KAWS-Figur vor der Albertina Modern

Eine riesige KAWS-Figur steht aktuell vor der Albertina Modern. Sie bewirbt die Ausstellung „KAWS. Art & Comix“, die bis September zu sehen ist. KAWS arbeitete in den 90er-Jahren als Graffiti-Künstler und ist bekannt für seine Figuren mit durchkreuzten Augen.

Beliebtes Fotomotiv. Eine Figur des US-Künstlers KAWS vor der Albertina Modern.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.

Würstel und Gurken in der Albertina

Erwin Wurm zeigt seit vielen Jahren, was alles eine Skulptur sein kann – von Würstel, Gurken bis aufgeblasenen Autos und zusammengedrückten Häusern. Aktuell feiert der international bekannte Künstler seinen 70. Geburtstag mit einer großen Ausstellung in der Albertina modern. Darin hat er extra eine zusammengequetschte Schule aufgestellt, die man nur in gebückter Haltung betreten kann. „In der Schule werden wir vom Staat erzogen“, sagt Wurm. In seinem Klassenzimmer hängen veraltete Lehrmittel. „Die waren mal Stand des Wissens. Mittlerweile sind sie politisch inkorrekt geworden. Als man sieht, wie sich Gesellschaft und Vorstellung von Welt ändern.“ Für Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder ist Wurm – in Hinblick auf seine Gurken- und Würstelskulpturen – „ein zutiefst österreichischer Künstler, der aber in der ganzen Welt verstanden wird.“

Liebespaar in Form von Knackern und Sacherwürstel
Wurms verengte Schule „aus Niederösterreich“ mit veralteten Plakaten

KulturbloggerBuchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen Gablonz und Steyr. Blick ins Buch.

Große Kunst nach dem Lockdown

Ein Leben ist reicher, wenn man es unter Träumern verbringt – sagen die Kunstsammler Karlheinz und Agnes Essl. Die Albertina Modern darf seit heute einen Teil ihrer Schätze zeigen. Coronasicher, wie Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder überzeugt ist. Die Lüftungsanlage im Museum sorge dafür, dass alle zehn bis zwölf Minuten die Luft im Gebäude komplett getauscht werde.

Peter Lands Installation widmet sich dem Kontrollverlust beim Übergang in den Schlaf.

„The Essl Collection“ bietet große Kunst, die mit Corona eigentlich nichts zu tun hat. Trotzdem könnte man einige Werke jetzt mit anderen Augen sehen. Peter Lands langgezogene Figur im Pyjama etwa, die nicht mehr so schnell aus dem Bett kommt. Zum Schmunzeln auch Heimo Zobernigs Skulptur aus Klopapierrollen. Für so ein Kunstwerk brauche er zwei bis drei Jahre. Bei einem Lockdown wäre er vielleicht schneller gewesen…

Bereits 2008 entstanden, aber aktueller denn je: Heimo Zobernigs Klopapierrollen-Skulptur.