Was ist das für eine Säule? Touristen wie Einheimische machen zur Sicherheit ein Handyfoto davon und gehen schulterzuckend weiter. Es handelt sich um ein sogenanntes Wetterhäuschen. Der Blickfänger im Wiener Rathauspark enthält ein Thermometer, ein Barometer und ein Hygrometer. Bildhauerin Maria Biljan-Bilger hat es mit bunten Keramikmosaiken verziert, die die zwölf Tierkreiszeichen darstellen. Das Wetterhäuschen wurde 1956 neu errichtet, weil das alte offenbar im Zweiten Krieg zerstört worden war. Ähnlich erging es auch anderen Wetterhäuschen in Wiener Parks. Die Stadtforschung sagt: „Einst stellten sie wichtige Treffpunkte im städtischen Getriebe dar, begehrte Informationsstätten, spezialisiert auf ein Thema, von dem schlichtweg alle betroffen sind: das Wetter.“
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Wiens 20 schönste Street-Art-Wände
Die Stadt als Museum und Gebäude als Gemälde: Wer in Wien die Augen offen hält, kann dank Street-Art-Festivals wie Calle Libre riesige, professionelle Kunstwerke entdecken. Hier eine nicht vollständige Liste von Wiens schönsten Murals (Wandmalereien) und ein Video, das Simon Engl geschnitten und Simon Öggl vertont hat. Viel Spaß und Freude am Entdecken!

Ort: Richard-Waldemar-Park, Künstler: Stinkfish

Ort: Yppenplatz, Künstler: Annatomix

Ort: Wiedner Hauptstraße, links: Obrigada Kruella d’enfer, rechts. Eduardo Kobra

Ort: Strohgasse, Künstler: Artez

Ort: Schönbrunner Straße; Künstler: Alfalfa

Ort: Richard-Waldemar-Park, Künstler: Mantra

Ort: Brückengasse, Künstler: Nychos

Ort: Quellenstraße, Künstler: Nychos

Ort: Magdalenenstraße, Künstler: Evoca1

Ort: Ludwig-Hirsch-Platz, Künstler: Zesar Bahamonte

Ort: Josef-Strauss-Park, Künstler: Frau Isa

Ort: Hornbostelgasse, Künstler: Jana & JS

Ort: Gierstergasse, Künstler: Jana & JS

Ort: Felberstraße, Künstler: Cyrcle , Gaiastreetart

Ort: Emil-Maurer-Park, Künstler: Milu Correch

Ort: Brunnengasse, Künstler: BEZT – ETAM CRU

Ort: Breitenseer Straße, Künstler: Colectivo Licuado

Ort: Braunhirschenpark, Künstler: veraprimavera

Ort: Andreasgasse, Künstler: Millo

Ort: Amerlingstraße, Künstler: ROA
Noch ein Tipp: Einen aktuellen Überblick über Wiens Street-Art bietet Vienna Murals.
Wiener Kirche mit Lego „saniert“
Die Canisiuskirche am Alsergrund ist sanierungsbedürftig. Das zeigt nicht nur die steinerne Petrus-Statue, die aus Sicherheitsgründen abgebaut werden musste und jetzt im Pfarrgarten liegt. Davon zeugt auch die bröckelnde Kirchenmauer. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, hat der Berliner Street-Art-Künstler Jan Vormann gemeinsam mit Kindern einige Fassadenrisse mit Lego-Steinen saniert. Leider fehlen inzwischen schon einige Teile. Bei Street-Art handelt es sich eben um vergängliche Kunst.

„Wind und Kinder“ bezeichnet „Denkmalpfleger“ Jan Vormann als Gefahr für Lego-Kunst.

Mehrere Kilo an Legosteinen sind in der Kirche verbaut worden.
Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.
Rotterdams verrückte Bauten
Die niederländische Hafenstadt Rotterdam hat den Ruf, nie fertig zu sein. Und tatsächlich kommt man am Weg durch die Stadt an zahlreichen Baustellen und gerade fertig gestellten Neubauten vorbei, die eine faszinierende Alles-ist-möglich-Stimmung entstehen lassen. Vor allem das Hafengebiet wird in den letzten Jahren stets erweitert. Mit den DeRotterdam-Türmen von OMA hat die Stadt ein beeindruckendes Wahrzeichen gewonnen. Die Türme, die Wohnungen, Büroräume und ein Hotel beheimaten, wirken nicht so wuchtig, wie es die Bilder vermuten lassen. Der Standort am Wasser und die gut proportionierten Formen lassen die Türme zwar imposant, aber angenehm elegant erscheinen und geben dem Hafengebiet eine markante Skyline.
Rotterdam scheint allgemein gern mit Dimensionen zu spielen und zu experimentieren. Im Gegensatz zu den traditionell schmalen Gebäuden in den Niederlanden ist auch die Markthalle im Zentrum der Stadt ein XXL-Bau. Der witzige Entwurf von MVRDV ist eine ungewöhnliche Typologie und erinnert an einen gestrandeten Wal. Im Bauch befindet sich der Markt mit bunter Deckenbemalung. Die rundum angeordneten Wohnungen können innen durch Fenster das Markttreiben beobachten.
Der Blaak beheimatet neben der Markthalle noch weitere schräge Gebäude. Markant sind die beliebten Kubushäuser von Piet Blom, die bereits in den 70er Jahren gebaut wurden. Die Bewohner dieser Baumhäuser müssen bei der Möblierung besonders kreativ sein. Billy-Regale passen hier nicht rein.
Die Kombination aus übermütigem Baudrang und kreativem Flair macht Rotterdam zu einer faszinierenden Stadt, die sich nicht in den klassischen Check-Listen-Städtetourismus einordnen lässt. Es bleibt spannend, welche verrückten Bauten hier in den nächsten Jahren noch entstehen.