Mitsingen im Musical ist ja eher verpönt. Eine Ausnahme war die „Sing Along“-Vorstellung von „Rock Me Amadeus – das Falco Musical“ im Ronacher. Dabei wurde das Publikum dazu animiert, lautstark mitzusingen. Statt englischer Untertitel wurden die Liedtexte angezeigt. Außerdem gab es ein Mitmachprogramm (Selfie beim „Egoist“, Nicht umdrehen beim „Kommissar“, Handy-Lichtermeer, Fahnen schwenken…). Ein interaktiver Spaß für das Musical-Stammpublikum!
Fotografieren war bei „Falcos Las-Vegas-Hochzeit“ ausdrücklich erwünscht.
Zum 25. Mal wurden die Amadeus Austrian Music Awards vergeben! Zum ersten Mal nicht im Wiener Volkstheater, sondern in der riesigen Marx-Halle. Den Lebenswerk-Preis bekamen die Seer („Wir sind jetzt Legenden!“), den FM4-Award erhielt die 21-jährige Sängerin Sodl. Bei der Show performte sie ihr Lied „I am a Woman“ und sagte dazu: „Ich habe darin die Unsichtbarkeit verarbeitet, die man als Frau oft spürt. Und ich hab mir gewünscht, dass man ein bisschen ernster genommen wird.“
ESC-Starter JJ und die AAMA-Preisträger Sodl, Rian und Oska.
„Without orchestra, without brass, without instruments – we are muti“, sagt Dirigent Riccardo Muti. Der 83-jährige Stardirigent möchte die Aufmerksamkeit der Jugend auf Blechblasinstrumente legen. Denn Tuba, Trompete, Horn und Co. würden zur europäischen Geschichte gehören und müssen bewahrt werden. Passend dazu stellte er sein neues Album „Italiana“ vor, dass er gemeinsam mit „The Philharmonic Brass“ eingespielt hat.
Paul Halwax und Riccardo Muti bei der Albumpräsentation im Grand Hotel.
Pepe Lienhard ist 37 Jahre lang mit Udo Jürgens auf der Bühne gestanden. Nun lässt der 78-jährige Saxofonist den legendären Entertainer wiederauferstehen – bei der „Da Capo Udo Jürgens“-Tournee. Dabei singt Udo Jürgens dank alter Konzertaufnahmen von der Leinwand. Darunter spielt live das Orchester Pepe Lienhard mit Gästen. Sogar Duette sind mit dem Video-Udo möglich. Eine super Illusion – und sehr emotional für das Publikum!
Vor Auftritten in der Wiener Stadthalle war sogar Udo Jürgens nervös, sagt Begleiter Pepe Lienhard.
Ein Jazzclub voller Kinder! Die großartige Jakob Pocket Band gibt an Nachmittagen Kinderkonzerte im Wiener Porgy & Bess. Diesen Sonntag waren verjazzte Kinderlieder von „Bruder Jakob“, „Auf der Mauer, auf der Lauer“ bis „Ein Männlein steht im Walde“ zu hören. Erzähler Helmut Schuster improvisiert eine Geschichte drumherum.
Jakob Pocket Band: Oliver Steger, Heimo Trixner, Franziska Katzlinger, Helmut Schuster
Neben dem Porgy & Bess und dem Jazzland gibt es in Wien noch einen weiteren spannenden Jazz-Club – das Zwe in der Floßgasse 4. Ein kleines Kellerlokal mit täglichen Konzerten. Bei der Jam Session am Mittwoch war das Lokal gesteckt voll. Unglaublich, wie viele Menschen im musikalischen Untergrund Platz haben – und sich wohlfühlen!
Livemusik aus nächster Nähe – mit Thomas Kugi, Oliver Kent, Uli Langthaler und Dusan Novakovic.
Das hat Spaß gemacht! Singer-Songwriterin Eli Preiss hat am Sonntagabend im Wiener Konzerthaus gezeigt, wie großartig R&B mit deutschen Texten sein kann. Der Sound im Berio-Saal war top, Gitarist Luarr und DJ Mark aka tschickgott heizten die Stimmung an. Höhepunkte waren Lieder wie „Party mit mir selbst“ oder „(von hier bis) Tokio“.
Kurzweilige Show mit Lichtermeer – Eli Preiss im Konzerthaus-Keller
50 Uraufführungen stehen heuer bei „Wien Modern“ auf dem Programm, dem Festival für neue Musik. Als Sujet sind Glanzwürmer zu sehen, die einen Knäuel bilden. „Es geht um das Gemeinsame“, erklärt Festivalleiter Bernhard Günther. Insgesamt bespielt das Festival heuer 28 Orte – vom Palmenhaus, Musikverein, Konzerthaus, Secession bis zur Ruprechtskirche – und verspricht neue Klangerfahrungen. Bernhard Günther dazu: „Meine Oma hat immer gesagt: Man wird alte wie eine Kuh, aber lernt immer dazu.“
Bernhard Günther im Brahms-Saal des Wiener Musikverein
Die Anschlagspläne und die damit verbundene Absage der drei Stadionkonzerte von US-Superstar Taylor Swift in Wien waren ein Schock, die Enttäuschung und Trauer bei den jungen und teils weit angereisten Fans riesig. Doch dann organisierten sich die „Swifties“ selbst – und machten das Beste daraus: Sie trafen sich in der Stadt, um Freundschaftsbänder auszutauschen, ihre Eras-Outfits zu präsentieren und gemeinsam zu singen. Vor allem in der Corneliusgasse im 6. Bezirk und beim Stephansplatz. Tausende kamen zusammen, um das Konzert quasi nachzusingen – mit Choreographien und viel Freude! Die berührenden Bilder davon gingen über Instagram und TikTok um die Welt!
Tabby-Kunstwerk, Swiftie-Massen in der Corneliusgasse und am Stephansplatz
Auch die Stadt Wien, viele Lokale und Institutionen versuchten die Swifties mit Aktionen und freien Eintritten aufzumuntern. Es gab aber auch private Initiativen. Der Wiener Street-Art-Künstler Tabby etwa sprühte ein Schablonenbild von Taylor Swift mit dem Text „Spread love, not hate“ am Donaukanal – und verschenkte mehr als 50 Kunstwerke: „Damit sie ein positives Erlebnis hier in Wien haben.“
Die ersten beiden Prater-Picknicke der Wiener Symphoniker sind ins Wasser gefallen – konkret die für das Fernsehen geplanten Konzerte an den Schulschluss-Freitagen. Auch heuer war es eine Zitterpartie. Regentropfen am Donnerstag und Freitag in Wien. Das Orchester hatte sicherheitshalber Regenponchos produzieren lassen. Aber die Hoffnung lautete: Aller guten Dinge sind drei. Und so war es auch! Erstmals Traumwetter an beiden Tagen beim Prater-Picknick auf der Kaiserwiese! ORF 2 hat das Konzert mit Dirigent Dirk Kaftan, Julian Le Play, Georg Nigl und Annette Dasch aufgezeichnet – und die idyllische Picknick-Stimmung vor dem Riesenrad eingefangen!
Traumwetter und volle Kaiserwiese beim 3. Prater-Picknick der Wiener Symphoniker. Für Julian Le Play war es das „berührendste musikalische Erlebnis“ bisher. Der Popsänger feierte außerdem seinen 33. Geburtstag. Das Orchester gratulierte bei der Generalprobe mit einem symphonischen „Happy Birthday!“