Sevi gewinnt 1. Ennser Poetry Slam

Am Wochenende ging der erste Ennser Poetry Slam (Dichterwettstreit) im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik über die Bühne. Insgesamt traten sechs Poeten beim Wettbewerb an. Nach zwei Vorrunden konnte sich schließlich „Sevi aus Linz“ mit einem Text zum Thema „Ehrlichkeit“ durchsetzen. Der veranstaltende Kulturverein Pa-Events zeigte sich begeistert über die Qualität der Texte aller Teilnehmer. Auch Marguerite Meyer, die Moderatorin des Abends, gratulierte dem Gewinner für seine außergewöhnliche Wortakrobatik. Die Aftershowparty mit der oberösterreichischen Funkband „George and the Caddys“ war ein gelungener Abschluss des hochwertigen Abends.

Benji (2. Platz), Sevi (1.Platz), Marguertite (Moderation)

Poetry Slammer Benji (2. Platz), Sevi aus Linz (1.Platz) und Marguerite (Moderation).

Jury und Publikum

Publikum und Jury im Beisl des Kulturzentrums d’Zuckerfabrik Enns beim 1. Ennser Poetry Slam.

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Leben eines Grenzgängers

Professor Paul Lendvai ist eine humorvolle sowie höchst intelligente Persönlichkeit, der man gerne zuhört. Kein Wunder also, dass heute ungewöhnlich viel Publikum zur Präsentation seines Buches „Leben eines Grenzgängers“ (Kremayr & Scheriau) in eine Wiener Buchhandlung gekommen ist. Lendvai, der als Osteuropa-Experte, ORF-Korrespondent und Publizist bekannt geworden ist, blickt in diesem Werk auf sein Leben zwischen Ost und West zurück.

Paul Lendvai präsentiert "Leben eines Grenzgängers".

Publizist Paul Lendvai präsentiert im Thalia W3 sein neues Buch „Leben eines Grenzgängers“.

Er erzählt Anekdoten – beispielsweise über Bruno Kreisky oder das Bilderberg-Treffen – sowie Erinnerungen über seine Flucht nach Wien und seine Arbeit als Journalist. Das Buch ist kein Roman, sondern gibt ein Gespräch mit der ungarischen Journalistin Zsófia Mihancsik wieder. Fazit: Wenn das Buch selbst so interessant ist, wie es die Präsentation war, dann kann man es ohne Weiteres empfehlen.

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Eine schräge Winterreise

Das Stück „Winterreise“ von Elfriede Jelinek am Wiener Akademietheater (Inszenierung: Stefan Bachmann) ist absolut sehenswert. Nicht nur der Text ist schräg, sondern auch die Bühne. Die Schauspieler seilen sich – wie auf einer Kletterwand – an der Bühne ab und reden über Natasha Kampusch, über Bankskandale, das Internet und über die Vergänglichkeit des Lebens. Dazu kommt Livemusik – Schuberts Liederzyklus „Winterreise“. Der Sänger Jan Plewka ist übrigens nicht stark verkühlt, der „singt“ angeblich immer so.

Filmabspann im Theater :-)

Filmabspann im Theater 🙂

Der Text von Jelinek ist zwar interessant und witzreich, aber manchmal doch etwas langatmig. Doch der Schluss des Stücks ist eine Wucht. Hier kommt dem Publikum nicht nur ein Skifahrer, ein Snowboarder und ein Schlittenfahrer entgegen, sondern auch eine geballte Ladung österreichischer Aprés-Ski-Stimmung. Mit Turbobier, Schlagermusik, Schnee und allem was dazu gehört. Ein toller Theaterabend!

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Spongebob als Stromkasten

Wer die Windmühlgasse in Wien entlangspaziert, wird sich über eine Begegnung mit „Spongebob Schwammkopf“ in Form eines Stromkastens freuen. Doch nicht nur Spaziergänger und Nachtschwärmer finden das auffällige Fotomotiv gelungen, sondern auch Hunde. Das beweist schon einmal die Pfütze auf der Straße. Vielleicht auch deshalb der erschrockene Gesichtsausdruck. „Spongebob wurde auf einem Foto markiert…“

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Fantasiebilder im XXL-Format

Claus Hager aus St. Florian ist unter die Künstler gegangen: Seit ein paar Monaten malt er Bilder, die frei in seinem Kopf entstehen. „Eigentlich zeichne ich schon mein ganzes Leben, jedoch waren das immer nur Skizzen auf Papier, die nach ihrer Vollendung immer im Mistkübel gelandet sind.“ Jetzt ist das anders. Claus möchte Werke für die Ewigkeit schaffen. Hauptsächlich malt er auf Keilrahmen, die mit Baumwolle bespannt sind. Für die Konturen verwendet er Edding-Marker und zum Ausfüllen Filzstifte mit intensiven Farben.

Gut Ding braucht Weile: Bis ein Werk fertig ist, können schon einmal 20 Stunden vergehen.

