Spongebob als Stromkasten

Wer die Windmühlgasse in Wien entlangspaziert, wird sich über eine Begegnung mit „Spongebob Schwammkopf“ in Form eines Stromkastens freuen. Doch nicht nur Spaziergänger und Nachtschwärmer finden das auffällige Fotomotiv gelungen, sondern auch Hunde. Das beweist schon einmal die Pfütze auf der Straße. Vielleicht auch deshalb der erschrockene Gesichtsausdruck. „Spongebob wurde auf einem Foto markiert…“

Spongebob1 Spongebob2

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Suchender wird Entführer

Eines der wichtigsten Elemente einer Lesung – ist das Lesen. Wenn der Autor das nicht kann, dann sollte er seinen Text jemand anderen lesen lassen. Sonst langweilt sich das Publikum, selbst wenn die Geschichte noch so gut ist. Heute präsentierte Bernhard Seiter erstmals seinen Roman „Im nächsten Moment“ (Picus) in Wien. Darin irrt ein Beamter durch die Stadt und sucht verzweifelt seinen verschwundenen Sohn – bis er selbst zum Entführer wird. Eine neuer, vielversprechender Psycho-Roman aus Österreich.

Bernhard Seiter

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Gemütlicher Franzose in Wien

Französisches Ambiente mitten in Wien – das erzeugt das Café Pierre in der Windmühlgasse (gegenüber vom Haus des Meeres). Hier kann man gemütlich mit Freunden einen Bordeaux trinken, dazu Olivenbrot essen und den Abend ausklingen lassen. Auch zum Frühstücken ist dieses Lokal bestens geeignet. Die Preise sind okay, die Bedienung ist freundlich, es gibt einen abgetrennten Raucherbereich und die Auswahl an französischen Spezialitäten ist groß: Crêpes, Omelettes, Tartines, Salades, Baguettes, Boissons chaudes und Desserts kann man hier zu fairen Preisen genießen.

cafe piere

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Traumbilder von Max Ernst

Nicht nur die Best-Of-Schau „Monet bis Picasso“ ist derzeit in der Wiener Albertina zu sehen, sondern auch zwei Sonderausstellungen über Max Ernst und Erwin Wurm. Zweitere ist ein bisschen langweilig. Gezeigt werden Fotografien von alten nackten Männern, die mit schwarzer Farbe übermalt wurden. Hat man ein Bild gesehen, hat man alle gesehen. Höchst interessant ist hingegen die umfangreiche Max Ernst-Schau. Für diese sollte man sich Zeit nehmen. Die farbenfrohen und detailreichen Traumbilder sind voller Rätsel und Botschaften. Manchmal wirken sie erotisch, manchmal auch verstörend – doch allesamt sind sie interessant und sehenswert.

Erwin Wurm Max Ernst

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Lifestyle und Literatur im Phil

Was soll man über ein Café schreiben, das so großartig ist, das man fast nie einen Platz darin bekommt? Das Phil in der Gumpendorferstraße ist eine Buchhandlung mit integriertem Café – oder umgekehrt. Hier kann man also nicht nur Frühstücken, Kaffeetrinken oder am Abend einen Philburger verdrücken, sondern auch inspirierende Bücher, DVDs oder Musik durchstöbern bzw. einkaufen. Selbst die Second-Hand-Möbelstücke, Lampen und Einrichtungsgegenstände können nicht nur benützt, sondern bei Interesse auch gekauft werden.

PhilPhil

Im Phil gibt es regelmäßig Lesungen, Konzerte, TV-Aufzeichnungen und andere Events. Im Winter ist es in der Nähe der Glasfassade manchmal ein bisschen kalt, das macht die gemütlich-warme Atmosphäre aber wieder wett. Es gibt W-Lan, Steckdosen für Laptops, saubere Klos, freundlichste Kellner und studentenfreundliche Preise. Es gibt wenige Lokale in Wien, die ohne Einschränkung so empfohlen werden können, wie das Phil.

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Zeitreise im Café Heumarkt

Versteckt hinter dem Hotel Intercontinental befindet sich das Café Heumarkt. Wer dieses traditionsreiche Kaffeehaus ohne Namenschild betritt, wird von einem Kellner, der eine weiße Schürze trägt und meistens gemütlich Zeitung liest, freundlich begrüßt. Die spärliche Einrichtung ist noch aus den 50er-Jahren und wird durch einen Billard-Tisch, ein Klavier, einer Tortenvitrine sowie einen Zigarettenautomaten ergänzt. Am Abend sitzt man hier fast alleine, kann herrlichen Kaffee trinken oder das einzigartige Flair genießen. In diesem altwienerischen Café ist die Zeit viele Jahrzehnte stehengeblieben. Eine junge Schriftstellerin sagte: „Hier kann man gut arbeiten. Der Kellner kommt höchstens einmal pro Stunde vorbei.“

Am Heumarkt

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Wiens schönstes Kartenbüro

Das schönste Theaterkartenbüro Wiens befindet sich in der Währingerstraße 27. Hier können Tickets für Opernvorstellungen, Musicals aber auch Fußballländerspiele gekauft werden. Eigentlich gibt es auch einen Internetshop, aber das Ambiente dieses kleinen Geschäfts ist ein persönlicher Besuch wert. Das Theaterkartenbüro ist inzwischen so berühmt, dass es sogar als Motiv für Wien-Ansichtskarten dient. Hier zwei Fotos: Theaterkarten Theaterkarten

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch.

