Vor der Eröffnung der Austellung „Otto Muehl: Kunst am Abgrund“ gab es laute Proteste vor dem privaten Wiener Aktionismus Museum. Eine Gruppe mit Transparenten und Trillerpfeifen bezeichneten das WAM als „Tätermuseum“. Man würde hier einem verurteilten Sexualstraftäter eine Bühne bieten, Geschäfte machen und Opfer retraumatisieren. WAM-Geschäftsführer Klaus Albrecht Schröder versuchte dagegen zu argumentieren: Ziel sei es nicht, einen Straftäter reinzuwaschen, sondern Kunst zeigen, die „vielleicht ernsteste Antwort auf den Zivilisationsbbruch des zweiten Weltkriegs.“


Buchtipp: Inge – Bomben, Schmuck und Strümpfe: Inge erlebt den Zweiten Weltkrieg in Gablonz – als junge Österreicherin zwischen Sudetendeutschen und Nazis, Tschechen und Russen. Damit ihre Familie flüchten kann, geht sie jedes Risiko ein.