Die Bar der Fledermaus

In welchen berühmten Cafés, Cabarets und Nachtclubs sind Künstler früher versumpft? Das Untere Belvedere sperrt nach dem Coronavirus-Shutdown wieder auf und gibt in der Ausstellung „Into the Night“ noch zwei Wochen lang Antworten. In Wien gab es 1907 in der Kärntner Straße 33 etwa das Cabaret Fledermaus. Darin soll vom Aschenbecher und dem Besteck bis zu den Möbeln und der Kleinkunstbühne alles durchdesignt gewesen sein. Beteiligt waren Künstler wie Josef Hoffmann, Gustav Klimt und Oskar Kokoschka. Top: Die Ausstellung zeigt einen Nachbau der berühmten Mosaik-Bar des Lokals.

Wände, Garderobe und Bar im Cabaret Fledermaus zierten mehr als 7.000 Keramikkacheln.
Plakate des ehemaligen Cabarett Fledermaus in der Kärntner Straße

Wettervorhersage von einst

Was ist das für eine Säule? Touristen wie Einheimische machen zur Sicherheit ein Handyfoto davon und gehen schulterzuckend weiter. Es handelt sich um ein sogenanntes Wetterhäuschen. Der Blickfänger im Wiener Rathauspark enthält ein Thermometer, ein Barometer und ein Hygrometer. Bildhauerin Maria Biljan-Bilger hat es mit bunten Keramikmosaiken verziert, die die zwölf Tierkreiszeichen darstellen. Das Wetterhäuschen wurde 1956 neu errichtet, weil das alte offenbar im Zweiten Krieg zerstört worden war. Ähnlich erging es auch anderen Wetterhäuschen in Wiener Parks. Die Stadtforschung sagt: „Einst stellten sie wichtige Treffpunkte im städtischen Getriebe dar, begehrte Informationsstätten, spezialisiert auf ein Thema, von dem schlichtweg alle betroffen sind: das Wetter.“