Weihnachten mit der Stadtkapelle Enns

Traditionelle Walzerklänge von Johann Strauß und Marschmusik von Julius Fucik eröffneten das 57. Stefanikonzert der Stadtkapelle Enns am 26. Dezember in der bestens besuchten Stadthalle. Unter der Leitung von Kapellmeister Songwei Liang wurden elf Stücke zum Besten gegeben, darunter viele Ohrwürmer und berühmte Filmmusik-Melodien. Großen Applaus bekam das neu gegründete Jugendorchester Enns. Leiterin Marlene Scherhaufer präsentierte mit den Jungmusikern die Stücke „Ein Chinese in Paris“ und „The Flintstones“.

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Als Höhepunkte der zweiten Hälfte galten die Stücke „König der Löwen“, „I know him so well“ sowie die traditionelle Zugabe „Radetzkymarsch“, bei welcher das Publikum wie beim Neujahrskonzert mitklatschte. Moderator Florian Kobler sorgte mit humorvollen Anekdoten zusätzlich für Unterhaltung. Die freiwillige Feuerwehr verköstigte die Besucher mit Würstel und Getränken. Somit wurde das Konzert für alle Beteiligten eine musikalische Weihnachtsfeier auf hohem Niveau. Mit dem Stefanikonzert nahm das Jubiläumsjahr 800-Jahre-Enns seinen musikalischen Abschluss.

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über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Lebensfreude mit Solomon

„Happy, Happy Solomon“ – Am Samstag war der Solomon, das Oratorium von Georg Friedrich Händel, im Brucknerhaus live zu erleben. Auf der Bühne standen unter der Leitung von Heinz Ferlesch die grandiosen Solisten Rupert Enticknap (Altus, Solomon), Andrea Lauren Brown (Sopran, Solomons Queen), Cornelia Horak (Sopran, Queen of Sheba), Michael Feyfar (Tenor) sowie der Chor Ad Libitum aus St. Valentin und das Originalklangensemble Barucco.

Standing Ovations für das Solomon-Ensemble

Standing Ovations für das Solomon-Ensemble.

Die Aufführung war künstlerisch auf höchstem Niveau. Kein Wunder, schließlich wurde das Konzert für eine CD-Produktion aufgenommen. Die Freude am Singen und Musizieren war den dutzenden Künstlern ins Gesicht geschrieben. Diese postive Stimmung spiegelte sich im Publikum wieder. Nach dem Schlusschor gab es lauten Applaus, Standing Ovations und zahlreiche Bravo-Rufe. Ferlesch ließ sich daher sogar zu einer Zugabe hinreißen. Drei Stunden purer Musikgenuss!

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Muse-Show als zweistündiges Hitfeuerwerk

Welche Band ist derzeit live und international erfolgreicher als Muse? Wahrscheinlich U2, das war es dann auch schon wieder. Kein Wunder also, dass das gestrige Muse-Konzert „The 2nd Law“ in der Wiener Stadthalle seit Monaten ausverkauft war. Der Konzertabend begann mittelmäßig: Die Vorband „Everthing Everything“ war okay, aber nicht umwerfend. Der Lichttechniker gönnte den Anheizern auch nur geschätzte 20 Scheinwerfer. Großer Jubel kam erst auf, als der Sänger meinte: „One last song and than it’s MUSE o’clock!“

Spektakuläre Eröffnungsshow beim Muse-Konzert in Wien.

Spektakuläre Eröffnung beim Muse-Konzert.

Videos unterstützten die Botschaften der Songs.

Videos unterstützten die Botschaften der Songs.

Das britische Trio Muse startete mit einem Lichtgewitter und bombastischen Dubstep-Elektronik. Die Bühne wurde durch LED-Videowände zu einem Halbkreis geformt. Auch das Schlagzeugpodest und die Vorderseite der Bühne waren mit LED-Wänden ausgestattet. Als wäre das noch nicht genug, formierte sich von oben herab eine Pyramide mit weiteren Videoleisten. Getoppt wurde das Licht dann noch durch Laser- und Pyroeffekte am Ende der Show.

Laserstrahlen schwebten über den Köpfen des Publikums.

Laserstrahlen über den Köpfen des Publikums.

Matthew Bellamy, Dominic Howard und Christopher Wolstenholme vor 12.000 Fans in der Halle D.

Matthew Bellamy, Dominic Howard und Christopher Wolstenholme vor 12.000 Fans.

