Die Bestattung Wien bietet ab sofort Holzsärge und Urnen mit Graffiti an. Gestaltet werden sie ganz individuell vom international tätigen Muralist und Künstler Skribl. Er freut sich über die neuen Aufträge und sagt: „In Lateinamerika und Afrika werden oft Särge bemalt.“
Skribl sprüht Graffiti-Schriftzüge, aber auch Tiere, Skelette und Totenschädel.
Buchtipp:Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.Blick ins Buch.
Kabarettist David Stockenreitner ist jetzt auch Schauspieler. Er hat sich ein „zweites Standbein“ aufgebaut. „Jesus hat ja auch Tischler gelernt. Für den Fall, dass die Sohn-Gottes-Nummer nicht zieht.“ Ein Rollenangebot für die „Licht ins Dunkel“-Werbung habe er aber abgelehnt. „Da bin ich nicht behindert genug.“ Er würde zu wenig Mitleid erzeugen. „Geht er halt komisch. Na und? Kommt er halt aus Kärnten. Na und?“
„Ist da jemand?“ – „Ja, schleich dich!“ David Stockenreitner mit „Bricht ins Dunkel“ im Kabarett Niedermair
In seinem neuen Solokabarett „Bricht ins Dunkel“ (Regie: Magda Leeb) spielt Stockenreitner erneut mit seiner Behinderung – und setzt sich für eine bessere Protestkultur in Österreich ein. „Schilderbasteln und Dosenbier saufen genügt nicht.“ Er hätte da Ideen – wie „Erbrechen und Verwirrung stiften“.Und er macht sich Gedanken über das Leben sowie (die eigene) Männlichkeit. „Selbstbefriedigung ist Stoßlüften fürs Hirn.“ Es genüge außerdem völlig, wie eine Tschickstummel im Klo zu sein: „Alle scheißen auf dich, aber du gehst trotzdem nicht unter.“ Fazit: David Stockenreitner – eine Lichtgestalt des schwarzen Humors!
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„20 Spritzer bis Amstetten“ nennt Dirk Stermann sein zweites Soloprogramm. Der 60-jährige Kabarettist steigt darin mit toter Katze am Rücken in den Regionalzug, erzählt Witze und singt über Niederösterreich. Eigentlich hätte das Programm „Stermann singt“ heißen sollen, seine Agentur hat aber „Stermann sinkt“ aufs Plakat geschrieben.
„Warum erzähl ich Ihnen das eigentlich?“ Dirk Stermann verspricht bei der Premiere im Rabenhof Theater, „dass der Abend lustiger ist, als wenn man auf einen Zug wartet, der zu spät kommt.“
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„Ich bin sehr überrascht! Es war so ein toller Abend“, sagte Michaela Obertscheider. Die Kabarettistin und Kreativttainerin hat am Samstag die 19. Ennser Kleinkunstkartoffel gewonnen. „Die Konkurrenz war so unterhaltsam, das Publikum wunderbar!“ Die gesamte Show – mit Moderator Clemens Maria Schreiner, Showact Elli Bauer und den Teilnehmenden Suse Lichtenberger, Jonas Bonas, Amar, Andreas Wutze und den Gebrüdern Zamarotti ist am 5. März um 23 Uhr auf ORF III zu sehen!
Siegerin Michaela Obertscheider
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Ernst Molden hat ein Singspiel mit zwölf Liedern über Döbling geschrieben – den Bezirk seiner Kindheit. Es geht natürlich um Wein, die Kirche, das Erben, Powidl, aber auch um ein Gespenst und den Untergang des Nobelbezirks. „Döbling Burning“ ist eine gruselige Abrechnung – und feierte gerade Premiere im Rabenhof Theater.
Mystisch und lustig: Ursula Strauss und Gerald Votava im Beichtstuhl.
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„Good evening Europe! Gute Nacht Österreich!“ Grazia Patricia moderierte den ersten „Ösivision Song Contest“ im Vindobona. Das Publikum gab österreichische Themen vor, der „Salon Spontan“ improvisierte dazu neun Lieder. Magda Leeb gewann mit „Du bist wie ein Fenster“ – einem Lied über eine Begegnung im Wiener Riesenrad. Ein einmaliges Vergnügen! (Denn ein improvisierter Hit lässt sich kaum wiederholen.)
