Garanca: „Singen bringt Leute zusammen“

„Zuhause singen ist Reden im gleichen Ton, in der gleichen Emotion, in der gleichen Melodie – und ich glaube, das bringt Leute zusammen“, sagt Opernstar Elina Garanca. Unter ihrer Schirmherrschaft hat am Freitag im Wiener Musikverein ein „The Power of Music“-Konzert stattgefunden. Hunderte Volksschulkindern aus Favoriten sangen im Goldenen Saal gemeinsam mit Orchester Weihnachtslieder. Eine Freude!

Elina Garanca, die Cape-10-Stiftung und der Wiener Musikverein unterstützen Kinder aus Favoriten.

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Video-Konzert mit Udo-Jürgens

Pepe Lienhard ist 37 Jahre lang mit Udo Jürgens auf der Bühne gestanden. Nun lässt der 78-jährige Saxofonist den legendären Entertainer wiederauferstehen – bei der „Da Capo Udo Jürgens“-Tournee. Dabei singt Udo Jürgens dank alter Konzertaufnahmen von der Leinwand. Darunter spielt live das Orchester Pepe Lienhard mit Gästen. Sogar Duette sind mit dem Video-Udo möglich. Eine super Illusion – und sehr emotional für das Publikum!

Vor Auftritten in der Wiener Stadthalle war sogar Udo Jürgens nervös, sagt Begleiter Pepe Lienhard.

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Party am Zentralfriedhof

Am Zentralfriedhof ist Stimmung! Denn zum 150-jährigen Jubiläum finden drei Open-Air-Konzerte am Gelände statt. Zum Auftakt der „Friedhofsessions“ traten Kuratorin Lisa Schmid und Liedermacher Ernst Molden auf. Sie sangen vor einem Millionenpublikum – wenn man die Toten miteinrechnet. Was Beethoven, Brahms und Schubert in den Ehrengräbern dazu gesagt hätten, ist fraglich. Die Lebenden jedenfalls hatten ihre Freude. Sie wurden auch bestens versorgt. Neben den Gräbern gab es Bier, Backhendl – und Dixi-Klos. Und für Abkühlung sorgte die Bewässerungsanlage, die in der Dunkelheit losging. Ernst Molden lobte jedenfalls die gelungene „Party“ mitten am Zentralfriedhof!

Molden und Schmid sangen Lieder über den Tod – vor der Friedhofskirche

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Prater-Picknick mit Traumwetter

Die ersten beiden Prater-Picknicke der Wiener Symphoniker sind ins Wasser gefallen – konkret die für das Fernsehen geplanten Konzerte an den Schulschluss-Freitagen. Auch heuer war es eine Zitterpartie. Regentropfen am Donnerstag und Freitag in Wien. Das Orchester hatte sicherheitshalber Regenponchos produzieren lassen. Aber die Hoffnung lautete: Aller guten Dinge sind drei. Und so war es auch! Erstmals Traumwetter an beiden Tagen beim Prater-Picknick auf der Kaiserwiese! ORF 2 hat das Konzert mit Dirigent Dirk Kaftan, Julian Le Play, Georg Nigl und Annette Dasch aufgezeichnet – und die idyllische Picknick-Stimmung vor dem Riesenrad eingefangen!

Traumwetter und volle Kaiserwiese beim 3. Prater-Picknick der Wiener Symphoniker. Für Julian Le Play war es das „berührendste musikalische Erlebnis“ bisher. Der Popsänger feierte außerdem seinen 33. Geburtstag. Das Orchester gratulierte bei der Generalprobe mit einem symphonischen „Happy Birthday!“

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Fußballschauen am Donauinselfest

Das Donauinselfest hatte heuer einen Wien-Schwerpunkt – unter anderem mit Wolfgang Ambros und Wanda auf der Festbühne sowie Der Nino aus Wien und Voodoo Jürgens auf der Rock-Bühne. Und es hatte Konkurrenz durch die Fußball-Euro! Selbst Nino und Voodoo fieberten backstage vor dem Fernseher mit. Nachdem Österreich gegen Polen gewonnen hatte, spielte Nino bei seinem Konzert sein Fuasboischaun“-Lied. Er hat es ursprünglich für die Weltmeisterschaft 2010 geschrieben, aber der Text ist nach wie vor aktuell: „Von fruah bis spät Fuasboi schaun, Fuasboi schaun, Wirtschaftskrise brauch i ned, Fuasboi schaun, Fuasboi schaun, Klimawandel eh scho z’spät, fuasboi schaun…“

Der Nino aus Wien hatte auch einen Gastauftritt beim Wanda-Konzert. Wolfgang Ambros war der heimliche Headliner des 41. Donauinselfests

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Ein schönes Leben für eineinhalb Stunden

„Valentinstag? Fuck that bullshit“, meinte Sängerin Mira Lu Kovacs am 14. Februar beim Auftritt ihrer Band 5K HD im Wiener Konzerthaus. Die Avantgarde-Pop-Band konnte nach ihrer abgesagten Tournee im Vorjahr endlich ihr Akustikalbum „Creation Eats Creator“ live präsentieren – und sorgte für ein einzigartiges Konzerterlebnis! Es ist faszinierend zu sehen, wie sie nur mit Klavier, Schlagzeug, Kontrabass, Trompete und Stimmen quasi elektronische Klänge auf der Bühne erzeugen. Einer der vielen Höhepunkte des Abends: Happy Fxxxing Life, das bei FM4 zum besten Song des Jahres 2020 gewählt worden ist. Für die Zeit des 5K-HD-Konzerts hatten Band und Publikum tatsächlich ein schönes Leben! Ein sehr schönes!