Das Konzert hatte alles zu bieten, was man sich wünscht: Coole Effekte, viele Überraschungen, ein Hit nach dem anderen, Hymnen zum Mitgrölen, publikumsnahe Musiker, abwechslungsreiche Rock-Alternative-Klavier-Elektronik-Klänge und perfekten Live-Gesang. Fazit: Ein Konzert mit Muse ist eine bis auf den letzten Ton durchinszenierte Rockoper mit über 20 Songs. Grandiose Show! Wer Karten für ein Konzert im Umkreis von einigen hundert Kilometern ergattern kann, sollte diese Chance nützen!

Zum offiziellen Konzertende setzte sich die LED-Pyramide auf die Bühne.

Zum offiziellen Konzertende setzte sich die LED-Pyramide auf die Bühne.

Pyroeffekte sorgten für den krönenden Abschluss.

Pyroeffekte sorgten für den krönenden Abschluss.

Die mit Hits vollgepackte Setliste vom Wien-Konzert: The 2nd Law: Unsustainable, Supremacy, Bliss, Panic Station, Resistance, Supermassive Black Hole, Animals, Monty Jam, Explorers, Sunburn, Time Is Running Out, Liquid State, Madness, Follow Me, Undisclosed Desires, Plug In Baby, Stockholm Syndrome. Zugaben: Isolated System, Uprising, Survival, Starlight, Knights of Cydonia.

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Große Nachfrage bei „Pater Martin“-Buch

Rund 400 Fans des Ennser Pfarrers Pater Martin stürmten vergangenen Samstagabend die Kirche Enns-St.Marien, um bei der Präsentation des neuen Buches „Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen.“ dabei zu sein.

Die Besucher kamen aus ganz Oberösterreich und reisten sogar von Baden bei Wien extra an. Die Erwartungen waren hoch, als die Lesung in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche startete. Immerhin wurde das Buchprojekt bis vor zwei Wochen unter Verschluss gehalten. Die Überraschung war groß, als in Enns Plakate über ein Buch des beliebten Stadtpfarrers Pater Martin hängten.

Illustrator Georg Atteneder, Verlagschef Wolf Ruzicka, Pater Martin, Autor Florian Kobler.

Illustrator Georg Atteneder, Verlagschef Wolf Ruzicka, Pater Martin, Autor Florian Kobler.

Nachdem Moderator und Buchautor Florian Kobler über die Entstehung des Buches referierte, erzählte Pater Martin voller Leidenschaft einige Anekdoten aus seinem Leben. Dabei schoss er sogar seine Franziskaner-Patschen durch die Luft. Freya-Verlagschef Wolf Ruzicka meinte bei seiner Rede: „Ich habe noch nie erlebt, dass so viele Menschen bereits vor eine Lesung Bücher kaufen und diese signieren lassen!“

Der Verlag spendete drei Euro pro Buch an die Initiative „Ennser helfen Ennsern“. Stadträtin Marieluise Metlagel präsentierte diesen regionalen Sozialfond, der in  Not geratene Familien unterstützt, am Ende der Lesung.

Volle Kirche bei der "Lesung aus dem ersten Buch des Pater Martin an die Ennser".

Volle Kirche und gute Stimmung bei der „Lesung aus dem ersten Buch des P. Martin an die Ennser“.

Über eine Dreiviertelstunde signierte Pater Martin ununterbrochen Bücher, während sich die Gäste bei einer Agape mit Wein aus dem Burgenland und herrlichen Aufstrichbroten (von der Ennser Bäckerei Aichberger und vom Ennser Fleischhauer Reisinger) in der Wallseerkapelle stärkten. Unter den zahlreichen Gästen: Bundesrat Gottfried Kneifel, Altbürgermeister Friedrich Steinbichler, Stadträtin Marieluise Metlagel, Pater Andreas, PGR-Obmann Wolfgang Haager, Unternehmer Mario Stangl,  ASKÖ-Ennsdorf-Obmann Anton Prinz und viele mehr.

Pater Martin, das Buch und Florian Kobler.

Pater Martin, das Buch und Florian Kobler.

„Ich muss zugeben, dass ich an diesem Abend ein kleines bisschen nervös war. Ich dachte nicht, dass meine Erlebnisse so vielen Menschen Freude bereiten“,  so Pater Martin. „Ich bin überwältigt und freue mich darüber, dass die Kirche so voll war, wie sonst nur zu Weihnachten und Ostern. Ich hoffe jetzt natürlich, dass das Buch auch den Erwartungen der Menschen entspricht“, so Florian Kobler.

