Gänsehaut bei „Hollywood in Vienna“

„Comedy Tonight“ lautete das Motto der heurigen Filmmusikgala „Hollywood in Vienna“ im Wiener Konzerthaus. Das ORF Radio-Symphonieorchester bot unter der Leitung von David Newman Melodien aus den Filmen „Der große Diktator“, „The Simpsons“, „The Muppets“, „Das Leben des Brian“ und viele mehr in höchster Qualität dar. Besondere Highlights waren „Glasgow Love Theme“ von Craig Armstrong aus der britischen Filmkomödie „Tatsächlich Liebe“ und das Klaviersolo von Frantisek Janoska. Gänsehaut-Feeling! Im zweiten Teil des Konzerts wurde der inzwischen 70-jährige Komponist Randy Newman mit dem Max Steiner-Preis geehrt. Völlig zu Recht, man denke an seinen „Monk“-Song  „It’s A Jungle Out There“ oder an die Freundschaftshymne „You’ve Got A Friend In Me“ aus Toy Story. Fazit: Schon jetzt kann man sich auf Hollywood in Vienna 2015 freuen. Großes Kino für Augen und Ohren!

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

BlöZinger – Das Buch

Das Kabarettduo BlöZinger – bestehend aus Robert Blöchl und Roland Penzinger – feiert im Herbst 2014 sein zehnjähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Grund ist soeben ein Buch mit dem Titel „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler im Forest Verlag erschienen. Es  erzählt mit humorvollen Anekdoten von den ersten zehn Jahren der beiden CliniClowns und Kabarettisten. Dabei kommen auch Wegbegleiter wie Günther Lainer und viele mehr zu Wort. Fragen wie „War Roland wirklich Zirkusdirektor?“, „Musizierte Robert tatsächlich mit den Wiener Philharmonikern?“, „Was bitte ist die Österreichische Kabarettmatura?“ werden im Buch mehr oder weniger beantwortet.

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Mehr Infos zum Buch und eine Bestellmöglichkeit gibt es unter bloezinger.wordpress.com.

Einen Videotrailer zum Buch gibt es auf YouTube.

Paul Gilberts singende Gitarre

Zu den langweiligsten Momenten auf Konzerten gehören oft die übertrieben langen und unspektakulären Gitarrensolos. Es gibt aber auch Ausnahmemusiker wie Paul Gilbert, die ein ganzes Album mit virtuosen Gitarrensound füllen können. Das Album „Stone Pushing Uphill Man“  erscheint Mitte August. Darauf lässt Gilbert, auch bekannt als Gitarrist von Mr. Big, bekannte Nummern wie „Goodbye Yellow Brick Road“ (Elton John), „Why Don’t We Do It In The Road“ (The Beatles) oder „Murder by Numbers“ (The Police) von seiner Gitarre instrumental nachsingen. Fazit: CD einlegen, Lautstärke-Regler rauf!

Gilbert rollt seinen Stein (die Musik) gerne immer wieder bis an die Spitze.

Paul Gilbert rollt seinen Stein (seine Musik) gerne immer wieder von Neuem bis an die Spitze.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Lässiges Konzert im Ö1-Zelt

Es lag sicherlich nicht am Regen und am Wind, dass das Ö1-Zelt am Donauinselfest am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt war, sondern an den hervorragenden Künstlern: Für große Begeisterung sorgte zum Beispiel die Familie Lässig, bei der Manuel Rubey zeigte, dass er lieber als Sänger statt als Moderator auf einer Bühne steht. Auch Kabarettist Gunkl bewies sein musikalisches Talent – vor allem als Saxofonist. Als Gäste waren neben Clara Luzia auch Radeschnig mit dabei: Die beiden Zwillingsschwestern boten nach dem „lässigen Konzert“ noch eine Dreiviertelstunde Kabarett auf musikalisch höchstem Niveau. Fazit: Mit Angeboten wie dem Ö1-Zelt wird das Jahrmarktspektakel auf der Donauinsel tatsächlich zum Fest.

Familie Lässig und Gäste im Ö1-Zelt am DIF2014

Familie Lässig und Gäste im Ö1-Zelt am DIF

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Fußballschauen am Strand

Die Fußball-WM in der Strandbar Herrmann zu genießen, ist fast ein bisschen so, als würde man im Stadion sitzen. Man ist umgeben von Passivsportlern, trinkt aus Plastikbechern und wird am Eingang von Securities durchsucht. Zumindest ist das Flair bei weitem besser, denn vor der TV-Leinwand befindet sich ein weicher Strand mit Liegestühlen. Wenn man folgende Tipps beachtet, kann man hier einen wirklich schönen Abend verbringen: 1.) Schuhe ausziehen. 2.) Nicht in der Halbzeit-Pause aufs Klo gehen oder Pommes holen. 3.) Um zwei Cocktails zum Preis von einen zu ergattern, sollte man sich mindestens eine Viertelstunde vor dem Ende der Happy Hour bei der Bar anstellen.

