Schweinchen im Teletext

Pixelkunst gab es bereits im Vorjahr im ORF Teletext zu sehen. Damals gestalteten 18 Künstler beim internationalen Teletext Art Festival (ITAF) jeweils eine Seite. Dabei hatte jeder Künstler nur 24 Zeilen und 39 mögliche Zeichen in sechs Farben plus Weiß und Schwarz zur Verfügung. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Auch das neue Jahr startete der Teletext mit einer Grafik. Vor allem das grüne Kleeblatt ist großartig!

Mit Schweinchen und Glücksklee ins Jahr 2015

Mit Schwein und Glücksklee ins Jahr 2015

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Silvester in der Wiener Hofburg

„Alles Walzer“ und „Prosit Neujahr“ hieß es beim Silvesterball in der Wiener Hofburg. Hier traf sich alles, was ohne mit der Wimper zu zucken über 450 Euro für ein Abendessen und eine Eintrittskarte locker macht. Dazu kommt natürlich noch Kleingeld für Friseur, Kleidung, Taxi, Getränke, Garderobe und Erinnerungsfotos. Dafür erlebt man aber auch etwas: Schöne Menschen mit schönen Abendkleidern, Touristen, die jeden Kristallluster einzeln abfotografieren, Live-Orchester, Opernsänger, DJs, Bands, Balletttänzer, Uniformierte, Promis und Elmayers lächelnde Eintanzpärchen. Und man hat natürlich freie Sicht auf das Feuerwerk über dem Rathaus um Mitternacht. Fazit: Kurzweiliges Wiener Lebenstheater mit hohem Schauwert! Elitär, aber unterhaltsam!

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Elchtest im MuseumsQuartier

Wenn man den einen oder anderen Punsch zu viel getrunken hat und gerade das leere Häferl an der Bar zurückgeben will, kann es schon mal vorkommen, dass man plötzlich einen Elch sieht – zumindest in den Eispavillons im Wiener MuseumsQuartier. Hier hängt nämlich allerlei schräge Weihnachtsdekoration herum. Danach kann man gleich den Elchtest ausprobieren: Plötzlich auftauchende Hindernisse auf der Straße gibt es in dem Gedränge nämlich genug, vor allem wenn man in die Luft schaut und Elche bewundert.

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Vintage-Deko für Weihnachten

Oft sind Antiquitätengeschäfte so dunkel, unfreundlich und klein gestaltet, dass man sich gar nicht so recht hineingehen traut. Ganz anders ist das bei Catrinette in der Porzellangasse. Hier kann man ungestört stöbern, schauen und einkaufen. Im Angebot gibt es Möbel, Mode und Elektronikgeräte, die funktionieren! Auf Facebook wird stets über die neueste Altware informiert. Fazit: Die Wiener Porzellangasse ist wegen ihrer kleinen Spezialgeschäfte und Nahversorger ohnehin einen Spaziergang wert. Catrinette bietet dafür noch einen Grund mehr, wenn man originelle Geschenke für sich oder für Weihnachten sucht!

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Satire als humorvolles Hörspiel

Der Profil-Leserschaft sind die humorvollen und bitterbösen Satire-Kolumnen von Rainer Nikowitz wahrscheinlich bestens bekannt. Um den Texten zusätzliche Aufmerksamkeit zu geben, veranstaltete Kabarettist Florian Scheuba nun gemeinsam mit Nikowitz im Rabenhof Theater mehrere gemeinsame Lesungen unter dem Titel „Land in Sicht“. Fazit: Fans von Faymann, Fellner, Strasser, Grasser, Stronach, Mensdorff-Pouilly, Putin, Pröll, Rosenkranz und Co hatten an diesem Abend nichts zu lachen. Alle anderen schon!

Humorvolles Hörspiel mit Nikowitz und Scheuba

Hörspiel mit Nikowitz und Scheuba

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Entspannung mit Mozart

Die Antwort auf die Frage „Wie lange dauert es?“ gehört für viele zu den Hauptkriterien, ob sie ein Konzert besuchen oder nicht. Die Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart macht einem die Entscheidung leicht. Eine gute Stunde lässt es sich auf jeder Kirchenbank aushalten. Noch dazu, wenn das Werk vom Chor Ad Libitum und dem Ensemble Sonare Linz und der Leitung von Heinz Ferlesch aufgeführt wird, wie dies am Samstagabend in St. Valentin der Fall war. Großartig auch die Solisten Maria Erlacher, Simone Vierlinger, Richard Klein und wahrscheinlich auch Matthias Helm (Der Bass hatte nicht wirklich viel zu tun in dieser Messe). Fazit: Eine Stunde Entspannung und Genuss.

