Fliegende Conchita beim Song Contest

Zu den Höhepunkten des Eurovision Song Contest 2015 in Wien gehörte die Eröffnung. Zuerst ein paar schöne Fernsehbilder aus Österreich im Zeitraffer – von den Wiener Philharmonikern bis zur Blasmusik eine runde Sache – und dann eine fliegende Conchita in der Stadthalle. Hier ein paar Fotos von der Generalprobe:

Eröffnung mit dem ORF Radio-Symphonieorchester

Eröffnung mit Geigerin Lidia Bauch und dem etwas versteckten RSO…

Conchita gibt sich publikumsnah

…und natürlich Conchita… die sich ganz publikumsnah gibt….

Und hebt dann doch ab... in Richtung Bühne

…und dann doch abhebt… im TV nur kurz  zu sehen…in Richtung Bühne

The Makemakes beim Song Contest

…auf der dann The Makemakes trällern…das Ergebnis ist…wurscht

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Klassische Konzerte in der Disco

Das Konzept der Yellow Lounge ist genial: Klassik-Künstler geben kurze Konzerte, aber nicht im barocken Stiftssaal, sondern in noblen, elektronischen Clubs. Zwischen den Acts legt ein DJ klassische Musik – von Bach bis Mozart – auf. Je später der Abend wird, desto elektronischer werden die Klänge und die Scheinwerfer und Visuals passen sich der Stimmung an. Am Donnerstag standen etwa der iranische Cembalospieler Mahan Esfahani,  die italienische Gamba-Virtuosin Maddalena Del Gobbo, der serbische Geigenspieler Nemanja Radulovic und das Janoska Ensemble live im Chaya Fuera auf der Bühne. Fazit: Entspannender kann ein Afterwork-Clubbing nicht sein!

Mahan Esfahani und Maddalena Del Gobbo

Mahan Esfahani und Maddalena Del Gobbo live im Chaya Fuera

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Countryklänge aus Oberösterreich

„Railroad Ride“ heißt das Debütalbum von Georg Höfler und Sigi Mittermayr. Die beiden Oberösterreicher nehmen ihre Fans damit auf eine 45-minütige Reise in das Folk-Country-Blues-Genre mit. Sie singen ein- und zweistimmig auf Englisch und begleiten sich mit verschiedenen Gitarren. Aber auch Harmonika, Percussion, Bass und Klavier kommen zum Einsatz.

Rund um Ostern stellen die beiden Musiker ihre neue CD bei Konzerten in London vor

Zu Ostern stellen die beiden Musiker ihre CD bei Konzerten in London vor

Insgesamt hält das professionell produzierte Album zwölf Nummern bereit, die manchmal angenehm unaufgeregt und manchmal fröhlich-flott-harmonisch sind. Es wirkt zwar ein bisschen ungewohnt, wenn einem hörbar junge Stimmen Geschichten aus alten Tagen, von alten Reisen und alten Häusern erzählen („Old McLaughlin’s House“), aber das gehört zur Countrymusik ja irgendwie dazu. Außerdem werden auch mehrere „vielsaitige“ Instrumentalnummern geboten.

Fazit: Die beiden sympathischen Musiker legen sich mit ihrem Debutalbum nicht auf die Gleise, sondern gehen ihrem Erfolgszug entgegen! Ein schönes Album für gemütliche Abende! Einen Beweis dafür liefern die Hörproben.

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Kreuzfahrt-Show mit Niveau

Entertainer Erwin Steinhauer und „seine Lieben“ feierten heute mit ihrer musikalischen Revue „Hand aufs Herz“ Premiere in den Kammerspielen der Josefstadt. Dabei luden sie das Publikum auf eine Kreuzfahrt ein. Das Schiff, die SM Alcatraz, geht zwar unter, doch für Hedgefonds-Besitzer und Co gibt es ein Happy End auf einer, wahrscheinlich ihrer, Insel. Steinhauer überzeugt als Erzähler und Sänger. Seine Big Band, bestehend aus Georg Graf, Joe Pinkl und Peter Rosmanith, spielt alle Register und Instrumente, egal ob Tuba, Sax, Flöte, Klavier, Schlagzeug, Percussion, Bass, Klarinette oder auch Melodica. Der Abend ist voller Wortwitz, Gesellschaftskritik, musikalischer Zitate, emotionaler Wechselspiele und Überraschungen. Fazit: Voll versenkt! Unbedingt ansehen!

Steinhauer zum Publikum: "Wissts was? Likeds me!"

Facebook-Verweigerer Erwin Steinhauer zum Publikum: „Wissts was? Likeds me!“

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Gardiner berührt mit Leichtigkeit

Dirigent Sir John Eliot Gardiner und sein Monteverdi Choir sind für ihre CD-Einspielungen großer Vokalwerke – von Bach, Händel, Mozart bis Beethoven – berühmt und haben weltweit eine Fangemeinde. Nun boten sie im ausverkauften Wiener Konzerthaus gemeinsam mit den „English Baroque Soloists“ die Stücke „Christ lag in Todesbanden“ von Bach, „Stabat mater“ von Scarlatti und „Dixit Dominus“ von Händel mit einer unglaublichen Leichtigkeit, Exaktheit und Perfektion dar. Der Höhepunkt des Abends, das Händel-Duett De torrente in via bibet, wurde als Zugabe erneut gespielt. Anhören!