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Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Jauchzen und Jubeln

Nicht nur die Fußballfans haben am Sonntag vor dem Fernseher gejubelt, sondern auch das Publikum im Veranstaltungszentrum Gunskirchen. Dort gaben der Chor Ad Libitum und das Ensemble Sonare Linz unter der Leitung von Heinz Ferlesch ein Konzert. Dargeboten wurde unter anderem die „Cantus missae“ von Rheinberger und die Krönungsmesse von Mozart. Star des Abends war Elisabeth Wimmer: Die sympathische Sopranistin begeisterte mit Mozarts „Exsultate, jubilate“. Vor allem das „Alleluja“ sang sie traumhaft leicht und fröhlich. Verschiedene Versionen der Motette gibt es auf YouTube.

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Standing Ovation für Elisabeth Wimmer im Veranstaltungszentrum Gunskirchen.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Das Ende der Bequemlichkeit

„Warum tut er sich das an“, fragte sich heute so mancher Gast in einer Wiener Buchhandlung. Hannes Androsch stellte dort sein neuestes Buch „Das Ende der Bequemlichkeit. 7 Thesen zur Zukunft Österreichs“ vor. Nach dem Bildungsvolksbegehren vor drei Jahren ist es sein nächster Versuch das Land zu verändern. Man kann zu Androsch stehen wie man will, aber man muss dankbar sein, wenn ein 76-Jähriger heutzutage noch an die nächste Generation denkt.

Voller Saal bei der Androsch-Lesung!

Voller Saal bei der Androsch-Lesung!

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Ö3-Comedy als Liveshow

Gernot Kulis ist ein sympathischer Comedian – ja, auch so etwas gibt es. Sein Programm „Kulisionen“ ist aber nur bedingt empfehlenswert. Wer auf nacherzählte Telefonscherze des Callboys („Der Bademeister ist doof“), Hans-Krankl-Imitationen („Huach zua“) oder auf eine Professor Kaiser-Prüfung („Was heißt I don‘t know auf Deutsch?“ „Ich weiß es nicht.“ „Das ist aber schlecht…“) steht, wird auf seine Kosten kommen. Fazit: Für wahre Fans des Ö3-Komikers ein amüsanter Abend. Für alle anderen genügt YouTube.

TV-Aufzeichnung im Gasometer

DVD-Aufzeichnung im Gasometer Wien

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Großes Kino im Kasino

Wer die Möglichkeit hat, sollte schnell zur Burgtheater-Kassa laufen und sich Karten für „Wunschloses Unglück“ von Peter Handke kaufen. Das Publikum im Kasino am Schwarzenbergplatz sitzt vor einer Leinwand und sieht einen Film über eine Frau, die einen minutiös geplanten Selbstmord begeht. Besonders an diesem Film (Regie: Katie Mitchell) ist, dass er unter und hinter der Leinwand live entsteht. Das Publikum kann sich also aussuchen, ob es sich ein Theaterstück, einen Film oder die Entstehung eines Films ansehen möchte. Fazit: Selten erlebt man abseits der Wiener Festwochen so einen faszinierenden Theaterabend. Großartig! Wunschlos glücklich!

Bei "Wunschloses Unglück" wird kein Theaterstück abgefilmt, sondern ein Live-Film gedreht.

Im Kasino wird kein Theaterstück abgefilmt, sondern ein professioneller Live-Film gedreht.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Ein Musical über die Moral

Liebe endet nie“ singen Pia Douwes und Uwe Kröger im neuen Musical „Der Besuch der alten Dame“. Das Lied ist der einzige Ohrwurm. Ansonsten kann das Musical eher mit einem gewaltigen Bühnenbild punkten, etwa, wenn ein ÖBB-Zug auf die Bühne fährt. Auch der Inhalt des Dürrenmatt-Klassikers hat es in sich! Moral, Geld, Tod. Fazit: Trotz mancher Längen und dem Versuch, durch Lautstärke von musikalischen Schwächen abzulenken, ist der Besuch der alten Dame ein Besuch im Wiener Ronacher wert.

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Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.