Gut Ding braucht Weile: Bis ein Werk fertig ist, können schon einmal über 20 Stunden vergehen.

Sein bisher größtes Kunstwerk entstand auf einer Zimmerwand in der Größe von 4,5x2,5 Meter.

Sein bisher größtes Kunstwerk entstand auf einer Zimmerwand in der Größe von 4,5×2,5 Meter.

Claus beginnt seine Werke meistens in der Mitte und erweitert sie dann Schritt für Schritt. Ein Vorzeichnen oder Planen gibt es bei seinen eigenen Werken nicht. Für Auftragsarbeiten ist er dennoch offen. „Finanziell geht es mir derzeit nur darum, dass meine Materialkosten gedeckt sind“, so Claus. Für ihn zählt die Freude, die er durch sein neues Hobby – das Malen – erhält.

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Posaunen-Graffiti als Hingucker

Die Musicbar „Sincopa“ in Barcelona hat ihre Schaufenster-Rollgitter von Graffitikünstlern verzieren lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Am ersten Gitter ist das Logo der Bar sowie eine Posaune zu sehen. Am zweiten Gitter werden die Buchstaben durch Kästchen getauscht und die Posaune besteht nur noch aus Ecken und Kanten. Die Gegenüberstellung erinnert an Computerprobleme – wenn beispielsweise eine Schrift im System fehlt oder ein Passwort eingegeben werden muss. Sehr originell! Super Hingucker!

Die runde Posaune.

Die runde Posaune.

Die Pixelposaune.

Die Pixelposaune.

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Buchstabenkunst am Flughafen

Wer seine Reise vom Wiener Flughafen aus startet, kommt an einem besonderen Kunstprojekt nicht vorbei: „ZeitRaum“ heißt das Großprojekt der Ars Electronica, das seit wenigen Monaten für Aufsehen sorgt. Dabei handelt es sich um dutzende Bildschirme, die ein Wörtermeer in verschiedenen Sprachen projizieren. Diese Installationen befinden sich beim Check-In, Sicherheitscheck und im Wartebereich. Die Bewegungen der Wörter sollen durch die vorbeigehenden Passagiere beeinflusst werden.

Medienkunst für die reisende Masse: Rund 37.000 Passagiere werden angeblich täglich durch die Installationen gescheust.

Medienkunst für die reisende Masse: Rund 37.000 Passagiere werden angeblich täglich durch die Installationen geschleust.

Auf dem Weg zum Pier kommen die Passagiere noch an weiteren künstlerischen Arbeiten vorbei. Ein Beispiel dafür wäre die „Industrious Clock“ von Yugo Nakamuras. Das ist eine digitale Uhr, deren Ziffern im Sekunden-, Minuten- und Stundentakt wechseln. Dies geschieht, indem sie von einer Hand neu gezeichnet, ausradiert, neu gezeichnet, wieder ausradiert (…) werden. Da vergeht die Zeit am Flughafen gleich viel schneller!

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Lokale mit Designer-Lampen

Wer in Barcelona am Abend Essen geht, wird überrascht sein, wie geschmackvoll und dekorativ die Lokale und Restaurants eingerichtet sind. Auffällig sind – neben alten Möbelstücken – vor allem die Designerlampen. Hier ein paar Beispiele:

Lampendecke bei einem Vietnamesen in Barcelona

Lampendecke bei einem Vietnamesen.

Nudelsieb-Lampe im "Origens"

Nudelsieb-Lampe im „Origens“.

Glühbirne im Käfig - gesehen im Restaurant "Basilico".

Glühbirne im Käfig – gesehen im Restaurant „Basilico“.

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„Just Dance“ mit Vanilla Sky

Da staunte die italienische Punkband Vanilla Sky am vergangenen Wochenende: Über hundert Fans waren unter dem Motto „Bad Taste“ zum Konzert in das Ennser Kulturzentrum d’Zuckerfabrik gekommen. Die Initiative wurde von der lokalen Supportband Never Grow Up sowie vom veranstaltenden Kulturverein Pa-Events gestartet. „Ich brauche auch so ein Outfit“, sagte Sänger Daniele Brian und legte sich sofort eine Hawaikette um den Hals. „Bad Taste“ war allerdings nur der Kleidungsstil des Abends. Musikalisch brachten sowohl Never Grow Up als auch Vanilla Sky die Menge in Feierlaune. Vor allem die Coverhits wie „Umbrella“ oder „Just Dance“ sowie ein Schlagzeugsolo von Jacopo Volpe sorgten für Stimmung.

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Zeichen des Humors

Verkehrszeichen und Straßenschilder werden oft für Kunstaktionen umgestaltet. Meist sind es Stopptafeln, die mit politischen oder humorvollen Slogans erweitert werden. Doch auch Einbahn- und Parkverbotschilder werden nicht verschont. Folgende kreative Exemplare wurden in Barcelona gesichtet.

Schild
Schild
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