Festwochen eröffnen mit Laurie Anderson

Von Blasmusik bis Punk: Die Eröffnung der Wiener Festwochen stand heuer ganz im Zeichen der Liebe – und war ein musikalisches, buntes Durcheinander. Höhepunkt des Konzertes am Wiener Rathausplatz war die „O Superman“-Performance von Laurie Anderson. Und natürlich Soap&Skin mit „Mysterie Of Love“!

Soap & Skin und Laurie Anderson live und kostenlos am Rathausplatz!

Tipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Lusterboden: Wienerlied im Höhenflug

„Ich möcht auf der Donau Tretboot fahren“, singen Florian Klinger und Merlin Miglinci. Die beiden haben sich auf dem „Lusterboden“ des Wiener Burgtheaters kennengelernt und machen seither gemeinsam Musik. Als Wienerlied-Pop-Duo „Lusterboden“ verbreiten sie gute Laune und verleiten Passantinnen und Passanten zum Mitsingen. Jedenfalls, wenn sie am Dach der „Ausgabe“ in der Porzellangasse auftreten. Doch es wird noch weiter bergauf gehen. Nach dem Debüt „Sturz auf Wien“ kommt im Sommer ein neues Album!

Florian Klingler und Merlin Miglinci verausgaben sich am Dach der „Ausgabe“

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Großes Kreisky-Kino im Filmcasino

Im Wiener Filmcasino läuft die Wochenschau – mit Bildern der Sozialistischen Arbeiterjugend. Was ist da los? Es wird ein Kinofilm über den Politiker Bruno Kreisky gedreht! „Es ist ein Film über seine jungen Jahre, worüber die wenigsten etwas wissen. Weil es eine Zeit ist, die in Österreich wenig aufgearbeitet wurde – der Austrofaschismus“, sagt Hauptdarsteller Nils Arztmann. Zu sehen dann im Frühjahr 2026.

Maya Unger spielt Bruno Kreiskys Jugendliebe Adele Holzer

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Bilderbuch sind auch eine Jazzband

An Bilderbuch merkt man, wie die Zeit vergeht. Die ehemalige Schülerband aus Oberösterreich – die anfangs Kindermärchen wie den „Suppenkasper“ vertonte – feierte in der Wiener Stadthalle ihr 20-jähriges Jubiläum. Natürlich mit Hits wie „Maschin“ und „Bungalow“. Weit spannender war allerdings die Liveversion von „Aber Airbags“ – gefühlt zehn Minuten lang, mit Gitarrensolo und Rhythmuswechsel. Genial! Fazit: Bilderbuch sind in Wahrheit eine Jazzband!

Maurice Ernst: „Irgendwann hab ich hier Rihanna gesehen. Heute bin ich Rihanna – Vienna!“

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Oska: Persönliche Show im ausverkauften Konzerthaus

Sängerin Oska holte am Dienstag ihr ausverkauftes Konzert im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses nach. Sie spielte ein Best-of ihrer großartigen Lieder, stand im 40 Jahre alten Maturakleid ihrer Mama auf der Bühne und sang gemeinsam mit ihrem Bruder ihr neues Lied „Gloria“. Außerdem offenbarte sie mit viel Humor, von einer „schlechten Standard-Kritik“ geträumt zu haben. Und, dass sie die ganze Tour bisher versehentlich mit Vorhängen auf der Bühne gespielt hat, die „brennen wie Plastik“. (Das zeigte ein Versuch vor dem Auftritt im Konzerthaus.) Zwischendurch erfuhr das Publikum viel über ihre Lieder. In „Distant Universe“ gehe es etwa um eine zerbrochene Freundschaft, von der man sich wünscht, dass sie in einem Paralleluniversum immer noch sein kann. „Wie ich das Lied veröffentlicht habe, habe ich nie geglaubt, dass ich einmal im Konzerthaus spielen werde.“ Oska dachte bescheiden: „Das hört eh keiner außer meine Mama und meine Schwester.“

Die „Forever Blue Tour 2025“ mit reduziertem Prom-Bühnenbild.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Vogel-Reihenhäuser in Wien

Eine Stadt an Vogelhäusern sorgt für Aufsehen: In der Kundmanngasse im 3. Wiener Gemeindebezirk hat der Künstler Josef Bernhardt im Jahr 2017 zahlreiche Nistkästen aufgestellt. „Warten auf Vögel IV“ heißt die Intervention. Ein Spiel zwischen Stadt und Natur.