Mozarts c-Moll-Messe in der Kirche Langenhart

Mozarts c-Moll-Messe in der Kirche Langenhart

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

GameBoy-Abenteuer mit Gerafi

„Zongo – Liebe ist doch analog“ heißt das neue Kabarettprogramm von Gerald Dell’mour und Rafael Wagner. Als Duo Gerafi erzählen sie die Science-Fiction-Geschichte des Journalisten Frank Future, der das Geheimnis hinter „Zongo“ aufdecken will. Dabei handelt es sich um ein Computerprogramm, das über Antennen in die Köpfe der Menschen eingepflanzt und mit dem Internet verbunden ist.

Gerafi kritisieren den Smartphone-Social-Media-Selbstdarsteller-Wahnsinn.

Gerafi kritisieren den Smartphone-Social-Media-Selbstdarsteller-Wahnsinn.

Gerafi bieten dem Publikum zwei Stunden lang GameBoy-Musik, Pappkarton-Kostüme, Gesang, Rap, Musical, Tanz, Puppentheater und Schauspiel in bewusst übertriebener Form. Fazit: Unter Kabarett stellt man sich etwas Anderes vor. Gerafi präsentieren eher eine „All inclusive“-Theaterkomödie, eine rasante, überladene Leistungsschau mit höchstem Aufwand. Das ist – wahrscheinlich eher für junges Publikum – abwechslungsreich und zumeist sehr unterhaltsam.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Golf im Orchestergraben

Selten war Text so egal, wie in Rene Polleschs Stück „Cavalcade or Being a holy motor“, das derzeit am Wiener Akademietheater zu sehen ist. Natürlich, Martin Wuttke, Birgit Minichmayr und Ignaz Kirchner spulen in ihrem pausenlosen Redefluss große Themen wie Liebe, Träume und Gesellschaft mithilfe zahlreicher Anspielungen und Zitate, von Sigmund Freud, über Star Wars bis zu Britney Spears, und mit Humor ab. Doch die Aufmerksamkeit liegt auf eigentlich woanders: Bei ihren Spielzeugen auf der Bühne.

Hingucker: Ein Kampfjet schwebt über der Bühne

Hingucker: Ein Kampfjet über der Bühne

Zum einen wäre da der Orchestergraben, der mit bunten Plastikbällen – wie man sie aus dem Kinderparadies im Einkaufszentrum kennt – gefüllt ist. Hier gehen die Schauspieler golfen – oder auf Tauchstation. Zum anderen ein riesiger Kampfjet, der über der Bühne schwebt. Diesen entern die Schauspieler im Brautkleid oder im Affenkostüm. Oder sie landen das Flugzeug in New York. Fazit: Klingt verrückt und absurd? Ist es auch. Aber für 75 Minuten unterhaltsam und abwechslungsreich genug.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Bärenjagd in Brigittenau

Sehr skurril: Man könnte glauben, dass man in der Jägerstraße in Brigittenau vor wilden Tieren sicher ist. Falsch gedacht, denn gerade dort kann es einem als Nachtschwärmer passieren, dass man plötzlich einem riesigen Bären gegenübersteht 🙂

Bär

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Fleischfressende Rehe im Kabarett

Einen Horror-Psychokrimi mit fleischfressenden Rehen, einer (fahr)lässigen Mörderin, sich selbst erschießenden Polizisten, einem sprechenden Wunderbaum und vielen weiteren skurrilen Figuren stellt Berni Wagner in seinem Kabarettprogramm „Schwammerl“ auf die Bühne.

Bernhard Wagner

Schwammerl-Horror-Show mit Wagner

Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, kippt in eine äußerst vergnügliche Drogenrausch-Geschichte hinein – und kommt erst wieder heraus, wenn Wagner ein mit Schweiß getränktes Taschentuch von der Bühne schießt, mit der Gitarre Erotikmessen-Gstanzl und Anti-Austropop-Lieder trällert oder einen Poetry-Slam-Text vorträgt.

Bernhard Wagner

Berni Wagner im Kabarett Niedermair

Fazit: Wagner, der sowohl musikalisch als auch schauspielerisch hoch talentiert ist, testet die Schmerzgrenzen des Publikums. Als Geschichtenerzähler gelingt es ihm aber, das Publikum für einen Abend in seine verrückte Welt zu holen. Sein Programm „Schwammerl“ ist die Horror-Show des Kabaretts, die man erlebt haben muss.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.