Street-Art in Bewegung

Auf ihren U-Bahnen sehen die Wiener Linien Graffiti und Co. nicht so gern – und sei sie noch so schön gesprayt. Bei grauen Betonwänden ist das mitunter anders. Darum hat das Verkehrsunternehmen den Street-Art-Künstler David Leitner beauftragt, bei der U-Bahn-Station Spittelau eine 150 Meter lange Betonwand zum Thema Mobilität zu gestalten. „Wichtig war mir, dass es sich um ein inklusives Bild handelt. Daher sind Personen von jung bis alt dargestellt. Man sieht auch einen Mann oder eine Frau mit Stöckelschuhen“, erzählt Leitner. Auch die Natur spielt in dem riesigen Street-Art-Werk eine Rolle. Und, weil die farbenfrohe Wand neben der Müllverbrennungsanlage steht, sind auch Anspielungen auf Hundertwasser im Kunstwerk versteckt. Sehenswert!

Die Farbwelt „orientiert sich an den Farben der Wiener Linien sowie der Natur.“
David Leitner zeigt Mobilität in allen möglichen Variationen
„Mann oder Frau mit Stöckelschuhen.“

Terror: Kerzen werden Kunstwerk

Wie verarbeitet man Trauer? Nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt vergangenen November hat die Bevölkerung tausende Kerzen, Kränze und Briefe an den Tatorten hinterlassen. Künstlerin Sabine Wiedenhofer erlebte den Anschlag aus nächster Nähe und wollte nicht, dass diese Zeichen der Anteilnahme im Müll verschwinden. Sie ließ die Reste des Lichtermeers aufbewahren, schreddern und nach Murano in eine Glasfabrik bringen. In den kommenden Wochen entsteht aus diesen Teilen eine 26×26 Meter große Kunstskulptur, die im Juni im Wiener MuseumsQuartier enthüllt wird. Es soll ein Mahnmal für die Ewigkeit werden. Mehr dazu.

Die MA48 hatte die Gedenklichter eingesammelt und in Wien-Simmering in Containern aufbewahrt