Das neue Buch ist in der Pfarrkanzlei sowie in Kürze auch im TSE-Tourismusshop sowie in St. Valentin in der Buchhandlung Hajek erhältlich. Mehr Informationen auf http://www.freya.at

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Wolf Haas begeistert im Burgtheater

Normalerweise beginnt eine Lesung damit, dass sich der Autor setzt und aus seinem Buch vorliest. Nicht so bei Wolf Haas. Dieser betrat heute Abend die Burgtheater-Bühne und trug stehend Teile seines neuen Romans „Verteidigung der Missionarstellung“ ganze 25 Minuten lang auswendig – und in einer Wurst – vor. Viele fragen sich, warum er sich die Arbeit antat und sein Buch auswendig lernte? „Es ist spannend zu beobachten, wie nervös das Publikum wird und sich fragt, ob ich es schaffe…“, so Haas.

Ein schlechtes Handyfoto von der Lesung, das diesen Artikel bebildern soll.

Ein unglaublich viel aussagendes und an Qualität kaum zu überbietendes Handyfoto der Lesung.

Haas erzählt emotionslos, schnell und immer wieder mit Blick am Boden. Er ist kein guter Schauspieler – und das macht ihn extrem sympathisch. Seine Qualität liegt in den genialen Texten, die voller Ideen, Witz und Wortspiele sind. Einige Seiten seines Buches sind auf Chinesisch geschrieben. Wer sich „die Mühe macht“ und eine seiner Lesungen besucht, wird mit der deutschen Übersetzung belohnt. (Oder man geht – wie ein Kurier-Journalist – zum Chinarestaurant seines Vertrauens und bittet den Kellner um Hilfe…)

Sowohl hinter der Handlung des Romans als auch hinter der Lesung steckt eine spannende sowie genial abgerundete Dramaturgie. Haas baute bei seiner Lesung so geschickte Seitensprünge ein, dass man als unvorbereiteter Zuhörer nach hundert Minuten alles – und doch gar nichts weiß.

Em Ende der Veranstaltung lud Wolf Haas das Publikum ein, die Bühne des Burgtheaters zu betreten und sich das Buch signieren zu lassen. Diesem Aufruf folgten – ohne zu übertreiben – mindestens hundertfünzig Fans. Wäre die Warteschlange nicht so abschreckend gewesen, hätten wahrscheinlich noch mehr Besucher diese Gelegenheit genützt.

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Volle Energie mit „Power of Tower“ und Marc Miller

Großer Jubel kam auf, als gestern Abend die Marc Miller Band die Bühne im Wiener Gasometer betrat. Ein-Dreiviertel Stunden zeigten die Musiker rund um den amerikanischen Bassisten ihr Können, spielten aber mehr für sich selbst, als für das Publikum. Ihre Show bestand aus langen Songs, vielen Solos und Improvisationen, viel Bass und verzichtete auf Gesang. Fazit: Ein grooviges, wenn auch rein instrumentales Warm-Up für die grandiose Band „Tower of Power“.

Marc Miller überzeugte im Gasometer als E-Bassist und Komponist.

Vollprofi: Marc Miller überzeugte im Wiener Gasometer als E-Bassist und Komponist.

Als die rüstigen Musiker von „Tower of Power“ endlich loslegten, kochte die Halle. Die Fans in der ersten Reihe hatten Tränen vor Freude in ihren Augen. Frontman Larry Braggs spielte mit seinem „Jazz-Funk-Soul-Orchester“ eine grandiose Live-Show. Das Publikum – großteils im Alter zwischen 30 und 60 – dankte mit euphorischem Applaus. Fazit: „Tower of Power“ sind alte Hasen im Musikgeschäft. Sie haben’s drauf und wissen, wie man feiert und begeistert.

Larry Braggs von Tower of Power hatte sichtlich Spaß auf der Bühne.

Volle Power: Larry Braggs von „Tower of Power“ hatte sichtlich Spaß auf der Bühne.

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Orgelklänge wie im Horrorfilm

Gestern Abend zelebrierte Jeremy Joseph im Konzerthaus auf der Orgel, der Königin der Instrumente, drei Werke von Johann Sebastian Bach und Arnold Schönberg. Wie der Bösewicht in einem Horrorfilm oder der Protagonist in „Schlafes Bruder“ berarbeitete der Musiker leidenschaftlich seine mächtige Tastenmaschine, zog alle möglichen Register und sorgte für einen abwechslungsreichen ersten Konzertteil.

Jubel und Applaus: Jeremy Joseph, der südafrikanische Organist, begeisterte im Konzerhaus.

Jubel und Applaus: Jeremy Joseph, der südafrikanische Organist, im Konzerhaus.

