und Smarts. (Etwas anderes mit vier Rädern passt nicht durch die Gassen!) Abseits der Sehenswürdigkeiten und Boutiquen gibt es wunderbare Restaurants. Man erkennt sie daran, dass sie erst am Abend als Restaurants erkennbar sind und vorher wie Garagen oder verlassene Häuser aussehen. Zudem bieten sie meist keine zwei Tische im Freien an, werden ab 22 Uhr von Italienern überrannt, bitten um Reservierung und verlangen für Antipasti, Prima Piatti oder eine Flasche Rotwein je 8 bis 10 Euro. Die Klos sind Klos und keine Duschen, die Wasserflaschen sind tatsächlich aus Glas und das Besteck ist – richtig – nicht aus Plastik.  Ein konkreter Restauranttipp:  Trattoria da Noemi (via Ragno 31/A, 44121 Ferrara)

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