Denkmal gegen Femizide

Vor fünf Jahren tötete ein Mann seine Ex-Freundin in einer Trafik in Wien. Am ehemaligen Tatort in der Nussdorfer Straße 4 befindet sich nun ein Ausstellungsraum. Künstlerin Julia Bugram erinnert dort aktuell mit einer Installation – bestehend aus Zeichnungen und Tonaufnahmen – an die vielen getöteten Frauen in Österreich.

„Sie war(en) da“ von Julia Bugram im Kunst schafft Raum.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.

Klebende Kunst: Hände aus Münzen

Es ist ein starkes Zeichen des Zusammenhalts – die Skulptur „Raising Hands“ von Julia Bugram am Wiener Stephansplatz. Zu sehen sind zwei einander reichende Hände, die aus einer Million zusammengeklebter 1-Cent-Münzen bestehen. Das Kunstwerk soll Hoffnung auf solidarisches Handeln machen. In Zeiten von Krisen und Krieg ist das wichtiger denn je. Seit April sind die – allein aufgrund der Münzen mehrere Tonnen schweren – Hände öffentlich ausgestellt – und haben kaum an Gewicht verloren. Auch der Klebstoff des Kunstwerks steht offensichtlich für Zusammenhalt.

Die „Raising Hands“ wurden unter anderem über Crowdfunding finanziert.
Über 3.800 Menschen sollen sich am Bekleben der Münzen beteiligt haben.