Nach der Pause stand Heinz Ferlesch am Dirigentenpult und bot mit der Sopranistin Nina Berten, der Wiener Singakademie und Jeremy Joseph das Lied „Hör meine Bitten, Herr“ von Felix Mendelssohn Bartholdy dar. Danach stand das Werk „Ecce sacerdos magnus“ von Anton Bruckner am Programm, das gemeinsam mit der Posaunengruppe „Trombone Attraction“ zum Besten gegeben wurde. Man hätte meinen können, dass hier ein ganzes Orchester am Werken gewesen war, dabei spielten nur vier Instrumente. Den Abschluss des Konzertabends bildete Johann Sebastian Bachs Werk „Komm süßer Tod, komm sel’ge Ruh'“. Der Chor verteilte sich dazu im ganzen Saal und sang das schaurig-harmonische a-capella-Stück. Fazit: Ein abwechslungsreicher Konzertabend – mit hervorragender musikalischer Besetzung.

Verspielt, mit Energie und Ruhe: Heinz Ferlesch dirigierte mit viel Gefühl die Wiener Singakademie..

Verspielt, mit Energie und Ruhe: Heinz Ferlesch dirigierte mit viel Gefühl die Wiener Singakademie..

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BlöZinger über ihr neues Programm „ErIch“

Gestern Abend präsentierten Robert Blöchl und Roland Penzinger (BlöZinger) ihr neues Programm „ErIch“ im ausverkauften Kulturzentrum d’Zuckerfabrik. Dabei geht es um ein Familientreffen und Begräbnis der besonderen Art. Beide Kabarettisten schlüpften in zahlreiche Rollen und boten dem Publikum zwei Stunden lang beste Unterhaltung. BlöZinger gehören inzwischen zu den besten Kabarettisten des Landes. Kulturblogger.at traf sie zum Interview.

BlöZinger mit ihrem Programm "ErIch" im Kulturzentrum d'Zuckerfabrik.

BlöZinger mit ihrem Programm „ErIch“ im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik.

Kulturblogger.at: Seid ihr die vergangenen Jahre lustiger geworden?

Roland Penzinger: Ich würde ja jetzt gerne etwas sagen, aber ich darf nicht. Bitte Robert.
Robert Blöchl: Natürlich sind wir lustiger geworden. Hoffen wir. Ich hab den Roland vor zwanzig Jahren nicht gekannt, aber ich bin mir ziemlich sicher, er war damals gar nicht lustig und jetzt ist es mittlerweile voll okay.
Penzinger: Siehst du, das hätte ich auch gesagt, nur anders.

Kulturblogger.at: Und woran liegt das?

Penzinger: Wie gesagt, ich darf nicht. Bitte Robert.
Blöchl: Ein Riesenvorteil ist, dass man im Alter nicht mehr alles ernst nimmt. Ich mein, wir sind zwar nicht so alt, also ich bin nicht so alt… (Zu Roland) Wie alt bist du?
Penzinger: Alt genug. Danke! Ich darf‘s nicht sagen. Ich darf ja keine Fragen beantworten.
Blöchl: Also im Alter nimmt man nicht mehr alles ganz so ernst und das hilft uns beiden schon. Speziell auf der Bühne.
Penzinger: Ich kann dich gern Ernst nennen wenn du willst. Also wenn dir Robert nicht mehr gefällt. Das ist ja ein alter Name. Ernst würde auch zu dir passen!
Blöchl: Du hast keinen Text!

Kulturblogger.at: Ihr wechselt ständig die Charaktere. Wie schafft ihr es, euch den Text zu merken und die Köpersprache dem Charakter entsprechend umzustellen?

Blöchl: Mir fällt das persönlich eher leicht. Mein Kollege kämpft schon ein bisschen damit, aber er wird besser. Er ist wie Wein. Er korkt irgendwann.
Penzinger: Na super, was er gesagt hat. Ich hätte genau das gleiche gesagt, nur komplett anders. Ich glaube ja, es hilft schon, wenn man ein bisschen schizophren ist. Also wenn man eine multiple Persönlichkeit hat, dann hilft das schon sehr. Stimmt doch, Robert?
Blöchl: Und was auch hilft ist, dass wir durch die Clown-Arbeit schon lange Pantomime machen. Das hilft uns bei der Körpersprache entscheidend.

Kulturblogger.at: Übt ihr das vor dem Spiegel?

Penzinger: Nein, soll man auch nicht machen. Weil es immer nur zweidimensional ist. Also ich glaube nicht, dass das hilft.
Blöchl: Das Einzige, was ich vor dem Spiegel regelmäßig übe, ist Zähneputzen. Und das haut mittlerweile halbwegs hin.

Kulturblogger.at: Wie lange arbeitet ihr an so einem Programm?