5K HD: Andreas Lettner, Martin Eberle, Mira Lu Kovacs, Manu Mayr, Benny Omerzell

Der Hustenzuckerl-Trick im Konzertsaal

Sauerstoff-Rollator, bestimmt über 80 Jahre alt und lila Strähnen in den weißen Haaren: Das Publikum im Wiener Musikverein ist nicht unbedingt das jüngste, aber trotzdem nicht zu unterschätzen!

Diese Woche spielten die Wiener Symphoniker mit dem französischen Dirigenten Alain Altinoglu drei Konzerte im Goldenen Saal. Nach César Francks symphonischer Dichtung „Le Chasseur maudit“ sang die Ehefrau des Dirigenten, die Mezzosopranistin Nora Gubisch, drei Gedichte (Ernest Chausson – Poème de l’amour de la mer“). Im zweiten Teil stand Jean Sibelius fünfte Sinfonie am Programm – ein absoluter Höhepunkt und Hörtipp. Vor allem das Allegro Molto!

Da Husten im Konzert nicht nur zu Coronazeiten stört, es unter der FFP2-Maske im Hals besonders kratzt und Pausen derzeit oft gestrichen oder ohne Gastro abgehalten werden – folgender Lifehack: Echte Profis wickeln das Hustenzuckerl weder schnell noch langsam während des Konzerts aus, sondern bereits vor dem Konzert. Einfach, aber genial!

Nora Gubisch, Alain Altinoglu und die Wiener Symphoniker im Musikverein

Symphoniker-Konzert aus der neuen Welt

Kaum zu glauben, die Kultur hat wieder geöffnet – und wie! Die Wiener Symphoniker haben am Nachmittag mit Dirigent Adam Fischer im Konzerthaus ihr Weihnachtskonzert gespielt. Nikolaj Szeps-Znaider triumphierte mit Jean Sibelius‚ Violinkonzert in d-moll. Da die Buffets noch geschlossen bleiben müssen, erfrischten sich so manche Gäste auf der Toilette mit Leitungswasser. Nach der Pause war Antonín Dvoráks 9. Symphonie „Aus der neuen Welt“ zu hören. Was für ein geniales Programm, was für ein wunderbares Konzert! Sowohl Dirigent als auch Solist mussten das Publikum beim Applaus bremsen. Zugabe sei keine möglich, hieß es – sie müssten rasch von der Bühne, da bald ein drittes Konzert im Saal beginnt. Das Konzerthaus gibt nach dem Lockdown alles!

Das Konzerthaus-Publikum war geimpft oder genesen und trug FFP2-Maske.

Resetarits zeigt dem Tod die lange Nase

„Elapetsch, Tod“ singt Willi Resetartits. Noch ist es nicht so weit, noch steht der 72-jährige Entertainer mit seiner Band Stubnblues quicklebendig auf der Bühne, singt, springt und begeistert mit kräftigen Mundharmonika-Soli. Nur bei den Moderationen will er nicht mehr so recht auf „Betriebstemperatur“ kommen. „Mein Kopf spielt mit mir“, gesteht Resetarits dem Publikum bei der Albumpräsentation im Stadtsaal. Buchstabenverdreher sind keine geplanten Gags mehr, Textzeilen gehen verloren und die Erinnerung lässt nach. „Ich sag die Lieder lieber an, wenn sie schon vorbei sind, da fällt mir mehr dazu ein“, „Hören Sie selbst, ich finde die Worte nicht“, „Ich hab einen Text beim Zusammenräumen gefunden. Wobei, ich hab nicht zusammengeräumt, ich hab etwas gesucht.“ Doch bei Resetarits klingen selbst diese sympathischen Erklärungen wie kunstvolle Poesie. Den Konzertabend im Stadtsaal beendete er nach zwei Zugaben mit den Worten: „Ich muss jetzt gehen, ich muss Lulu.“

Legende Willi Resetarits mit seiner genialen Band „Stubnblues“ im Wiener Stadtsaal

Klassische Musik zum Sightseeing

Es gibt Kirchen, die besondere Kunstwerke sind: farbenprächtig, hell, voller Skulpuren, Gemälde und Details. Dazu zählt die versteckte Peterskirche in der Wiener Innenstadt. Für die passende Sightseeing-Musik sorgen hier zusätzlich Orgelkonzerte. Für freiwillige Spenden spielen Organisten wie Mario Eritreo fast jeden Nachmittag eine Dreiviertelstunde lang bekannte Klassikwerke. Natürlich teilt man die Kirche mit Touristinnen und Touristen, die schnell ein Foto machen und wieder davoneilen. Davon darf man sich aber nicht ablenken lassen. Es ist beeindruckend, wenn Johann Sebastian Bachs Toccata in d-Moll oder Camille Saint-Saëns Karneval der Tiere von der Orgelempore dröhnt und den barocken Kirchenraum samt Kuppel erfüllt.

Die kunstvolle Orgel der Peterskirche zählt 34 Register