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Gänsehaut bei „Hollywood in Vienna“

„Comedy Tonight“ lautete das Motto der heurigen Filmmusikgala „Hollywood in Vienna“ im Wiener Konzerthaus. Das ORF Radio-Symphonieorchester bot unter der Leitung von David Newman Melodien aus den Filmen „Der große Diktator“, „The Simpsons“, „The Muppets“, „Das Leben des Brian“ und viele mehr in höchster Qualität dar. Besondere Highlights waren „Glasgow Love Theme“ von Craig Armstrong aus der britischen Filmkomödie „Tatsächlich Liebe“ und das Klaviersolo von Frantisek Janoska. Gänsehaut-Feeling! Im zweiten Teil des Konzerts wurde der inzwischen 70-jährige Komponist Randy Newman mit dem Max Steiner-Preis geehrt. Völlig zu Recht, man denke an seinen „Monk“-Song  „It’s A Jungle Out There“ oder an die Freundschaftshymne „You’ve Got A Friend In Me“ aus Toy Story. Fazit: Schon jetzt kann man sich auf Hollywood in Vienna 2015 freuen. Großes Kino für Augen und Ohren!

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Paul Gilberts singende Gitarre

Zu den langweiligsten Momenten auf Konzerten gehören oft die übertrieben langen und unspektakulären Gitarrensolos. Es gibt aber auch Ausnahmemusiker wie Paul Gilbert, die ein ganzes Album mit virtuosen Gitarrensound füllen können. Das Album „Stone Pushing Uphill Man“  erscheint Mitte August. Darauf lässt Gilbert, auch bekannt als Gitarrist von Mr. Big, bekannte Nummern wie „Goodbye Yellow Brick Road“ (Elton John), „Why Don’t We Do It In The Road“ (The Beatles) oder „Murder by Numbers“ (The Police) von seiner Gitarre instrumental nachsingen. Fazit: CD einlegen, Lautstärke-Regler rauf!

Gilbert rollt seinen Stein (die Musik) gerne immer wieder bis an die Spitze.

Paul Gilbert rollt seinen Stein (seine Musik) gerne immer wieder von Neuem bis an die Spitze.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Ein Musical über die Moral

Liebe endet nie“ singen Pia Douwes und Uwe Kröger im neuen Musical „Der Besuch der alten Dame“. Das Lied ist der einzige Ohrwurm. Ansonsten kann das Musical eher mit einem gewaltigen Bühnenbild punkten, etwa, wenn ein ÖBB-Zug auf die Bühne fährt. Auch der Inhalt des Dürrenmatt-Klassikers hat es in sich! Moral, Geld, Tod. Fazit: Trotz mancher Längen und dem Versuch, durch Lautstärke von musikalischen Schwächen abzulenken, ist der Besuch der alten Dame ein Besuch im Wiener Ronacher wert.

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Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Gemütlicher Jazz aus Österreich

Simone Kopmajer hat unter dem Titel „the best in you“ ein neues Album herausgebracht. Mit zwölf Songs zeigt sich die österreichische Jazzsängerin von ihrer besten Seite. Neben den selbst geschriebenen Songs sind auch ein paar Covernummern, wie der Nummer-1-Hit „Blue Bayou“ von Roy Orbison und Joe Melson, auf der Scheibe. Begleitet wird Kopmajer klassisch von Klavier, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug, manchmal auch von Flöte, Sax, Akkordeon, Harmonika und Blechbläsern.

kopmajer

Wie schon das CD-Cover mit den verschwommenen Lichtern anzeigt, eignet sich die CD perfekt für gemütliche Abendstunden. Die Jazznummern laden 56 Minuten zum Entspannen und Cocktailtrinken ein. Erwähnenswert ist der einminütige Bonustrack, der mit Störgeräuschen an ein altes Radio erinnert. Retro-Feeling! Fazit: Ein rundum stimmiges, österreichisches und absolut hörenswertes Jazzalbum.

Gitarrist auf Gedankenreise

„Fernweh EP“ heißt die neue CD von Sologitarrist Simon Wahl. Sie enthält sechs bisher unveröffentlichte Instrumentalnummern, die an Lieder von Paco de Lucia vom „Vicky Cristina Barcelona“-Soundtrack erinnern und einem gedanklich sofort in den Süden entführen. Gestartet wird mit dem titelgebenden Song „Fernweh“, bei dem die Gitarre mehr getrommelt als gezupft wird. Das Lied wird seinen Namen gerecht, erinnert an vorbeiziehende Landschaften und hat er einen wunderschönen Refrain. Der darauf folgende, groovige Song „East“ animiert zum Mitklopfen und Mitwippen. Anspieltipp!

Bass Slapping, Percussion, Fingerpicking und Melodiespiel

Simon Wahl bietet mit „Fernweh EP“ eine Mischung aus Akustik-Gitarrenspiel, Bass Slapping und Fingerpicking.

Das nächste Akustiklied ist eher ruhig, nachdenklich und traurig. Warum es „You Shine“ heißt, ist rätselhaft. „Sangria“ erinnert an spanische Tänze und erzeugt sofort Urlaubsatmosphäre. „I can’t stop“ schließt darauf wunderbar an und enthält virtuose Fingertrommel-Einlagen. Mit „Melancholy“ findet die CD seinen ruhigen Abschluss. Fazit: Etwas über 20 Minuten abwechslungsreicher und leidenschaftlicher Musikgenuss von einem talentierten Gitarristen, der sein Handwerk versteht. Eine ideale CD für ein Gläschen Wein an einem Sommerabend auf Balkonien zum An- und Wiederanhören.