Penzinger: Darf ich was sagen?
Blöchl: Ja.
Penzinger: Okay. Also ich sag immer so: Es ist wie eine Schwangerschaft. Also ungefähr neun Monate.
Blöchl: Von der Ideenfindung, bis zum Schreiben, bis zum Proben, bis zum Intensivproben vergehen zirka neun Monate.

Kulturblogger.at: Wie ist für euch der Tag der Entbindung?

Penzinger: Also wir verlieren das Fruchtwasser, lullen uns an, uns ist schlecht…
Blöchl: Der Vergleich hinkt gar nicht so, weil vor jeder Premiere denkt man sich: „Das tun wir uns nie wieder an. Nie wieder!“ Und da es doch auch Familien mit mehreren Kindern gibt… die Frage stellen sich wahrscheinlich viele Menschen auch…nie wieder ein zweites Kind…und irgendwie vergisst man es dann wieder, wenn man das Kind mag zumindest. Man vergisst den ganzen Stress und das nervös sein, das martern vor und hinter dem Vorhang – und irgendwann macht man dann doch ein neues Programm.

Kulturblogger.at: Es läuft schon ziemlich gut für euch. Ihr seid jetzt auch im Fernsehen zu sehen. Wo seht ihr eure Zukunft?

Blöchl: Also seine sehe ich bei Aktenzeichen.
Penzinger: Seine bei „Wer will mich?“
Robert: Das Ziel kann eh nur sein: Viel spielen und durch das neue Programm ein bisschen bekannter werden. Das Programm hat super gestartet und läuft sehr, sehr gut. Und wo es uns hinbringt – darauf lassen wir uns überraschen!

Kulturblogger.at: Warum macht ihr überhaupt Kabarett?

Penzinger: Weil wir sonst nichts können.
Blöchl: ich könnte natürlich total viele andere Sachen auch machen.
Penzinger: Jaaa. Du kannst ja nicht einmal Zähneputzen.
Blöchl: Da ist viel Mitleid von meiner Seite dabei…Generell macht es uns einfach Spaß!

Kulturblogger.at: Danke für das Interview!

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Standing Ovations für Katie Melua

Gestern Abend gaben Boy und Katie Melua in der Wiener Stadthalle ein Konzert vom Feinsten. Zuerst brachten die sympathischen Mädels von Boy eine halbe Stunde lang das Publikum mit Hits wie „Drive Darling“ in Stimmung. Danach gaben sie Autogramme und verkauften dutzende CDs an ihre neuen Fans.

Boy erweiterten in der Stadthalle ihre Fangemeinde!

Boy erweiterten in der Stadthalle ihre Fangemeinde! (Foto: Volume/Florian Kobler)

Dann kam Katie Melua auf die Bühne. Zuerst alleine mit Gitarre, dann mit Streichquartett und schließlich erschien ihre Band hinter dem Vorhang. Nach eineinhalb Stunden stürmten die Besucher von ihren Sitzplätzen nach vorne und filmten die Zugaben – darunter natürlich auch „Nine Million Bicycles“ oder „If The Lights Go Out“ mit ihren Smartphones. Standing Ovation! Ehrliche Begeisterung im Publikum!

Die georgisch-britische Sängerin begeisterte mit Hits wie "The Closest Thing to Crazy" oder "Nine Million Bicycles".

Die georgisch-britische Sängerin begeisterte mit Hits wie „The Closest Thing to Crazy“ oder „Nine Million Bicycles“. (Foto: Volume/Florian Kobler)

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Filmmusik in der Stiftsbasilika

Gestern Abend gab der Musikverein St. Florian ein Konzert in der Stiftsbasilika. Hunderte Fans waren gekommen, um sich das vielversprechende Programm – darunter hauptsächlich Filmmusik und geistliche Werke – im beeindruckenden Ambiente live anzuhören. Stiftspfarrer Harald Ehrl predigte (bzw. moderierte) durch den Abend und freute sich besonders über die dargebotenen Werke von Anton Bruckner. Für die Besucher waren wohl Stücke wie „Pearl Harbour“, „The Rock“ oder „A Whiter Shade of Pale“ die Konzerthighlights. Etwas schade war, dass die Akustik in der Basilika jeden Ton rund drei Sekunden nachhallen ließ – was nicht optimal für Blasmusik ist. Doch Kapellmeister Franz Falkner wusste die Bedingungen zu nützen und spielte als Zugabe ein wunderschönes Trompetensolo mit leiser Orchesterbegleitung. Im Anschluss an das Konzert wurde bei wärmendem Glühmost noch lange nachgefeiert.

Der MV Florian präsentierte Filmmusik im Stift.

Der MV Florian präsentierte Filmmusik im Stift.

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