Armin Wolf will die Jugend

Das Bild erinnerte ein wenig an die Grasser-Vorlesungen: Das Audimax war bis auf den letzten Platz gefüllt, Studierende saßen auf Stiegen und Gängen oder standen auf der Seite – um die heutige Vorlesung von ZIB-Moderator Armin Wolf zu hören.

Wolf referierte über die Mediennutzung der unter 30-Jährigen, über die Relevanz von seriösen Nachrichtensendungen und über die Zukunftschancen von Tageszeitungen. Er machte Werbung für Twitter, erlaubte sich Seitenhiebe gegen Krone, Österreich und Heute, warnte vor Internetblasen durch die Personalisierung von google und Facebook und kritisierte das neue ORF-Gesetz. Wolf bedauerte, dass die 14- bis 29-Jährigen (im Gegensatz zu den über 60-Jährigen) keine Stammzuschauer der ZIB sind. (Motto der Jugend: „If the news is that important, it will find me“). Dabei sind junge Menschen durchaus für Fernsehsendungen mit Politik- und Wirtschaftsschwerpunkten zu haben – jedoch nur in Verbindung mit Unterhaltung und Satire. („Dorfers Donnerstalk“, „Wir Staatskünstler“, „Fahrenheit 9/11″…) Das kann Wolf in der ZIB leider nur in den letzten Sekunden der Sendung bieten. („Planking“ etc…). Die Jugend will er künftig vermehrt über Facebook erreichen.

Im Anschluss an seinen unterhaltsamen sowie spannenden Vortrag, beantwortete Wolf gedulig Fragen von Studierenden und Selbstdarstellern. Zwei Vorlesungen mit Wolf wird es in den nächsten Wochen noch geben. Einmal geht es um Live-Interviews, einmal darum, welche Aufgabe Journalisten künftig erfüllen sollen.

Auf die Frage, ob man twittern sollte, meinte Wolf abschließend: „Wenn man etwas zu sagen hat.“ Seine Erfolgsformel lautet: Bloß nicht langweilen!

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