Backstage im Burgtheater

Das neue Burgtheater in Wien ist wohl eines der bekanntesten und moderensten Theaterhäuser Europas. (Das alte Burgtheater befindet sich bei der Hofburg, gegenüber vom Sissi-Museum) Während die Zuschauerbereiche prunkvoll gestaltet sind, sieht es hinter den Kulissen aus wie auf einer Baustelle. (Aber wie auf einer sehr sauberen Baustelle.) Es gibt unzählige Gerüste, enge Gänge, steile Leitern, blinkende Warnleuchten, lautlose Aufzüge, volle Lagerräume, zahllose Kabel und Planen. Während einer Vorstellung sorgen bis zu 50 „Arbeiter“ hinter der Bühne für einen reibungsfreien Ablauf. Beindruckend ist natürlich die Drehzylinderbühne, der 28 Meter hohe Schnürboden und die vielen Bühnenversenkungen. Wunderschön zum Ansehen ist außerdem die sogenannte Feststiege auf der Volksgartenseite. Diese wird nicht nur zu besonderen, sondern auch zu traurigen Anlässen geöffnet – denn wenn ein Burgschauspieler stirbt, wird dort der Sarg für eine Weile aufgebahrt.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und StrümpfeInge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.