„Bewohnbare“ Nistkästen in der Kundmanngasse 30.

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Falco-Fans singen im Musical

Mitsingen im Musical ist ja eher verpönt. Eine Ausnahme war die „Sing Along“-Vorstellung von „Rock Me Amadeus – das Falco Musical“ im Ronacher. Dabei wurde das Publikum dazu animiert, lautstark mitzusingen. Statt englischer Untertitel wurden die Liedtexte angezeigt. Außerdem gab es ein Mitmachprogramm (Selfie beim „Egoist“, Nicht umdrehen beim „Kommissar“, Handy-Lichtermeer, Fahnen schwenken…). Ein interaktiver Spaß für das Musical-Stammpublikum!

Fotografieren war bei „Falcos Las-Vegas-Hochzeit“ ausdrücklich erwünscht.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Steampunk-Zirkus zum Staunen

Der Cirque du Soleil ist bis Mitte Mai mit seiner Show „Kurios“ in Neu-Marx zu Gast. Die Floskel „Eintauchen in eine andere Welt“ trifft hier tatsächlich zu. Das Steampunk-Konzept zieht sich vom Bühnenbild bis zu den Kostümen durch. Die Akrobatik und vielen kuriosen Ideen sind zum Staunen und Lachen. Große Empfehlung!

50 Athletinnen und Athleten aus aller Welt treten auf.
Das Grand Chapiteau bietet Platz für mehr als 2.500 Gäste.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Licht-Blumen im Stadtpark

Mit riesigen Projektionen verwandelt Künstlerin Victoria Coeln den Wiener Stadtpark zwei Monate lang in eine Lichtlandschaft. Zu sehen sind sieben Blumen, die für sieben starke Frauen aus Operetten von Johann Strauss stehen. Wer will, kann sich mit dem Handy – mittels Augmented Reality – in das Kunstprojekt vertiefen.

Roland Geyer (Strauss-Jahr), Lichtkünstlerin Victoria Coeln und Kabarettistin Aida Loos im Stadtpark.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Romeo Kaltenbrunner wird zum Hendl

„Wenn die Welt komplexer wird, werde ich wieder zum Hendl“, sagt Romeo Kaltenbrunner. In seinem zweiten Soloprogramm „Heimweh“ denkt der Kabarettist zurück an seine Kindheit am Land. Doch so einfach und idyllisch war es damals im kleinen Gehege auch nicht. Zumindest nicht für einen Jugendlichen ohne Vater – und dunkler Hautfarbe. Wobei – Kaltenbrunner nimmt seine Erfahrungen mit den Dorf-Nazis, der Polizei und den Eltern seiner Jugendliebe österreichisch locker.

Weil er mit komplexen Antworten nichts anfangen kann, entscheidet er sich für eine technische Ausbildung. „Ich will Eindeutigkeit. Geht – oder geht nicht. Was anderes interessiert mich nicht.“ Jetzt lebt er im siebten Bezirk in Wien und verbringt seine Zeit auf TikTok und Netflix, anstatt Eigentum zu schaffen oder für die Demokratie zu kämpfen. Aber auch die Generation vor ihm hat keine großen Errungenschaften vorweisen, sagt Kaltenbrunner. Vor allem alte Männer, die einem heute Verweichlichung vorwerfen, können ihren Pflegerinnen im Altersheim keine Geschichten von harten Zeiten erzählen. „Den einzigen Krieg, den die hatten, war der Straßenverkehr. Deswegen sind die auch so wütend!“ Aber Kaltenbrunner ist sich sicher, dass die heutige Jugend bald wieder etwas zu erzählen haben wird. „Der Russe steht vor der Tür, die Nazis haben wir schon im Haus.“

Ein Mikro und gute Pointen: Romeo Kaltenbrunner im Kabarett Niedermair:

Fazit: Das Land- und Stadtleben in Österreich, Rassismus und Radikalisierung: Romeo Kaltenbrunner hat definitiv viel zu erzählen! Wütend steht er auf der Bühne und haut mit Leichtigkeit eine Pointe nach der anderen raus! Große Empfehlung!

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.