Fertig Los! zeigen Selbstironie

Die meisten Bands lügen ihr Publikum bei Konzerten an. („Wir kommen leider schon zu unserem letzten Lied…“) Darüber machte sich Philipp  Leu, Sänger der deutschen Band „Fertig Los!“ am vergangenen Donnerstag im B72 lustig. Nachdem das Publikum bereits Hits wie „Sie ist in mich verliebt“ oder „Pläne für die Zukunft“ laut mitgesungen hatte, forderte es noch so viele Zugaben ein, bis endlich „Ein Geheimnis“ am Programm stand. Keine Überraschung für Fertig Los! Die vier sympathischen Musiker spielten ein grandioses aber durchgeplantes Konzert. Auch der Voract, Patrick Richardt präsentierte anspruchsvolle aber schöne Lieder auf seiner Gitarre sowie am Klavier. Man darf gespannt auf sein künftiges Bandprojekt sein. Videos gibts auf YouTube, Fotos hier:

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Heimspiel für Rebekka Bakken

„Mammi, bis du da?“ Es ist schon etwas Besonderes, wenn man vor tausenden Menschen im großen Saal des Wiener Konzerthaus singen darf. Noch schöner ist es, wenn einem die eigene Mutter, der eigene Friseur und viele alte Freunde dabei zuhören. Die ehemalige Wienerin Rebekka Bakken genoss am Montag Abend sichtlich ihr Konzert. Durch die Interpretation ihrer „September“-Lieder teilte die Sängerin ihre Freude mit dem Publikum. Nach einem Tribute-Lied für den verstorbenen Ludwig Hirsch und zahlreichen Zugaben gab es Standing Ovation, aber nicht aus Höflichkeit, sondern aufgrund ehrlicher Begeisterung und Freude. Das Saal-Licht musste selbst nach dem vorausschauend eingeplanten Zugaben-Block noch einmal abgedunkelt werden. Ich bin unheimlich dankbar, bei diesem sicherlich historischen Konzert dabei gewesen zu sein.

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Backstage in der Staatsoper

Es gibt in Wien kein Gebäude, das mich bisher mehr fasziniert hat, als die Wiener Staatsoper. Meine Aufmerksamkeit richtete sich aber nicht auf die vielgelobte Architektur, die prunkvollen Säle oder die aufwendigen Opernaufführungen. Mich begeisterte vielmehr das Unternehmen Staatsoper, die Probenräume, die Technikkammerl, der Schnürboden, die Kellerräume, die unzähligen Mitarbeiter, das perfekt organisierte Chaos. Faszinierend sind die vielen kleinen Details. (Beispiel: Da im Orchestergraben kein Platz für eine Orgel ist, versteckt sich die Mutter aller Instrumente zwischen Gerümpel, Requisiten und der hausinternen Probenbühne. Bei Opernaufführungen wird der Ton live in den großen Saal übertragen. Der Organist sieht den Dirigenten nur über einen kleinen Bildschirm.) Beeindruckend ist auch die Theatersprache. (Beispiel: „Burgseite“ = Rechts von der Bühne aus gesehen)

 

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Pink Ribbon Night 2011: VIP-Ladys vor dem Parlament

Das Parlament trägt pink. Anlässlich der „Pink Ribbon Night 2011“ wurde das Hohe Haus mit einer riesigen rosaroten Schleife versehen. Vor dem Wahrzeichen wurden außerdem 5.000 Luftballons gestartet und ein „Tanz“ aufgeführt. Dieser wurde zuvor mit Passanten eingeübt und erinnerte an Poolgymnastik in einem All Inclusive Ferienclub. Die Veranstalter sprachen von einem „Flashmob“. Klingt auch besser als pinker, peinlicher Luftballontanz. Während draußen getanzt wurde, lud Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zahlreiche VIP-Ladys zum Cocktail schlürfen ein. Mit dabei waren unter anderem Eva Glawischnig, Susanne Riess-Passer, Christine Marek, Chris Lohner, Laura Rudas und viele mehr. Fotos gibts hier zu sehen:

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Neonstream im B72

Was sagt man dazu? Eine junge Wiener Band hat einen Support-Auftritt im Gürtellokal B72. Große Aufregung um 21 Uhr.  Der Sänger malt sich im Gesicht mit Neonfarbe an, Mama und Papa sind ebenfalls gekommen und drücken die Daumen. Der Schlagzeuger sitzt mit nacktem Oberkörper – wie sonst – auf der Bühne. Auch er hat sich mit Farbe angemalt. Ein kreischender Fanclub ist mit von der Partie, füllt das halbe Lokal und macht Handyfotos. —> Erfahrene Konzertbesucher mögen es bezweifeln, aber der Auftritt war trotzdem gut. Sehr gut sogar. Die Band Neonstream schafft es, ihr Publikum in Trance zu versetzen. Ihre jeweils zehn Minuten langen Songs elektrisieren, sind von hoher Klangqualität und machen Lust auf mehr. Sänger Matthias Kampf strahlt sehr viel Selbstbewusstein aus, die anderen Musiker vor allem Spaß. Hier ein kleiner Videorückblick:

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