Öffentlicher Automat mit Gratis-Kaffee

Vor dem Wien Museum musa steht jetzt ein „Sospeso“-Automat – ein Kaffeeautomat mit Gemeinschaftskonto. Man kann hier spendabel Geld einzahlen – oder bei einem Guthaben auch Gratis-Kafffee trinken. Eine Idee von Künstler Leopold Kessler, dem das musa aktuell eine große Ausstellung widmet.

Künstler Leopold Kessler und Wien-Museum-Kurator Vincent Elias Weisl

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein. Blick ins Buch.

Vogel-Reihenhäuser in Wien

Eine Stadt an Vogelhäusern sorgt für Aufsehen: In der Kundmanngasse im 3. Wiener Gemeindebezirk hat der Künstler Josef Bernhardt im Jahr 2017 zahlreiche Nistkästen aufgestellt. „Warten auf Vögel IV“ heißt die Intervention. Ein Spiel zwischen Stadt und Natur.

„Bewohnbare“ Nistkästen in der Kundmanngasse 30.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Lugner-Denkmal von Alec Monopoly

„Es passt zu meinem Charakter! Mr. Monopoly sieht wie jemand aus, der am Opernball geht“, erklärt Alec Monopoly. Der US-amerikanische DJ und Street-Art-Künstler war heuer Stargast von Jaqueline Lugner am Wiener Opernball – und bemalte ihrem Vater zu Ehren die Fassade der Lugner City.

Alec Monopoly bemalte medienwirksam die Lugner City.

Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Faschingskrapfen als Kunst

In Wien läuft gerade eine Werbekampagne mit dem Slogan „Ist Krapfen Kunst“. Dafür wurden österreichische Künstlerinnen und Künstler eingeladen – wie Frau Isa und Boicut – das Stadtbild zu verschönern. Zusätzlich werden am Faschingsdienstag im Kunstforum Wien Krapfen-Kunstwerke zugunsten der WE/ME-Foundation versteigert.

Mural-Art von Frau Isa auf der Landstraßer Hauptstraße
Die Kunst-Krapfen von Boicut sind in ganz Wien plakatiert

Kulturblogger–Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Tropen-Kunstwerk verdeckt Baustelle

Die kolumbianische Künstlerin Tinta del Rio hat die U2-Baustelle auf der Mariahilferstraße in Wien mit einer bunten Tropenlandschaft verschönert. Tagsüber gehen ihre Bilder im Trubel unter. Aber in der Nacht werden sie beleuchtet und sind ein Blickfang.

Strabag und Calle Libre ließen eine Baustelle mit Street-Art von Tinta del Rio verdecken

Kulturblogger–Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Erste Wiener Schnitzel-Ausstellung

Eigentlich ist Künstler Tabby für seine Street Art bekannt. Nun lädt er zur Schnitzel-Ausstellung in die Wiener Innenstadt. Zu sehen sind dort mehr als 20 echte, getrocknete und gerahmte Schnitzel. Vom Wirtshaus- bis zum Diskonter-Tiefkühl-Schnitzel. Warum? „Das Schnitzel ist ein österreichisches Wahrzeichen“, sagt Tabby. Und oft ein „handgemachtes Kunstwerk.“

Schnitzekunst von Figlmüller, Lugeck und McDonalds

Kulturblogger–Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

KI-Klimt: „Die Medizin“ enthüllt

Am Ende des Zweiten Weltkrieg ist Gustav Klimts Skandal-Meisterwerk „Die Medizin“ im Schloss Immendorf verbrannt. Seither gab es nur Skizzen, Schwarz-Weiß-Fotos und kaum Farbinfos. Nun hat das Belvedere mit Google Arts & Culture das Bild mithilfe von Künstlicher Intelligenz rekonstruiert. Die MedUni Wien zeigt das Ergebnis auf der Fassade des Anna Spiegel Forschungsgebäudes neben dem AKH.

Zu viel Nacktheit, zu viel Leid: Das Fakultätsbild „Die Medizin“ sorgte 1901 für große Empörung

Kulturblogger–Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe – eine Familiengeschichte zwischen dem Sudetenland und Österreich. Blick ins Buch.

Zeichnungen aus der Kindheit neu gemalt

Warum alte Kinderzeichnungen aufheben? Der Wiener Künstler Jeremias Altmann entdeckte seine eigenen Bilder wieder, die er im Alter zwischen drei und fünf Jahren gemalt hatte. Er wusste zwar nicht mehr, welche Hintergründe und Bedeutungen in den Bildern steckten, „gleichzeitig habe ich festgestellt, dass sie eine enorme Ausdruckskraft und Expressivität haben.“ Also übersetzte Altmann seine alten Kinderzeichnungen in eine neue, erwachsenere Bildsprache, versuchte aber gleichzeitig „auch dieses Mysterium aufrechtzuerhalten.“ Seine Malerei- und Grafikausstellung „Once Upon“ ist noch bis 9. Februar im Bildraum Studio der Ankerbrotfabrik zu sehen.

Jeremias Altmann brachte seine Kinderzeichnungen neu auf Leinwand

Klebende Kunst: Hände aus Münzen

Es ist ein starkes Zeichen des Zusammenhalts – die Skulptur „Raising Hands“ von Julia Bugram am Wiener Stephansplatz. Zu sehen sind zwei einander reichende Hände, die aus einer Million zusammengeklebter 1-Cent-Münzen bestehen. Das Kunstwerk soll Hoffnung auf solidarisches Handeln machen. In Zeiten von Krisen und Krieg ist das wichtiger denn je. Seit April sind die – allein aufgrund der Münzen mehrere Tonnen schweren – Hände öffentlich ausgestellt – und haben kaum an Gewicht verloren. Auch der Klebstoff des Kunstwerks steht offensichtlich für Zusammenhalt.

Die „Raising Hands“ wurden unter anderem über Crowdfunding finanziert.
Über 3.800 Menschen sollen sich am Bekleben der Münzen beteiligt haben.

Fantasie-Tunnel von Frau Isa

Große Kunst statt graue Unterführungen: Die Street-Art-Künstlerin Frau Isa hat mit der Spraydose zwei lange Unterführungen neben der U1-Station Kaisermühlen verschönert. Sie möchte damit Fußgängerinnen und Radfahrer aus dem Alltag reißen: „Ich probiere eine Fantasiewelt darzustellen, mit Sachen, die Kinder kennen. Es sind viele einzelne Elemente, wo sich jeder eine Geschichte ausdenken kann.“ Die Reaktionen sind meist positiv. Viele freuen sich über die farbenfrohen Bilder und hoffen, dass sie nicht sofort wieder verschandelt werden. Aber ganz ohne Wiener Grant geht es auch nicht: Eine Passantin etwa beschwerte sich bei Frau Isa über das Sprayen im Tunnel. „Sie tragen ja eine Maske – aber wir müssen die giftigen Gase einatmen!“

Frau Isa zeichnet gerne starke Frauen mit fröhlichen Farben
Eine Fantasiewelt mit Alltagsobjekten, die auch Kindern Freude bereiten soll