Zigarettenpackungen als Kunst

Was tun mit leeren Zigarettenschachteln? Eine kreative Möglichkeit wäre, die Packungen zu sammeln und Kunstobjekte daraus zu basteln. (Oder zumindest Dekorationsgegenstände.) Das Latte Grande in Wien verschönert den Zugang zum WC beispielsweise mit diesem Wandbild:

zigaretten

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Karikaturen über die Politik in Österreich

„Alles Bestens – Karikaturen & Cartoons aus Österreich“ heißt die neue Ausstellung im Wiener Museumsquartier (Freiraum). Rund 150 Werke von 40 heimischen Künstlern wie Gerhard Haderer, Bernd Erlt oder Rudi Klein sind im Original zu sehen. Die meisten Zeichnungen werfen einen überzeichneten aber auch entlarvendenden Blick auf die österreichische Politik, auf die Korruptionsskandale oder die Finanzkrise. Höhepunkte sind jene Werke, bei welchen auch die Bleistiftskizzen dabei sind. Hier kann man die Entstehung einer Karikatur – vom Auftrag der Zeitung bis zur fertigen Zeichnung – nachverfolgen. Obwohl man die Ausstellung in einer halben Stunde durch hat und viele Bilder schon bekannt sind, kostet der Eintritt sieben Euro. (Keine Studentenvergünstigung!) Das ist ein bisschen viel – vor allem, weil daneben gleich der Komikshop ist, wo man sich tausende Kartikaturen kostenlos ansehen kann. Die „Alles Bestens“-Ausstellung dauert noch bis 17. Februar. Weitere Infos.
Karikatur

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Muse-Show als zweistündiges Hitfeuerwerk

Welche Band ist derzeit live und international erfolgreicher als Muse? Wahrscheinlich U2, das war es dann auch schon wieder. Kein Wunder also, dass das gestrige Muse-Konzert „The 2nd Law“ in der Wiener Stadthalle seit Monaten ausverkauft war. Der Konzertabend begann mittelmäßig: Die Vorband „Everthing Everything“ war okay, aber nicht umwerfend. Der Lichttechniker gönnte den Anheizern auch nur geschätzte 20 Scheinwerfer. Großer Jubel kam erst auf, als der Sänger meinte: „One last song and than it’s MUSE o’clock!“

Spektakuläre Eröffnungsshow beim Muse-Konzert in Wien.

Spektakuläre Eröffnung beim Muse-Konzert.

Videos unterstützten die Botschaften der Songs.

Videos unterstützten die Botschaften der Songs.

Das britische Trio Muse startete mit einem Lichtgewitter und bombastischen Dubstep-Elektronik. Die Bühne wurde durch LED-Videowände zu einem Halbkreis geformt. Auch das Schlagzeugpodest und die Vorderseite der Bühne waren mit LED-Wänden ausgestattet. Als wäre das noch nicht genug, formierte sich von oben herab eine Pyramide mit weiteren Videoleisten. Getoppt wurde das Licht dann noch durch Laser- und Pyroeffekte am Ende der Show.

Laserstrahlen schwebten über den Köpfen des Publikums.

Laserstrahlen über den Köpfen des Publikums.

Matthew Bellamy, Dominic Howard und Christopher Wolstenholme vor 12.000 Fans in der Halle D.

Matthew Bellamy, Dominic Howard und Christopher Wolstenholme vor 12.000 Fans.

Das Konzert hatte alles zu bieten, was man sich wünscht: Coole Effekte, viele Überraschungen, ein Hit nach dem anderen, Hymnen zum Mitgrölen, publikumsnahe Musiker, abwechslungsreiche Rock-Alternative-Klavier-Elektronik-Klänge und perfekten Live-Gesang. Fazit: Ein Konzert mit Muse ist eine bis auf den letzten Ton durchinszenierte Rockoper mit über 20 Songs. Grandiose Show! Wer Karten für ein Konzert im Umkreis von einigen hundert Kilometern ergattern kann, sollte diese Chance nützen!

Zum offiziellen Konzertende setzte sich die LED-Pyramide auf die Bühne.

Zum offiziellen Konzertende setzte sich die LED-Pyramide auf die Bühne.

Pyroeffekte sorgten für den krönenden Abschluss.

Pyroeffekte sorgten für den krönenden Abschluss.

Die mit Hits vollgepackte Setliste vom Wien-Konzert: The 2nd Law: Unsustainable, Supremacy, Bliss, Panic Station, Resistance, Supermassive Black Hole, Animals, Monty Jam, Explorers, Sunburn, Time Is Running Out, Liquid State, Madness, Follow Me, Undisclosed Desires, Plug In Baby, Stockholm Syndrome. Zugaben: Isolated System, Uprising, Survival, Starlight, Knights of Cydonia.

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