„Kino ist zum Denken und Diskutieren da“, sagt Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi. Am Abend ist die 63. Viennale im Gartenbaukino gestartet. Mit dem deutschen Regisseur Christian Petzold hat Österreichs größtes Filmfestival ab sofort einen neuen Präsidenten, der auch gleich den Eröffnungsfilm „Miroirs No. 3“ beigesteuert hat.
Christian Petzold und Eva Sangiorgi am Eröffnungsabend im Gartenbaukino
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„Die einzige Solidarität am Land ist die Lichthupe, um vor der Polizei zu warnen. Und Schaufeln nach dem Hochwasser.“ In ihrem zweiten Programm „Mariannengraben“ spielt Maria Muhar eine Wiener Kabarettistin, die nach einem Auftritt auf einer Tankstelle am Land festsitzt. Dabei konfrontiert sie ihr Publikum mit unangenehmen Wahrheiten – über das Frühstücksbuffet in Hotels („random as fuck“), aber auch über das „erfundene Freiheitsgefühl von Autofahrern“, das über Menschenleben gestellt wird. Dem Tankstellen-Trangler empfiehlt sie: „Geh in Therapie!“ – „Wieso? Für mich passts!“ Und sie arbeitet sich durch Tinder durch: „Mann mit Katze, Mann mit Lenker, Mann in Boulderwand…“. Fazit: Maria Muhar ist kompromisslos und lustig. Mit „Mariannengraben“ ist ihr eine neue österreichische Tragikomödie gelungen. Bitte sofort verfilmen!
Maria Muhar in „Mariannengraben“ – Premiere im Kabarett Niedermair
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„Wer keinen Schmäh hat, muss Witze erzählen“, sagt Roland Düringer. Der Kabarettist und Schauspieler hat reichlich Schmäh – und improvisiert sich scheinbar durch seinen „Regenerationsabend 3.0“. Natürlich weiß Düringer ganz genau, was er tut. Er erzählt, wie er zum Theater und Film gekommen ist, von Schlabarett, Muttertag, Kaisermühlen-Blues bis MA 2412 – und natürlich vom Motorradfahren. Reaktionen aus dem Publikum verwandelt er voller Spielfreude in Pointen. Und plötzlich sind zwei Stunden um. Ein Knaller!
Düringer begrüßt im Stadtsaal die mutigen Helden des Abend – in der ersten Reihe!
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„Es war einmal vor langer Zeit an einem weit entfernten Ort…“ Nein, die Geschichten der neuen Simpl-Revue „Märchen ohne Ende“ spielen im Hier und Jetzt. Die Amerikaner marschieren ein, um unsere Eier zu rauben. Der Paketdienst erklärt, warum er nicht anläutet. Der seltsame Onkel geht bei 23 Grad Skifahren. Lehrer schwänzen die Schule. Fazit: „Schauen Sie sich das an!“
Die Freiheitsstatue möchte auswandern. Vielleicht nach Wien?
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Hosea Ratschiller reift wie ein Leberkäse im Brutkasten. Er ist jetzt 43 Jahre – „ein Alter, in dem Erinnerung schon zur Leistung wird“. Wo steht er? Wer ist er? Das Maturatreffen bringt ihn – im neuen Kabarettprogramm „Happy Place“ – zum Nachdenken.
Er kommt zur Erkenntnis, dass es in seinem Leben wie beim Wandern ist. Mittelmaß oder auch die Mittelstation reichen. „Bis ganz nach oben ist es zu weit.“ Ob er gut genug für seine Frau ist? „Statistisch gesehen ist der gefährlichste Mensch für jede Frau – ihr Mann.“ Außerdem sei er ein Trottel. „Das weiß ich, seitdem ich Bücher lese.“ Seine drei Kinder fordern ihn. Etwa, wenn sie ihn um 5.30 Uhr flüsternd-schreiend mit den Worten wecken: „Papa, wo ist der Uhu?“ Die neue Epoche, in der Nettsein zur Rebellion wird, macht ihm Sorgen. Aber er hat bei seiner Arbeit beim Radio auch gelernt, Ereignisse zu überschätzen.
Fazit: Hosea Ratschiller – das Schaumsupperl unter den Kabarettisten – ist ein sympathisches Schlitzohr mit einer Fülle an schlauen Gedanken. Er erzählt keinen Schaß, sondern frische Luft! Kabaretthäuser sind ein „Happy Place“ – wenn Hosea auf der Bühne steht!
Premiere von „Happy Place“ von Hosea Ratschiller im Wiener Stadtsaal. Regie: Petra Dobetsberger
Diese Woche hat „Maria Theresia – das Musical“ Welturaufführung im Wiener Ronacher. Regisseur Alex Balga hat sich dafür von „Lady Gaga“ inspirieren lassen. Tatsächlich erinnert das neue Musical stellenweise an Musikvideos – mit Parcour, Hip-Hop und Lichtshow.
Maria Theresia wird als „Kaiserin der Popkultur“ inszeniert.Die Besetzung: Andreas Wolfram, Amelie Polak, Dominik Hees, Nienke Latten, Intendant Christian Struppeck, Fabio Diso, Aeneas Hollweg
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Bei der 25. Langen Nacht der Museen hatten alleine in Wien mehr als 130 Häuser geöffnet. Unter anderem das Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof. Dort stellten sich tausende Besucherinnen und Besucher an, um in einem echten Sarg Probeliegen zu dürfen. Fazit eines jungen Mannes: „Es ist sehr beruhigend, weich und kuschelig.“
Warteschlangen vor dem KHM / Insekten im NHM, die einen Knochen freilegen, „Metabolica“ von Thomas Feuerstein im MuseumsQuartier, Sarg-Probeliegen im Bestattungsmuseum.
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Die immersive Ausstellung „Die Legende der Titanic“ in der Wiener Marx-Halle ist ein Mix aus Fotospot, Fernsehen und Videospiel. Höhepunkt ist das sogenannte Metaverse. Hier setzt man eine spezielle Brille auf und geht virtuell selbst durch das berühmte Schiff. Die Grafik erinnert an ein altes Computerspiel. Trotzdem ein Erlebnis!
Besonderer Kinosaal: Die Titanic geht in einem halbstündigern Film auf allen Seiten unter.
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Das Kunsthistorische Museum Wien widmet Michaelina Wautier seine große Herbstausstellung. Die belgische Barockmalerin aus dem 17. Jahrhundert ist lange Zeit in Vergessenheit geraten, ihre Bilder sind irrtümlich Männern zugeschrieben worden. Nun möchte das KHM die Forschung vorantreiben und der Malerin zum späten Durchbruch verhelfen.
Direktor Jonathan Fine und Expertin Katlijne Van der Stighelen vor Wautiers „Triumph des Bacchus“.
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Am Wiener Judenplatz steht das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah. Die britische Künstlerin Rachel Whiteread gestaltete einen Stahlbetonkubus, der eine „nach außen gekehrte, nicht begehbare Bibliothek“ darstellen soll: „Zum Gedenken an die mehr als 65.000 österreichischen Juden, die in der Zeit von 1938 bis 1945 von den Nationalsozialisten ermordet wurden.“
Die Bücher stehen für die Lebensgeschichten der Opfer
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