„Daniel Kehlmann steckt im Stau“

„Liebe Leserinnen und Leser, Daniel Kehlmann wird erst in zehn Minuten zu seiner Autogrammstunde anlässlich des Kinostarts von ‚Vermessung der Welt‘ erscheinen. Er steckt leider im Stau.“ Mit dieser Erklärung vertröstete ein Thalia-Mitarbeiter die rund 70 Autogrammjäger, die heute Abend auf eine kurze Begegnung mit dem Autor hofften. Wenige Minuten darauf erschien der deutsche Regisseur Detlev Buck auf der Bühne. „Und was soll ich jetzt tun?“, fragte er und ergriff das Telefon.

Medienprofi: Detlev Buck liefert auch beim Telefonieren ein gutes Bild ab.

Medienprofi: Regisseur Detlev Buck liefert auch beim Telefonieren ein gutes Bild ab.

„Herr Kehlmann wird leider noch weitere fünf Minuten brauchen“, vertröstete kurz darauf der Thalia-Mitarbeiter erneut. Irgendwann war es dann endlich soweit. Daniel Kehlmann betrat die Bühne, posierte für die Presse und entschuldigte sich bei seinen Fans mit den Worten: „Ich würde gerne sagen, dass ich im Stau war, aber das stimmt nun mal nicht. Ich war selber schuld.“

Keine Ausreden: Daniel Kehlmann sorgte mit seiner Entschuldigung für Schmunzeln.

Keine Ausreden: Daniel Kehlmann sorgte mit seiner Entschuldigung für Schmunzeln.

Der ehrlich-sympathische Autor verfasste das Drehbuch für die Verfilmung seines Romans „Die Vermessung der Welt“, welches Regisseur Detlev Buck umsetzte. Kinostart in Österreich ist am 25. Oktober.

Daniel Kehlmann gab zahlreiche Autogramme in der Buchhandlung Thalia.

Daniel Kehlmann gab zahlreiche Autogramme in der Buchhandlung Thalia-Landstraße.

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„Die Josefstadt“ feiert 225. Geburtstag

Das Theater in der Josefstadt wird im kommenden Jahr 225 Jahre alt. Zum Jubiläum werden in der neuen Spielzeit dreizehn Neuproduktionen aufgeführt, darunter sind acht Uraufführungen und Erstaufführungen. Für die literarische Qualität garantieren Auftragswerke an Daniel Kehlmann oder Felix Mitterer. Hier ein Video, dass die Pläne des Theaters in der Josefstadt und Kammerspiele für die Spielzeit 2012/13 im Detail vorstellt:  

Ein Höhepunkt ist sicherlich die Uraufführung von „Der Mentor“ von Daniel Kehlmann. Im Stück bekommt ein junger Romanautor dank eines Stipendiums die Chance von einem berühmten, älteren Dichter bei der Erstellung seines neuen Werks beraten zu werden. Aus der Ratgebersituation wird schnell ein Zusammenprall von Alt und Jung, von Arriviertheit und Ehrgeiz, der beide Autoren bis zum Extrem fordert. „Ein wunderbares Kammerspiel, ein feiner, auch selbstironischer Dialog von Daniel Kehlmann, der den Sinn des Schreibens und der Literatur in Frage stellt“, sagt Dirktor Herbert Föttinger, der die Uraufführung selbst inszenieren wird.

Ebenfalls spannend wird die Inszenierung von „The King’s Speech“. Bevor die Thronbesteigung des stotternden Königs George VI in die Kinos kam, wurde die Geschichte nämlich als Theaterstück geschrieben. Die Erstaufführung findet in den Kammerspielen mit Michael Dangl als König und Toni Slama als dessen Sprachtherapeut statt.

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