Yared öffnete Wien sein Herz

Ruhige Töne hat es bei der diesjährigen Hollywood in Vienna-Gala gegeben – und zwar wegen des heurigen Preisträgers Gabriel Yared. Der libanesische Komponist, der für seine Musik zu „The English Patient“ 1997 den Oscar bekommen hat, begeisterte mit seinen abwechslungsreichen, völkerverbindenden und intimen Werken – zu Filmen wie The Tourist, Message in a Bottle, Cold Mountain, Troy, Possession, The Lover und viele mehr. Yared spielte selbst am Klavier und „öffnete dem Publikum sein Herz“.  Er wurde dabei von hervorragenden Solisten begleitet. Besonders hervorzuheben ist die 19-jährige Sängerin Eleanor Grant, die mit höchsten Tönen und engelhafter Erscheinung bei „The Talented Mr. Ripley“ und „City of Angels“ Gänsehaut im Wiener Konzerthaus erzeugte.

Der heimliche Star
Im ersten Teil der Gala wurde oscarprämierte Filmmusik der vergangenen Jahrzehnte dargeboten – von Casablanca, über The Wizard of Oz, Star Wars, Forrest Gump, Schindler’s List bis Black Panther  – und das mit Größen wie Broadway-Komponist Marc Shaiman und Popsängerin Judith Hill. Der heimliche Star bei Hollywood in Vienna ist aber alljährlich wohl das ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Es sorgt dafür, dass im herrlichen Ambiente und bei der ausgezeichneten Akustik des Konzerthauses symphonische Filmmusik so genial spielt wird, wie wohl nirgendwo sonst auf der Welt. Große Freude!

Hollywood in Vienna 2019

Max-Steiner-Award-Preisträger Gabriel Yared umgeben von Solisten der „Hollywood in Vienna“-Gala – wie Ramon Vargas, Judith Hill, Dirigent Keith Lockhart und Eleanor Grant

Mörderische Klänge bei „Hollywood in Vienna“

Filmmusik, Konzerthaus, Stars: Die „Hollywood in Vienna“- Gala ist Jahr für Jahr DAS Konzerthighlight in Wien. Trotz des zunehmenden Promiauflaufes und der Verleihung des Max-Steiner-Film-Music-Achivement Awards bleibt die Musik bei dieser glamourösen Veranstaltung stets im Vordergrund. Heuer wurde unter dem Motto „Thrilling Moments“ Musik aus den Filmen „Sunset Boulevard“, „James Bond Casino Royale“ oder „Basic Instinct“ dargeboten. Ein Höhepunkt war, als das RSO die Geigen im Takt quietschen ließ und die mörderische Duschszene aus Alfred Hitchcocks Psycho musikalisch darbot.

Verleihung des Max Steiner Film Music Achivement Award an Lalo Schifrin.

Verleihung des Max Steiner Film Music Achivement Award an Lalo Schifrin.

Ebenfalls beeindruckt zeigte sich das Publikum von Operndiva Natalia Ushakova , die absolut textsicher (uhhh…) und stimmgewaltig den Soundtrack von „Once upon a Time in the West“ von Ennio Morricone zum Besten gab. Der offizielle Stargast des Abends war Lalo Schifrin. Der 80-jährige „Mission in Possible“-Komponist zeigte am Klavier, dass er noch rüstiger ist, als er aussieht. Ein bisschen wurde der Preisträger allerdings von Jazz-Sänger Al Jarreau in den Schatten gestellt, der zwei Songs charakterstark darbot – und der absolute Publikumsliebling war.

Organisatorin Sandra Tomek mit Operndiva Natalia Ushakova.

Blickfang: Organisatorin Sandra Tomek mit Operndiva Natalia Ushakova.

Das beste Filmmusikerlebnis hatte man, als das RSO unter Dirigent David Newman sowie mit Gitarrist Conrad Schrenk den Soundtrack von „Inception“ (Hans Zimmer) darbot. Weitere Persönlichkeiten des Abends: Schauspieler Gedeon Burkhard, der mit seiner tief-monotonen Stimme den Abend moderierte,  Frantisek Janoska, der mehrfach am Klavier begeisterte, US-Botschafter William C. Eacho, der eine kurzweilige Rede hielt und Sandra Tomek, die diesen Filmmusikabend seit 2007 organisiert. Hier noch ein paar Fotos vom Red Carpet:

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Glamour und Stars bei „Hollywood in Vienna“

„Hollywood in Vienna“  ist DAS jährliche Kulturhighlight in Wien. Und das nicht wegen des roten Teppichs, des Konzerthaus-Ambientes, der Luxuslimousinen, Stars oder Video-Lightshow –> sondern wegen der wirklich guten Filmmusik. Das ORF Radio-Symphonieorchester bot in gewohnter Weise mit seinem Dirigenten John Axelrod ein höchstklassiges Konzert. Die Höhepunkte waren Ausschnitte aus „E.T.“, „How to train your Dragon“, „Forest Gump“ sowie „Harry Potter“. Der „Max Steiner Award“ ging heuer an Alan Silvestri. Nadine Beiler sang im „La Hong“-Kleid den Song „Believe“ aus dem Film „Der Polarexpress“. Die gewohnte Stimmpower war dieses Mal nicht dabei, aber dafür waren sämtliche Töne richtig. Und das ist bei einer Liveperformance viel wert! Pures Gänsehautfeeling! Ebenfalls ein Highlight war die Videobotschaft des Komponisten John Powell. In dieser erklärte er dem erstaunten Galapublikum, dass er als Teenager in Wien seine Unschuld verloren hat 🙂

 

 

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