Das „Salon Spontan“-Ensemble mit Grazia Patricia im Vindobona
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In der Brigittenau in Wien befinden sich Bären – lustigerweise gerade in der Jägerstraße! Es sind Skulpturen (Natur- und Kunststeinplastiken), die im Auftrag der Stadt von Gertrude Fronius und Matthias Hietz Anfang der 60er-Jahren geschaffen worden sind.
Sitzender Eisbär von Gertrude FroniusBär mit Jungem von Matthias Hietz
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„Ich lege den Österreichischen Kabarettpreis zurück“, sagte Hauptpreisträger Berni Wagner bei der Verleihung im Wiener Globe nach einem lustigen Texthänger. Weil das Publikum lachend applaudierte, ergänzte er schnell: „Ich nehme ihn doch an!“ Über den Förderpreis freute sich „Der Kuseng“, für „Angenehm“ bekam Antonia Stabinger den Programmpreis. Ebenso ein Höhepunkt der Show: Moderator Clemens Maria Schreiner hob singend ab – in Vorfreude auf den Eurovision Song Contest. ORF 1 überträgt die Gala am 19. Dezember.
Berni Wagner hat die Jury u.a. mit seinem fünften Programm „Monster“ überzeugt. Das Kabarett Simpl hat nach 113 Jahren „zum ersten Mal einen Preis gewonnen“: Matthias Mamedof, Ariana Schirasi-Fard, Katharina Dorian, Julian Loidl, Joachim Brandl, Michael Niavarani, Jenny Frankl und Bernhard Murg.
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Achtung – der Autor dieser Zeilen ist erst nach 20 Minuten zugestiegen. Da hatte Chrissi Buchmassers neues Programm „Zugzwang“ im Kabarett Niedermair längst Fahrt aufgenommen…. Ja, es geht ein bisschen ums Zugfahren und um Wortspiele. Durchsage: „Bitte lassen Sie ihr emotionales Gepäck nicht unbeaufsichtigt.“ In Wahrheit geht es um viel mehr – um Zeit, um Geschwindigkeit, die uns verrückt macht („Delirium Furiosum!“), um eine Generation, „die Mitte 30 nicht weiß, ob sie Kinder haben will oder nicht – auch wenn sie schon da sind“ und um einen Fahrplan fürs Leben.
Aufbauend auf ihrem Debüt „Braves Kind“ erzählt Chrissi Buchmasser von ihrem Mama-Alltag als Kabarettistin – und versucht dabei allen zu gefallen. Mit Witzen fürs Feuilleton und Fauteuil! („Schreibweise gegoogelt!“). Soll sie mit ihrer Familie umziehen? „Die Kinder haben halt am Land schon mehr Platz – zum Handyspielen.“ Wie Geld sparen? „Meine Altersvorsorge geht für Heidelbeeren drauf.“ Zwischendurch verpasst sie Hits von Billie Eilish bis Lady Gaga neue Texte – und singt grantig über den „Schambereich Frauenkörper“, der rasiert, verschönert und bedeckt werden soll. Fazit: Wenn einer mit Chrissi Buchmasser eine Reise tut, so kann er was erzählen! Kabarett erster Klasse! Sitzplatz-Reservierung empfohlen!
Chrissi Buchmasser mit „Millenial Tuck“ im Kabarett Niedermair bei der Wien-Premiere von „Zugzwang“ (Regie: Magda Leeb)
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„Kino ist zum Denken und Diskutieren da“, sagt Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi. Am Abend ist die 63. Viennale im Gartenbaukino gestartet. Mit dem deutschen Regisseur Christian Petzold hat Österreichs größtes Filmfestival ab sofort einen neuen Präsidenten, der auch gleich den Eröffnungsfilm „Miroirs No. 3“ beigesteuert hat.
Christian Petzold und Eva Sangiorgi am Eröffnungsabend im Gartenbaukino
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